Starker Profit durch wachsenden Konsum

Vom wachsenden Binnenkonsum der Schwellenländer profitieren nicht nur die heimischen Anbieter, sondern in zunehmendem Maße auch die westlichen Konsumgüterhersteller. „Mittlerweile erzielen viele große Konsumgüterhersteller mehr als 50 % ihres Umsatzes in den Emerging Markets“, erklärt Leon Svejgaard Pedersen. Nordea Asset Management | 28.07.2010 10:37 Uhr
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In den vergangenen Jahren sei dieser Anteil stetig gewachsen. Der Grund: „Mit dem starken Wirtschaftswachstum der Schwellenländer entsteht gleichzeitig auch eine immer größere und kaufkräftigere Kosumentenschicht, die sich dem westlichen Lebensstil anpasst“, erklärt der Fondsmanager des Nordea 1 – Emerging Consumer Fund (ISIN: LU0390857471).

Nach Berechnungen von Nordea erzielte beispielsweise die Brauereigruppe SAB Miller in 2009 74,0 Prozent ihres Umsatzes in den Schwellenländern, auch der Kosmetikkonzern Avon Products kommt nach Nordea-Angaben beim Umsatz auf einen Schwellenländeranteil von 61,2 Prozent. Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive macht mittlerweile mehr als die Hälfte seiner Geschäfte (53,1 Prozent) in den Schwellenländern. „Dieser Trend umfasst aber nicht nur Konsumgüter des täglichen Bedarfs, sondern auch hochpreisige Luxusgüter“, betont Pedersen. Die Luxusgüterkonzerne LVMH und Richemont setzten laut Pedersen 2009 etwas mehr als 31 Prozent ihrer Waren in den Schwellenländern ab (alle Angaben Stand 30.06.2010).

„Jährlich wächst die gesellschaftliche Mittelschicht in den Schwellenländen um bis zu 80 Millionen Menschen“, sagt Pedersen. Mit dem gesellschaftlichen Aufstieg und wachsenden Einkommen wandelten sich auch die Konsumgewohnheiten. „Sobald die Grundbedürfnisse befriedigt sind, strebt der ‚Emerging Consumer’ nach komfortableren Lebensbedingungen und Gütern, die er sich früher nicht leisten konnte“, erklärt der Fonds-Experte. Das fange beispielsweise mit dem Kauf von Fertiggerichten an und gehe über die Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen und ersten Urlaubsreisen bis hin zum Kauf von Luxusgütern.

Als Investor setzt Pedersen deshalb sowohl auf etablierte heimische Unternehmen in den Schwellenländern als auch auf westliche Anbieter, die in den Bereichen Konsum- und Luxusgüter, Reisen, Bildung oder Verbraucher-Finanzdienstleistungen aktiv sind. „Damit unterscheidet sich unser Emerging Consumer Fund von Fonds, die sich ausschließlich auf Unternehmen aus Schwellenländern konzentrieren. Wir investieren weltweit und können so an den positiven Wirkungen des Schwellenländer-Booms wesentlich flexibler und oft mit weniger Risiko partizipieren.“ Bei Aktien aus den Schwellenländern achtet das Portfoliomanagement darauf, dass das Unternehmen jeweils zu den besten drei Firmen der jeweiligen Branche zählt. Schlüsselkriterium für westliche Unternehmen ist hingegen der Ertragsanteil, der jeweils in den Schwellenländern erzielt wird. So müssen mindestens 30 Prozent der Erträge aus den Schwellenländern kommen, beziehungsweise muss das Unternehmen das Potenzial haben, diese Schwelle innerhalb der nächsten zwölf Monate überschreiten zu können.

Seit Auflage im November 2008 hat der Nordea 1 – Emerging Consumer Fund 49 Prozent zugelegt. Damit hat der Fonds den MSCI World – Net Return Index (plus 17,3 Prozent) um mehr als 31 Prozentpunkte geschlagen (Stand 30.06.2010). Das Fondsvolumen beläuft sich auf mehr als 183 Mio. Euro (Stand 30.06.2010).

Fondsinformationen zum Nordea 1 – Emerging Consumer Fund

ISIN: LU0390857471
Auflegungsdatum: 03.11.2008
Performance 2010: 9,97 Prozent (Stand 30.06.2010)
Währung: EUR
Fondsmanager: Leon Svejgaard Pedersen

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