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Die „1.000 Dollar-Bastion“ wurde eingenommen

Ausschlaggebend für die aktuell laufende Gold-Hausse sind nach Einschätzung von Gabor Vogel, Rohstoff-Analyst bei der DZ BANK, primär die Makrotreiber, wie der schwache US-Dollar, die steigende „gefühlte“ Inflation sowie die Zinssenkungen der US-Fed. 1.200 Dollar je Unze scheinen realistisch, meint der Experte. Research | 13.03.2008 17:18 Uhr

Mikrofaktoren, wie beispielsweise die stagnierende südafrikanische Produktion und steigenden Goldförderkosten, haben unserer Ansicht nach weniger zur Aufwärtsbewegung beigetragen.

Das steigende Investoreninteresse hob die Goldnotierungen aufgrund der oben skizzierten positiven fundamentalen Gemengelage über die aus psychologischer Sicht wichtige „1.000 USD-Marke“. Zudem sind die anderen Asset-Klassen derzeit weniger attraktiv. So fallen festverzinsliche Wertpapiere (10-Jahres US-Staatsanleihen) als Investment-Opportunität de facto aus, während Marktspekulationen über eine möglich US-Rezession nicht unbedingt die Attraktivität des Aktienmarktes erhöhen.

Wie geht es weiter?

Seit unserer letzten Gold-Kaufempfehlung von Ende August 2007 ist der Preis des gelben Metalls um über 40% gestiegen. Nun stellt sich die Frage: „Wie geht es weiter?“. Kurzfristig rechnen wir damit, dass sich der Goldpreis zunächst oberhalb von 1.000 USD/Unze halten kann. Mit der einsetzenden saisonalen Schwächeperiode (ab Ende März) und einer unseres Erachtens – wegen des hohen Goldpreises – leicht rückläufigen Schmucknachfrage rechnen wir mit einer „gesunden“ Konsolidierungsbewegung.

Selbst wenn die von uns erwartete Konsolidierung den Goldpreis bis auf 850 USD/Unze fallen ließe, bliebe der langfristige Aufwärtstrend weiterhin intakt. Entscheidend bleibt die USD-Entwicklung. Ein mögliches USD-Comeback im 2H2008 und das derzeit übertrieben positive CFTC-Sentiment unterstützen zusätzlich unser Konsolidierungs-Szenario. Auch die implizite Markterwartung einer Fed-Zinssenkung von 75bp im Rahmen des  anstehenden FOMC-Meetings (18.03.) bietet – bei einer aktuellen Prognose der DZ BANK-Volkswirte von „nur“ 50bp – unserer Einschätzung nach ein vergleichsweise hohes Enttäuschungspotenzial, was den Goldpreis in der Folge unter Druck bringen dürfte.

Langfrist-Investor kommt nicht an Gold vorbei

Jenseits der kurzfristigen „Gold-Irritationen“ gilt aber: Der strategische Langfrist-Investor kommt hingegen nicht mehr an den Gold-Vorteilen vorbei. Allen voran der Einsatz des Edelmetalls als Inflationsschutz sollte sich aufgrund stark gestiegenen Öl- und Getreidepreisen als wesentlicher Werttreiber herausstellen. Ebenfalls bleibt Gold als USD-Hedge ein wichtiges Investorenthema und sollte – auch vor dem Hintergrund der Schwächen in anderen Finanzmärkten – zunehmend Zuspruch seitens institutioneller Anleger gewinnen.

Daher gehen wir davon aus, dass sich Gold mit Blick auf das Jahresende – nach einer zwischenzeitlichen Sommer-Korrektur oberhalb von 1.000 USD/Unze etablieren wird. In der Spitze halten wir Preisaufschläge im 4Q2008 bis 1.200 USD/Unze für realistisch.


Zum Autor:

Gabor Vogel, Jahrgang 1978, ist seit 2005 für die Rohstoffanalyse mit den Schwerpunkten Edel-, Industriemetallen und Agrarrohstoffen bei der DZ BANK AG, Frankfurt, verantwortlich. Der Analyst arbeitete in den USA für Merrill Lynch im Buy-Side US Equity Research sowie im Portfoliomanagement. Hier zeichnete er sich für die Aktienanalyse und der Erarbeitung von Investmentvorschlägen verantwortlich.
Gabor Vogel hat International Business Administration an der University of Miami und der University of Applied Sciences Wiesbaden studiert. Vogel graduierte mit den Abschlüssen Diplom-Betriebswirt und Master of Business Administration.


Siehe auch e-fundresearch.com Artikel vom 23.8.2007 "Das Goldrätsel"


Informationen zu DZ BANK und Rohstoff-Zertifikaten unter www.dzbank.de bzw www.strukturierte-investments.de

Ansprechpartner:  Michael Mellinghoff, [email protected],
Tel. +49 69 7447 42236.


Gastkommentare werden von anerkannten Finanzmarktexperten verfasst, deren Meinungen nicht mit jener der e-fundresearch.com Redaktion übereinstimmen müssen.


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