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Warum greifen Anleger im Januar häufiger zu Small Caps?

Der Januar-Effekt: „In keinem anderen Monat ist die Renditelücke zwischen kleinen und großen Unternehmen so weit wie im Januar – sowohl in den USA als auch in Europa", so Marc Reinganum, Chief Quantitative Strategist bei State Street Global Advisors im Rahmen einer neuen Studie zu diesem Kapitalmarkt-Phänomen. Research | 04.01.2014 17:34 Uhr

Zum Jahresauftakt verhalten sich Aktienindizes auf kleinere Unternehmen oft anders als Indizes auf große Unternehmen. Regelmäßig greifen Anleger im Januar lieber zu Small Caps als zu den großen Namen. Februar ist oft der zweitstärkste Monat für die Anlageklasse Small Caps. In den USA ist dieses Phänomen seit 1987 jedes Jahr aufgetreten: Wenn man alle in den USA gelisteten Unternehmen betrachtet, dann haben die (nach Marktkapitalisierung) kleinsten 5 Prozent der Unternehmen die 5 Prozent der Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung in jedem Januar seit 1987 überflügelt. Mit Unterbrechungen lässt sich der Trend laut Reinganum sogar für die vergangenen 90 Jahre belegen.

In Europa lässt sich ein ähnliches Phänomen feststellen (siehe Grafik): Reinganum zeigt für den Zeitraum 2000-2013, dass europäische Small-Caps jeweils im Januar den größten Vorsprung vor den Blue Chips hatten. (In Europa reicht die Datenreihen wegen der Einzelstaaten nicht weiter zurück.)

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Marc Reinganum, Chief Quantitative Strategist bei State Street Global Advisors (SSgA), nennt das den “Januar-Effekt”, den er jetzt neu beschrieben hat. Der Ph.D. beschäftigt sich schon seit mehr als 30 Jahren mit den Besonderheiten im Verhalten kleinerer Aktiengesellschaften und gehört zu den ersten Forschern, die sich dem Thema widmeten.

Hier nun eine Übersicht seiner Untersuchungsergebnisse zum Januar-Effekt bei AGs mit geringer Marktkapitalisierung (Small Caps).

  • Small Caps als Anlageklasse verhalten sich anders als die Aktien von Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung (Large Caps). Tatsächlich zeigt sich bei Aktien-Indizes auf kleinere Unternehmen, dass Small-Cap-Indizes dazu neigen, Large-Cap-Indizes auf lange Sicht zu schlagen. Der „MSCI World Small Cap Index“ beispielsweise hat den „MSCI World“ in den letzten drei, fünf und zehn Jahren übertroffen. Die Wissenschaft kennt die Stärke kleinerer Aktiengesellschaften seit Anfang der 80er-Jahre unter der Bezeichnung „Small Firm“-Effekt oder „Size“-Effekt.

 

    • Besonders auffällig im Verhalten von Small Caps als Anlageklasse ist der „Januar-Effekt“, den Marc Reinganum jetzt neu beschrieben hat: Seit 1987 haben in den USA jeden Januar die Kurse der (nach Marktkapitalisierung) kleinsten 5 Prozent der Unternehmen die Kurse der 5 Prozent Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung überflügelt.

     

      • Mit Unterbrechungen lässt sich der Trend laut Reinganum sogar für die vergangenen 90 Jahre belegen.

       

        • In Europa lässt sich ein ähnliches Phänomen feststellen (siehe Grafik): Reinganum zeigt für den Zeitraum 2000-2013, dass europäische Small-Caps jeweils im Januar den größten Vorsprung vor den Blue Chips hatten.

         

          • Die Datenlage in den USA ist sehr stark und reicht bis 1926 zurück. In Europa kann man den MSCI Europe Small Cap als Grundlage nehmen, der die Kursbewegungen kleinerer Aktiengesellschaften aus allen europäischen Ländern abbildet.

           

            „In keinem anderen Monat ist die Renditelücke zwischen kleinen und großen Unternehmen so weit wie im Januar – sowohl in den USA als auch in Europa. Februar ist jeweils der zweitbeste Monat. Die Korrelation zwischen Aktien von Unternehmen mit hoher und Aktien von Unternehmen mit geringerer Marktkapitalisierung zeigt eine auffällige saisonale Komponente“, sagt Marc Reinganum. „Dass der Jahreswechsel in diesem Segment so eine große Rolle spielt, ist natürlich ein wenig rätselhaft.“

            Wie kommt es also zum Januar-Effekt?

            Darüber streitet sich laut Reinganum die Wissenschaft noch. Eine Erklärung ist, dass kleinere Unternehmen weniger transparent sind als große. Dieser Annahme zufolge wäre die Unsicherheit über das geschäftliche Abschneiden eines kleinen Unternehmens gegen Jahresende am größten, was zu Verkäufen veranlasst und den Aktienpreis drückt. Die Unsicherheit wird aber durch die zu Anfang des neuen Kalenderjahres vorgelegten Geschäftsberichte wieder beseitigt, was zu Käufen führt und die Kurse steigen lässt.

            Andere Annahmen gehen Reinganum zufolge davon aus, dass zum Jahreswechsel steuerliche Gründe vor allem Privatanleger dazu veranlassen könnten, sich von Small Caps zu trennen – etwa wenn diese einen Verlust aufweisen. Für institutionelle Investoren spielen steuerliche Gründe zwar eine geringere Rolle, sie können sich aber ebenfalls von kleineren Positionen trennen wollen, um zum Jahreswechsel eine leicht verbesserte Bilanz aufweisen zu können.

            Hinweis: Interessierte Leser finden die vollständige Studie (englische Version) hier.

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