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Nachgefragt | Die Nachhaltigkeitspraktiken von Fondsgesellschaften

Von kostenlosen Firmenfahrrädern, den Verzicht auf SUVs als Firmenwägen oder dem Forcieren von Geschäftsreisen mit dem Zug. e-fundresearch.com hat sich bei knapp 100 Fondsgesellschaften erkundigt, was sie denn abseits des Investmentbereichs unternehmen, um ihren ökologischen und sozialen Fußabdruck sinnvoller zu gestalten. Diese Rückmeldungen haben wir erhalten: Research | 21.10.2019 14:00 Uhr
© Pexels/e-fundresearch.com
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"Leben" Fondsgesellschaften Nachhaltigkeit auch abseits der Investmentstrategien?

Wasser predigen und Wein trinken? Als Vertriebsmitarbeiter mit dem übermotorisierten SUV-Firmenwagen Social Impact Investing Fonds verkaufen? Klar ist: ESG-Investing ist ein struktureller Wachstumstrend, der die Asset Management Industrie fest in seinen Bann zieht. Doch während sich Fondsgesellschaften in ihren Kommunikationsaktivitäten bisweilen vor allem auf die Integration von ESG-Faktoren in ihre Investmentstrategien fokussieren, ist nur wenig bis kaum bekannt, ob und in welchem Ausmaß Asset Management Häuser ökologische und soziale Nachhaltigkeit denn überhaupt in ihrem eigenen Wirkungsbereich berücksichtigen. 

Von knapp 100 kontaktierten Asset Management Gesellschaften haben 21 geantwortet

Aus eben diesem „Informationsungleichgewicht“ hat sich die e-fundresearch.com Redaktion Mitte September dazu entschlossen, knapp 100 Asset Management Gesellschaften aktiv zu kontaktieren und nach ihren konkreten Nachhaltigkeitspraktiken abseits  des Investmentbereichs zu fragen.

Hierfür wurde folgende Frage formuliert:

Abseits von ESG-Investmentstrategien: Welche Maßnahmen ergreift ihr Unternehmen mit Bezug auf ein zunehmend nachhaltigeres sowie ressourcenschonendes Handeln? 

Fondsgesellschaften hatten bis inklusive 04. Oktober Zeit, ein Statement zur kostenlosen Veröffentlichung auf e-fundresearch.com zu übermitteln. Insgesamt konnten auf diesem Wege 21 Rückmeldungen gesammelt werden, welche wir Ihnen in der nachfolgend eingefügten Zitatgalerie unbearbeitet zur Ansicht zur Verfügung stellen. 

Alle erhaltenen Statements im Überblick - zum Navigieren können auch die Pfeiltasten ← → eingesetzt werden:

Carsten Engler, Head of Business & Change Management am Standort Frankfurt/Main, AXA Investment Managers
© AXA IM

Carsten Engler, Head of Business & Change Management am Standort Frankfurt/Main, AXA Investment Managers

Ein nachhaltiges agieren fängt mit einem Wandel in unseren Köpfen an. Mit der Implementierung unseres neuen Arbeitskonzeptes in Frankfurt „New Ways of Working“ ermöglichen wir es den Mitarbeitern, neue Denkweisen zu etablieren. Die Möglichkeit uneingeschränkt remote zu arbeiten und so die Wege zum Büro zu reduzieren, hat einen nachhaltigen positiven Effekt auf Ressourcen und die Arbeitsleistung. Mit der Einführung einer Mobilitätspauschale steuern wir aktiv das Mobilitätsverhalten unserer Belegschaft, welches die Nutzung von umweltschonenden Verkehrsmitteln attraktiv macht. Des Weiteren wurde mit dem Bezug unseres neuen Standortes im NexTower in Frankfurt das papierlose Büro stark forciert und auf eine nachhaltige Ausstattung und Versorgung der Belegschaft wert gelegt.

Frank Jacob, Senior Manager Nachhaltigkeit, Union Investment
© Union Investment

Frank Jacob, Senior Manager Nachhaltigkeit, Union Investment

Die Nachhaltigkeitsmaßnahmen bei Union Investment sind keine einzelnen, losgelösten Aktivitäten, sondern in unser unternehmensweites Nachhaltigkeitsprogramm eingebettet. Dieses wird jährlich weiterentwickelt. So haben wir in diesem Jahr 37 neue Maßnahmen angestoßen, von einer signifikanten Reduktion der Papiermengen im Fondsreporting bis hin zum Recycling von Werbematerialien in Kooperation mit einer Behindertenwerkstatt.

