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Allianz Studie zur Eurozone: Österreich auf Platz 2 verbessert

2012 haben sich zehn von 17 Mitgliedstaaten der Euro-Zone gegenüber dem Vorjahr in ihrer Gesamtbewertung verschlechtert, wie die Ergebnisse des aktuellen „Allianz Euro Monitor“ zeigen. Österreich konnte im Vergleich zum Vorjahr seine Bewertungen weitgehend halten und einen Platz gut machen. Research | 26.11.2012 16:25 Uhr
Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich
Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich
















Die politischen Fortschritte hin zu mehr europäischer Integration und die fortschreitende außenwirtschaftliche Anpassung in den „Problemländern“ werde zu einem allmählichen Abebben der Schuldenkrise beitragen, ist man bei der Allianz überzeugt. Solidere Staatsfinanzen für Platz 1

„Österreich konnte sich im Vergleich zu den anderen Euroländern sehr gut behaupten. Um Klassenprimus zu werden, müsste Österreich vor allem bei der Solidität der Staatsfinanzen zulegen", kommentiert Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse der aktuellen Allianz Studie.

Bewertung von zehn Euroländern verschlechtert sich

Der „Allianz Euro Monitor“ misst die makroökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone. Dabei bekommen Staaten in jedem der 14 einzelnen Indikatoren einen Wert zwischen 1 und 10 zugewiesen – je höher der Wert, desto besser die Performance. Erneut erhält kein einziges Euroland eine sehr gute Bewertung (über 8). An der Spitze liegt nach wie vor Deutschland (7,7), vor Österreich und Luxemburg (7,0). Deutschland konnte dabei, ebenso wie Irland und Frankreich, dem schwierigen Umfeld trotzen und seinen Gesamtwert auf dem Niveau des Vorjahres halten. Frankreich (5,8) liegt nach wie vor auf Rang 10, Italien (4,5) büßte einen Rang ein und liegt nun auf Rang 13. Der größte Sprung nach vorn gelang Belgien (5,9), das vier Plätze gutmachte und aktuell auf Platz 5 liegt. Finnland (5,8) hingegen rutschte um drei Plätze ab und liegt aktuell auf Platz 8.

Österreich: „Europameister“ bei Arbeitslosenquote

Wirft man einen Blick auf einzelne Indikatoren der Studie, so zeigt sich dass Österreich im internationalen Vergleich gut abschneidet: Zwar ging Österreichs Gesamtbewertung im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (von 7,1 auf 7,0), aufgrund eines noch stärkeren Rückgangs der Gesamtbewertung Luxemburgs (von 7,5 auf 7,0) liegen nun beide Staaten ex aequo auf Platz 2. Bei „Wettbewerbsfähigkeit und Inlandsnachfrage“ liegt Österreich hinter Deutschland auf Platz 2, ebenso bei „Beschäftigung, Produktivität und Ressourceneffizienz“: Österreich hat die niedrigste Arbeitslosenquote der Euro-Zone, eine relativ hohe Erwerbsquote (Platz 3) und liegt in Sachen Energieeffizienz auf Rang 3.

Einzig bei der Arbeitsproduktivität rangiert Österreich auf Platz 12. Bei „Private Verschuldung und  Auslandsvermögenssituation“ konnte Österreich im Vergleich zum Vorjahr zwei Plätze gut machen und liegt aktuell auf Platz 2. Die schlechteste Platzierung weist Österreich im Bereich „Solidität der Staatsfinanzen" auf, wo es auf Rang 8 liegt, getrieben insbesondere durch eine hohe Staatsverschuldung und staatliche Neuverschuldung (jeweils Platz 8), sowie die relativ hohe Belastung aus Zinszahlungen an den Staatsausgaben (Platz 9).

