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Japan: Deregulierter Gasmarkt erfordert Gespür fürs Detail

Ein Marktkommentar von Jessica Johnson, Analystin für den Bereich Global Listed Infrastructure Securities bei First State Investments: First State Investments | 04.04.2017 08:44 Uhr
Jessica Johnson, Analystin für den Bereich Global Listed Infrastructure Securities, First State Investments / ©  First State Investments
Jessica Johnson, Analystin für den Bereich Global Listed Infrastructure Securities, First State Investments / © First State Investments

Investoren blicken aktuell gespannt auf die anstehende Deregulierung des japanischen Gasmarkts für Endkunden. Die damit verbundenen Auswirkungen auf die Erträge der etablierten Gasversorger sind vorerst nicht absehbar, führen derzeit jedoch eher zu einem verhaltenen Agieren bei Investoren. Die Gemengelage in diesem Umfeld birgt allerdings auch Einstiegspotenziale für Investoren.

„Japanische Gasanbieter, wie der Primärversorger Tokyo Gas, haben sich in den vergangenen zwölf Monaten im Vergleich zu Versorgungsunternehmen anderer Regionen unterdurchschnittlich entwickelt“, sagt Jessica Johnson, Analystin für den Bereich Global Listed Infrastructure Securities bei First State Investments.

„Der für diesen Monat anstehenden Deregulierung des japanischen Gasmarkts für Endkunden stehen die Analysten daher eher skeptisch gegenüber. Sie befürchten, dass sich die Deregulierung negativ auf die Erträge der Versorger auswirkt. Betrachten wir Tokyo Gas jedoch gesondert, sollte berücksichtigt werden, dass der Endkundenanteil des Unternehmens lediglich 20 Prozent ausmacht, wohingegen 50 Prozent auf den Bereich der Industriegase entfallen.Die 2004 vollzogene Deregulierung des Industriegasmarkts hatte zudem keinen bedeutenden Effekt auf die Erträge von Tokyo Gas.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Bislang haben lediglich fünf Unternehmen einen Lizenzantrag für den Verkauf von Gas gestellt. Bei der Deregulierung des japanischen Strommarkts im Frühjahr 2016 haben hingegen mehr als 750 Unternehmen Lizenzen für den Verkauf von Strom beantragt. Der Grund dieser Entwicklung besteht darin, dass Versorger auf dem Großhandelsmarkt Strom kaufen und diesen an Endkunden weiterverkaufen können. Die Möglichkeit haben Versorger bei Gas nicht, da hierfür ein ‚Gas-Hub‘ fehlt. Zwar können Versorger per Langzeitverträge Flüssiggas importieren, jedoch existiert kein nationales Gasnetzwerk, um es im Inland weiter zu transportieren. Selbst wenn das Flüssiggas im Tokioter Hafen gelöscht wird, müssten die Versorger Tokyo Gas für die Nutzung dessen firmeneigenen Gasnetzwerks bezahlen – im Übrigen ein Detail, das meiner Meinung nach Analysten in diesem Fall gerne unberücksichtigt lassen.

Die momentane Underperformance könnte somit womöglich eine Überreaktion sein und dazu führen, dass Tokyo Gas neu bewertet wird, sobald die Auswirkungen der Deregulierung ein klareres Bild zeichnen. Nichtdestotrotz ist dies ein Beispiel, wie wichtig es ist, Unternehmen in ihrem Marktumfeld gesondert zu betrachten und nicht nur den Markt oder den Sektor als Ganzes.“

Jessica Johnson, Analystin für den Bereich Global Listed Infrastructure Securities, First State Investments

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