AllianzGl-Experte Dixmier: Fed behält mit deutlicher Zinserhöhung das Steuer in der Hand

Allianz Global Investors | 14.06.2022 13:15 Uhr
Franck Dixmier, Global CIO Fixed Income / © e-fundresearch.com / Allianz Global Investors
Franck Dixmier, Global CIO Fixed Income / © e-fundresearch.com / Allianz Global Investors

Mit 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag die US-Inflation im Mai erneut über den Erwartungen (8,3 Prozent; Kerninflation: 6 Prozent im Vergleich zu erwarteten 5,9 Prozent). Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank keine andere Wahl, als weiterhin hart und schnell zu handeln. Denn sie kann es sich mit Blick auf ihr Kernmandat der Preisstabilität nicht leisten, sich entspannt zurückzulehnen. Die Robustheit der US-Wirtschaft verschafft ihr den nötigen Handlungsspielraum: Der US-Arbeitsmarkt läuft nach wie vor auf hohen Touren, die 390.000 im Mai neu geschaffenen Stellen übertrafen die Erwartungen.

Unseres Erachtens dürfte die Federal Reserve daher eine Anhebung der Fed Funds Rate um 50 Basispunkte ankündigen – auf die Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent – und eine ähnliche Anhebung für Juli in Aussicht stellen. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell hat kürzlich betont, aktuell sei es das Wichtigste, die Inflation zu senken. In ihrem Bestreben, eine klare Botschaft im Einklang mit den Äußerungen von Powell zu senden, könnte die Fed sogar die Möglichkeit einer weiteren Anhebung um 50 Basispunkte im September andeuten, um die Inflationserwartungen einzudämmen. Ende letzter Woche lag der fünfjährige Inflationsswap auf Sicht von fünf Jahren – ein von den Zentralbanken beachteter marktbasierter Inflationsindikator – mit 2,80 Prozent über dem Ziel der Fed.  

Die Botschaft der Fed wurde von den Märkten bislang gut verstanden. Die Erwartung von zunächst drei Zinsanhebungen um jeweils 50 Basispunkte, gefolgt von zwei weiteren Schritten um 25 Basispunkte bis Dezember, steht im Einklang mit dem erklärten Wunsch der Fed, den neutralen Zinssatz schnell zu erreichen. Sollte Jerome Powell hingegen am 15. Juni die Notwendigkeit betonen, weit über den neutralen Zinssatz hinauszugehen, der auf 2,25 bis 2,50 Prozent geschätzt wird, könnten die Märkte negativ reagieren. Mögliche Folgen wären größere Spannungen im kurz- und mittelfristigen Bereich der Zinskurve. Die Korrektur bei den langfristigen Zinsen wäre dann noch nicht vorbei.

Franck Dixmier, Global CIO Fixed Income, Allianz Global Investors

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