Peripherieländer trotz schwerer Rezession auf dem Weg zur Gesundung
Wenn man einen Blick auf die Reformanstrengungen in den Peripherieländern wirft, ist festzuhalten, dass die derzeitige wirtschaftliche Schwäche mögliche positive Resultate überdeckt. Die weitreichenden strukturellen Reformen brauchen Zeit, um sich in ihrer gesamten Wirkung zu entfalten. Dazu zählen Indikatoren wie das Defizit der öffentlichen Haushalte, Lohnstückkosten, Inlandsnachfrage und Arbeitsproduktivität. Der aktuelle Euro Monitor zeigt, dass sich die Euroländer in einem herausfordernden Prozess befinden, um zur Gesundung der wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der Eurozone beizutragen. Die einzigen Staaten, die ihren Gesamtwert verbessern konnten, waren Belgien (5,9), Spanien (5,0), Portugal (4,1) und Griechenland (3,4). Griechenland hat es dabei geschafft, sich – ausgehend von einem niedrigen Niveau – stärker zu verbessern als jedes andere Land der Eurozone. So hat sich Griechenland durch einen Rückgang bei den Lohnstückkosten verbessert.

Ebenfalls eine Verbesserung zeigt der Verschuldungsgrad des privaten Sektors. „Insgesamt gibt es in Griechenland Fortschritte, die in der öffentlichen Diskussion übersehen werden“, erklärte Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE. Portugal hat seinen Wert von 3,7 im Jahr 2011 auf 4,1 gesteigert und damit den besten Wert seit 2008 erreicht. Fortschritte in Portugal wurden in den Bereichen „Wettbewerbsfähigkeit“ und „Private und Auslandsverschuldung“ erreicht. Auch die Lohnstückkosten sowie die Budgetsituation sind in einer positiven Verfassung. Spanien, das gegenüber dem Vorjahr einen Platz gutmachte und dessen Gesamtwert von 4,6 auf 5,0 zulegte, konnte bei fünf Indikatoren zulegen. Neues Schlusslicht der Rangliste ist erstmals Zypern, das in drei von vier Kategorien deutliche Verschlechterungen im Vergleich zum Vorjahr aufweist und sich auch beim Gesamtwert von 3,6 im Vorjahr auf einen Wert von 3,0 verschlechterte.

EU-Reform: klare Zielvorgaben notwendig

Ein detaillierter Fahrplan mit Terminvorgaben zur EU-Reform soll bereits zum EU-Gipfel feststehen – vor den nächsten wichtigen Entscheidungen auf politischer Ebene sieht Heise Fortschritte bei der Bewältigung der Herausforderungen. „Wir sehen die Entwicklungen nicht so skeptisch – es gibt Fortschritte, die Euroländer sind auf dem guten Weg zu stärkerer Integration. Die Politik hat im Kampf um den Euro die Initiative zurück gewonnen. Handlungsfähigkeit mit klaren Zielvorgaben bleibt auch weiterhin das Gebot der Stunde“, so Heise. „Wir gehen davon aus, dass vor allem die politischen Fortschritte hin zu mehr europäischer Integration und die fortschreitende außenwirtschaftliche Anpassung in den Problemländern zu einem allmählichen Abebben der Schuldenkrise beitragen“, erklärte Heise. Die Schritte der letzten Wochen geben Grund zur Zuversicht: Die Bankenaufsicht ist Teil der geplanten Bankenunion für das Euro-Währungsgebiet und Voraussetzung dafür, dass der kürzlich in Kraft getretene permanente Rettungsschirm ESM angeschlagene Banken direkt rekapitalisieren darf – ein Schritt, der die Negativspirale zwischen Bankenkrise und steigender Staatsverschuldung durchbrechen dürfte.

Über den Euro Monitor

Der Allianz Euro Monitor ist ein makroökonomisches Monitoring- und Frühwarnsystem zur Identifizierung bestehender und neu entstehender Ungleichgewichte. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf den Risiken, die von einem unausgewogenen Wachstum ausgehen. Der Euro Monitor bewertet die 17 Länder der Eurozone und stellt eine Rangliste auf. Die Platzierung hängt von dem Beitrag ab, den das jeweilige Land zu einem Wachstum ohne makroökonomische Ungleichgewichte und damit zur Stabilität des Euroraums insgesamt leistet. Die Publikation gibt einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation in allen Ländern der Euro-Zone. Die Rangliste ergibt sich aus 14 Indikatoren in den vier Schlüsselkategorien „Solidität der Staatsfinanzen“, „Wettbewerbsfähigkeit und Inlandsnachfrage“, „Beschäftigung, Produktivität und Ressourceneffizienz“ und „Private Verschuldung und Auslandsvermögensposition.“ Staaten bekommen in jedem der 14 einzelnen Indikatoren einen Wert zwischen 1 und 10 zugewiesen – je höher der Wert, desto besser die Performance.

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