Allianz Global Investors beabsichtigt, auf der am 14. Mai in den USA stattfindenden Hauptversammlung (HV) von AT&T für den Aktionärsantrag 8 zu stimmen. Dieser Antrag fordert das Unternehmen auf, seinen konsolidierten EEO 1-Bericht zu veröffentlichen. Bei diesem Bericht handelt es sich um eine standardisierte Offenlegung, die eine Aufschlüsselung der Belegschaft nach Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und Berufskategorien enthält. AT&T ist bereits verpflichtet, diesen Bericht jährlich bei der US-amerikanischen Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) einzureichen.
AllianzGI ist der Ansicht, dass eine transparente und standardisierte Berichterstattung über die Zusammensetzung der Belegschaft ein zentrales Element einer effektiven Corporate Governance darstellt. Dies gilt insbesondere für große Arbeitgeber. Mit rund 132.000 Beschäftigten ist das Personal-Management für AT&T ein finanziell wesentliches Thema.
Von Dr. Antje Stobbe, Head of Stewardship bei AllianzGI: „AllianzGI sieht in der Zustimmung für Aktionärsantrag 8 ein konstruktives Votum. Ein fortwährender Zugang zu verlässlichen und vergleichbaren Daten zur Zusammensetzung der Belegschaft unterstützt letztlich sowohl den langfristigen Unternehmenswert für Aktionäre als auch fundierte Marktentscheidungen. EEO 1-Berichte liefern standardisierte, quantitative und vergleichbare Daten, die es Investoren ermöglichen, unternehmens- und sektorübergreifend die Zusammensetzung von Belegschaften sowie damit zusammenhängende Risiken besser zu bewerten.“
Die Entscheidung von AT&T, den Bericht in diesem Jahr nicht öffentlich zu machen, fällt in eine Zeit, in der Investoren verstärkt auf Transparenz in Bezug auf Belegschaftsdaten achten. AllianzGI ist überzeugt, dass mehr Transparenz den Umgang von Unternehmen mit Humankapital deutlicher sichtbar macht und Investoren eine Grundlage für Vergleiche zwischen Unternehmen bietet.