Darüber hinaus haben wir bereits 2015, zeitgleich mit dem Pariser Klimaschutzabkommen, eine eigene Klimastrategie verabschiedet, die eine Reduktion der CO2-Emissionen um 85 - 90 Prozent bis zum Jahr 2050 vorsieht. Im Vergleich zum Jahr 2009 konnten wir dadurch unsere Emissionen 2018 bereits um knapp 35 Prozent reduzieren.

Philipp Prömm, Vorstand & Head of Sales, Shareholder Value Management
© Shareholder Value Management

Philipp Prömm, Vorstand & Head of Sales, Shareholder Value Management

Shareholder Value Management verzichtet auf die branchenübliche Dienstwagenflotte in Vertrieb und Geschäftsführung. Unsere Kollegen, die Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreuen, sind angehalten, primär die Bahn zu nutzen. Jeder unserer Vertriebsmitarbeiter hat dazu von uns die BahnCard 100 erhalten. Daneben beraten wir zwei Stiftungen, die im sozialen Bereich tätig sind, bei der Kapitalanlage. Auf diese Weise können wir mit unserem Markt-Know-how einen gesellschaftlichen Mehrwert liefern. Die eine Stiftung wird von unseren Mitarbeitern auf Basis einer freiwilligen Spendenrichtlinie auch finanziell unterstützt. Die andere Stiftung ist an uns beteiligt.

Uli Krämer, Leiter Portfoliomanagement, KEPLER-FONDS KAG
© Kepler-Fonds

Uli Krämer, Leiter Portfoliomanagement, KEPLER-FONDS KAG

Als Mitglied der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative bekennt sich die KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft zur gemeinsamen Klimastrategie. Ressourcenschonendes Handeln bedeutet im Bereich Mobilität die weitestgehende Nutzung von Zügen bei Dienstreisen (der Fuhrpark kann von der Raiffeisenlandesbank OÖ mitgenutzt werden und wird laufend ökologisiert), SUVs sind als Dienstwägen ausgeschlossen. Im Bereich Energiemanagement ist unser Unternehmen ISO 50001 subzertifiziert, laufende Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung wie die Umrüstung auf LED-Beleuchtungen, Optimierungen bei Kühl-/Wärmegeräten und Umstellung auf grünen Strom erfolgen. Einsparungseffekte beim Papierverbrauch werden über digitale Workflows erzielt, weiters kommen nur mehr Glasflaschen bei Bewirtungen zum Einsatz. Veranstaltungen von KEPLER werden idR als „Green Events“ durchgeführt, sind also umwelt- und sozialverträglich. Im Sozialbereich besteht eine jahrelange Kooperation mit dem Bildungsprogramm von SOS-Kinderdorf.

Beatrix Anton-Grönemeyer, Chief Sustainability Officer, Allianz Global Investors
© AGI

Beatrix Anton-Grönemeyer, Chief Sustainability Officer, Allianz Global Investors

Die Gebäudeeffizienz und -technik (Kühlung, Lüftung, Beleuchtung) ist dabei ein wichtiger Baustein. AllianzGIs größte Niederlassung befindet sich in Frankfurt in einem Green Building (Goldstandard). An den Standorten Frankfurt und München stehen den Mitarbeitern Firmenfahrräder zur Verfügung und wird auf die Verwendung Einwegplastik verzichtet. Weltweit gibt es Initiativen zum sparsamen Einsatz von Ressourcen (Papier, Klimatisierung, Wasser) und über die Partnerschaft mit The SeaCleaners steht auch die Reduzierung von Plastikmüll ganz oben auf der Agenda. AllianzGI ist als Teil der Allianz Gruppe klimaneutral und kompensiert unvermeidbare CO2-Emissionen. Detaillierte Informationen finden sich im Report Nachhaltig investieren, Zukunft gestalten.

