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Keine "Flitterwochen" für Boris Johnson

Boris Johnson, einer der enthusiastischsten Anhänger von Brexit, ist der neue Premierminister des Vereinigten Königreichs. David Zahn, Head of European Fixed Income, bezweifelt, dass Johnson in der neuen Funktion „Flitterwochen“ haben wird, da er mit großen Herausforderungen im In- und Ausland konfrontiert ist, wobei die globalen Märkte jeden seiner Schritte durchleuchten. Franklin Templeton | 24.07.2019 13:43 Uhr
David Zahn, Head of European Fixed Income, Franklin Templeton / © Franklin Templeton
David Zahn, Head of European Fixed Income, Franklin Templeton / © Franklin Templeton

"Wie erwartet gewann Boris Johnson das Rennen um die Führung der britischen Konservativen Partei und damit die Schlüssel zur 10 Downing Street. Aber während er seine Regierung aufbauen und in den kommenden Wochen eine politische Agenda aufstellen will, steht Johnson vor tiefgreifenden Herausforderungen und Prüfungen im In- und Ausland. 

Er betritt die Downing Street in einer Zeit verschärfter internationaler Spannungen zwischen Großbritannien und Europa über Brexit, aber auch im Nahen Osten, wo sich die Beziehungen des Vereinigten Königreichs zum Iran in den letzten Tagen dramatisch verschlechtert haben. All diese Überlegungen dürften erhebliche Auswirkungen auf die Märkte haben. 

Märkte reagieren auf Johnsons Sieg 

Wir haben bereits einige Marktbewegungen als Reaktion auf die Nachricht von Johnsons Erfolg gesehen, und wir erwarten, dass die Volatilität für mehrere Wochen anhalten wird, wenn er seine Regierung zusammensetzt.

Die Renditen für 10-jährige Gilts liegen bei rund 70 Basispunkten (bps) oder 0,70%, was einen allgemeinen Rückgang der Renditen weltweit, aber auch schwächere Wachstumszahlen in Großbritannien widerspiegelt. 

Während 0,70% 10-jährige Gilts für Investoren vielleicht nicht attraktiv klingen, erwarten wir, dass diese Zahl im Falle eines Brexits ohne Deal deutlich niedriger ausfällt. 

Das Pfund ist auch gegenüber dem US-Dollar und dem Euro unter Druck geraten, was erneut die Besorgnis über die Möglichkeit eines Brexits ohne Handel widerspiegelt. 

Die Schwäche des Pfunds hat bei Investoren außerhalb Großbritanniens, die es für billig halten, ein gewisses Interesse geweckt. So denken wir, dass jeder Sterling-Verkauf im Falle eines No-Deal Brexit nicht so viel sein könnte, wie die Leute denken, und/oder es könnte ein schneller Verkauf sein, gefolgt von einem schnellen Wiederanstieg.

Die Unsicherheit über den Brexit belastet weiterhin die Kreditbewertungen der britischen Unternehmen. Das wird wahrscheinlich auf absehbare Zeit so bleiben, bis wir eine Lösung haben. 

Dennoch sehen wir diese Bewertungen als eine Möglichkeit, international ausgerichtete Namen (diejenigen, deren Engagement in Großbritannien minimal ist) oder Unternehmen, die sich im Inland auf Großbritannien konzentrieren, zu besitzen. Wir sind uns bewusst, dass die britische Wirtschaft nach dem Brexit nicht vollständig verschwinden wird.

Brexit-Countdown läuft weiter 

In der Zwischenzeit vergeht die Zeit. Johnson hat weniger als 100 Tage Zeit, um eine Lösung für Brexit zu finden, ein Problem, das trotz dreijähriger Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union (EU) weiterhin besteht. 

Wir denken, dass No-Deal jetzt ein viel wahrscheinlicheres Szenario ist, da es einer der Verhandlungspunkte von Johnson sein wird. Aber so wie das Vereinigte Königreich seine Position festigt, so könnte die EU unter der gewählten Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, eine härtere Linie verfolgen. Europa hat den Ruf, einen „extend-and-pretend“-Ansatz zu verfolgen, indem es den Brexit hinauszögert, könnte aber einen No-Deal-Ausgang erzwingen, indem es sich einfach weigert, den Brexit weiter auszubauen. 

Die Partei zusammenhalten 

Johnson erbt eine Regierung mit einer hauchdünnen Mehrheit und muss sicherstellen, dass er die Einheit der Konservativen Partei aufrechterhalten kann, wenn seine Regierung überleben will. Wenn nur eine Handvoll konservativer Abgeordneter ihre Unterstützung zurückziehen oder gar die Partei wechseln würden, würde er diese Mehrheit verlieren und möglicherweise eine Parlamentswahl auslösen. 

Wir erwarten eine radikale Überarbeitung seines Kabinetts. Nicht wenige prominente konservative Politiker, die unerbittlich gegen Johnsons Agenda zu sein scheinen, bewegen sich von den vorderen Sitzpositionen auf die hinteren Bänke, wo sie ihre Ansichten freier artikulieren können. 

Infolgedessen wird das neue Kabinett voraussichtlich von Brexiteers dominiert werden. Johnson kann nicht so politisch diversifiziertes Kabinett haben wie Theresa May, weil er es sich nicht leisten kann, jedes Mal, wenn eine Meinungsverschiedenheit über Europa auftritt, Wellen von Resignationen zu haben. 

Die Grundsätze, die Johnson in seiner Führungskampagne dargelegt hat, sind sehr wohl die Art von geschäftsfreundlichen, steuerreduzierenden Ideen, die wir von einer Mitte-Rechts-Partei erwarten würden. Da jedoch andere Überlegungen in kurzer Zeit anstehen, erwarten wir von der britischen Regierung eine Zeit extremer Unsicherheit über die Politik. Johnsons Kabinett wird im August hart daran arbeiten, einen Plan ins Parlament zu bringen, wenn es aus der Sommerpause im September zurückkehrt. In der Zwischenzeit erwarten wir jedoch, dass die Volatilität das zentrale Thema für die europäischen Märkte bleibt." 

David Zahn, Head of European Fixed Income, Franklin Templeton 

 
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