Wir verwenden Cookies um Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

M&G Investments zu Draghis Geldpolitik: "Nicht perfekt, aber das Beste, was wir hatten"

Jim Leaviss, Head of Fixed Interest für die Publikumsfonds von M&G, mit einer Einschätzung der Amtszeit von Mario Draghi vor dessen letzter EZB-Sitzung am morgigen Donnerstag: M&G Investments | 23.10.2019 09:28 Uhr
Jim Leaviss, Head of Fixed Interest, M&G / © M&G Investments
Jim Leaviss, Head of Fixed Interest, M&G / © M&G Investments

„An sein berühmtes "was auch immer nötig ist“ wird man sich zweifellos noch lange erinnern. Mario Draghi sagte den Finanzmärkten 2012, dass die Eurozone nicht kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Außerdem machte er deutlich, dass die EZB die Banken und Staaten am Rande Europas retten würde.

Doch wie kam Draghi überhaupt dazu, trotz heftiger Opposition – insbesondere aus Ländern wie Deutschland – die quantitative Lockerung (QE) und andere außergewöhnliche geldpolitische Maßnahmen durchzusetzen?

Wenn wir uns die Krise in der Eurozone ansehen, dürfen wir nicht vergessen, dass die Euro-Währung damals erst etwas über zehn Jahre alt war. Die ersten beiden EZB-Präsidenten, Wim Duisenberg und Jean-Claude Trichet, hatten die Glaubwürdigkeit des Währungsraums etabliert. Allerdings machte die EZB unter Trichet den größten politischen Fehler ihrer jungen Geschichte, indem sie die Leitzinsen mitten in der globalen Finanzkrise erhöhte.

Als der Italiener Draghi die Führung übernahm, hatte er bereits die Probleme erlebt, die aus einer zu Zinserhöhungen neigenden Politik entstehen können. Ich gehe davon aus, dass der Währungsblock aufgelöst worden wäre, wenn die Euro-Krise kurz nach 1999 stattgefunden hätte. Trichets Misserfolge ließen Draghi also experimentieren. Und da es in den Ländern keine fiskalpolitische Koordinierung gab und überdies die Märkte verschwenderische Kreditnehmer bestraften, musste die Geldpolitik die wirtschaftliche Schwerstarbeit alleine leisten. 

Die EZB und Draghi haben also die Eurozone gerettet, aber zu welchem Preis? Heute gibt es zu viele zombieähnliche Banken und Unternehmen in Europa, die an billiges Geld gewöhnt sind. Das wird das zukünftige Wachstum dämpfen. Und wir wissen auch, dass die Vorteile der QE-Politik begrenzt sind und die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde feststellen wird, dass mehr Anleihenkäufe nicht mehr so viel bewirken werden wie früher.

Aber die Geschichtsschreibung wird Mario Draghi gegenüber freundlich sein, denn als Politiker sich weigerten, die Eurozone durch fiskalische Umverteilung zu retten, tat er "alles, was nötig war". Es war nicht perfekt, aber es war das Beste, was wir hatten.“

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.10.2019 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com