Natalie Ernst, Corporate Sustainability Manager, Vontobel
© Vontobel

Natalie Ernst, Corporate Sustainability Manager, Vontobel

Seit 2009 ist Vontobel mit dem Kauf von CO2-Emissionszertifikaten klimaneutral. Unsere Gebäude sind optimal isoliert, wir verwenden LED-Beleuchtung und beziehen Strom aus erneuerbaren Quellen. 2018 haben wir fast 700 Leuchten auf LED umgerüstet, was zu Leistungseinsparungen von 46’000 Watt führt. Seit er Einführung in 2013 des «One Two We» Programms im Personalrestaurant verarbeiten wir insbesondere saisonale Produkte, weniger Flugwaren, Fleisch und Reis und verkleinern so den Fussabdruck in der Lebensmittelkette. Wasserspender machen Glas- und PET-Flaschen überflüssig. Geschäftsreisen erfolgen insofern möglich mit dem Zug. Wir drucken auf 100%-Recyclingpapier und setzen uns mit der Stiftung AfB social & green IT für ein umfassendes Computer-Recycling ein. Vontobel ist seit 2008 Unterzeichner von CDP.

Bénédicte Reisser, Regional Head, Pictet Asset Management
© Pictet AM

Bénédicte Reisser, Regional Head, Pictet Asset Management

Die Pictet-Gruppe ist bestrebt, ihre Umweltauswirkungen - im Einklang mit besten Prinzipien der Unternehmensführung - zu reduzieren.

Der Hauptsitz von Pictet ist mit modernsten Dachsolarzellen sowie Wärmerückgewinnung unserer IT-Infrastruktur ausgestattet, wodurch wir den Gasverbrauch unseres Gebäudes seit 2007 um 90% senken konnten. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen des Konzerns pro Mitarbeiter bis 2020 um 40% zu senken. Emissionen, die wir nicht vermeiden können, werden durch die Finanzierung von Projekten für saubere Energien in China, Simbabwe und Thailand ausgeglichen.

Pictet leitet zusammen mit Swiss Sustainable Finance eine Initiative, um Druck auf die Indexanbieter auszuüben, umstrittene Waffenhersteller aus den Mainstream-Indizes zu entfernen. Die im August 2018 gestartete Initiative wurde von 172 Unterzeichnern unterstützt, die über 9 Billionen US-Dollar kontrollieren und internationale Asset-Eigentümer und -Manager einschließen (Stand August 2019).

Pictet Asset Management kooperiert weiterhin mit Empower - The Emerging Markets Foundation - um durch Investitionen in die Jugend in den Schwellenländern soziale Auswirkungen zu erzielen.

Johannes Behrens-Türk, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, DekaBank
© DekaBank

Johannes Behrens-Türk, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, DekaBank

Die Deka-Gruppe verfügt bereits seit 2002 über ein eigenes Umweltmanagementsystem, so dass nachhaltigeres sowie ressourcenschonendes Handeln im Bankbetrieb mit entsprechender geschäftspolitischer Aufmerksamkeit umgesetzt wird. Bahn statt Flugzeug bei Dienstreisen, weniger PS statt mehr bei Dienstfahrzeugen oder Öko- statt Kohlestrom für die Bankgebäude sind umgesetzt oder werden weiter konsequent gemanagt. Zu einem besonderen Erfolg wurde die Einführung des Firmenfahrrades. Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit 2 Räder zu leasen. In den ersten drei Monaten sind bereits 232 Räder an insgesamt 178 Mitarbeiter ausgeliefert worden. In der Müllvermeidung ist die Deka ebenfalls gut unterwegs. Jüngstes Beispiel ist die Einführung eines Mehrwegbechers. So werden jährlich 450.000 Einwegbecher eingespart.

Petra Pflaum, CIO for Responsible Investments, DWS
© DWS

Petra Pflaum, CIO for Responsible Investments, DWS

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen will die DWS die Auswirkungen der Geschäftsaktivitäten auf die Umwelt steuern und nach Möglichkeit minimieren. Die vom Deutsche Bank Konzern definierten Managementansätze gelten auch für die DWS und sind wesentliche Aspekte unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt. Seit 2012 ist der Geschäftsbetrieb klimaneutral. Unvermeidliche CO2-Emissionen z.B. aus Geschäftsreisen werden durch Ankauf und Stilllegung hochwertiger Emissionszertifikate kompensiert. Der Energiebedarf des Geschäftsbetriebes soll vollständig aus erneuerbaren Energien kommen - aktuell sind es 81%. Die DWS entwickelte 2019 ein Klimabewertungssystem, das unseren Investmentspezialisten umfassende Erkenntnisse zu physischen und Transitionsrisiken aus dem Klimawandel erlaubt. 2019 führte die DWS in Deutschland ein Pfandsystem für Getränkebecher ein, die vom Hersteller zu 100 Prozent wiederverwertet werden.

Dieter Aigner, Geschäftsführer, Raiffeisen KAG
© Raiffeisen KAG

Dieter Aigner, Geschäftsführer, Raiffeisen KAG

Die Raiffeisen KAG plant, bis Ende nächsten Jahres CO2-neutral zu agieren. Die Umsetzung dieses Vorhabens wird in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur erfolgen.

Zur Reduzierung unseres CO2-Footprints setzen wir auf klassische Maßnahmen, wie beispielsweise die Nutzung von 100%-Öko-Strom, die laufende Verbesserung der durch Mobilität verursachten Emissionen, die Nutzung von Büroflächen in einem LEED-Gold-zertifizierten Gebäude sowie die Lieferanten- und Partnerauswahl unter ökologischen Gesichtspunkten.

2019 haben wir ein betriebliches Vorschlagswesen ins Leben gerufen, bei dem es um Ideenfindung geht, den CO2-Footprint im Arbeitsalltag zu verringern.

Corporate Social Resposibility übernehmen wir u.a. in der Kooperation mit dem Lichtblickhof. Dort finanzieren wir die Jahreskosten für ein Therapiepferd und haben bei einem Corporate Volunteering ein Kleintiergehege errichtet.

Dieter Hengl, Vorstandsvorsitzender, Schoellerbank AG
© Schoellerbank AG

Dieter Hengl, Vorstandsvorsitzender, Schoellerbank AG

In der Schoellerbank übernehmen wir aktiv Verantwortung für den Klimaschutz. Als Teil der UniCredit unterstützen wir beispielsweise die Global Week of Climate Action und bekennen uns damit zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft. Wir prüfen laufend unsere Unternehmensrichtlinien, z. B. die Car-Policy, in Bezug auf den Klimawandel. Zu den direkten Umweltaspekten zählen der Energie- und Wasserverbrauch sowie der schonende Umgang mit Rohstoffen durch Ressourcenvermeidung und lückenloser Abfalltrennung. Bei unserer EDV-Ausrüstung setzen wir auf eine umweltschonende Infrastruktur, hierzu zählt auch die elektronische Archivierung und Weiterverarbeitung von Unterlagen. Zur Vermeidung von Dienstreisen nutzen wir bereits seit dem Jahr 2002 ein flächendeckendes Videokonferenznetz, an das jeder unserer 10 Standorte angeschlossen ist.

Jörg Allenspach, Head of Candriam Switzerland
© Candriam

Jörg Allenspach, Head of Candriam Switzerland

Um das Ziel der vollumfänglichen Klimaneutralität zu erreichen, werden die von Candriam verursachten CO2-Emissionen kompensiert. Dazu gehören Emissionen, die im Zusammenhang mit der Dienstflotte, mit Gebäude-Energie, Geschäftsreisen und Lieferanten anfallen. In Zusammenarbeit mit einem Anbieter von Nachhaltigkeitslösungen gilt es, so rund 9‘400 Tonnen Kohlenstoffdioxid auszugleichen. Wo möglich, setzen wir auf Video- und Audio Konferenzen anstelle von Dienstreisen. Zusätzlich haben wir Ökoenergieverträge für unsere Bürogebäude abgeschlossen und die CO2-Bilanz unseres Papierverbrauchs bereits um 50% reduziert. Candriam spendet ausserdem einen Teil seiner Einnahmen aus der Fonds-Palette an die ESG-Forschung und Initiativen zur Bekämpfung sozialer Missstände. 10 % der Managementgebühren eines thematischen Onkologie-Fonds kommen führenden europäischen Forschungseinrichtungen im Bereich der Krebsforschung zu Gute.

Carola van Lamoen, Head of Active Ownership & Sustainability Committee Member, Robeco
© Robeco

Carola van Lamoen, Head of Active Ownership & Sustainability Committee Member, Robeco

Robeco und RobecoSAM haben schon immer nach dem Motto “Practice what you preach” gehandelt. Bereits in den 1990er Jahren erkannten die beiden eng verbundenen Asset Manager mit Standorten im gesamten DACH-Raum, die Wichtigkeit und das Potenzial von nachhaltigen Investitionen. Nachhaltigkeitsansprüche sind tief in unserer Unternehmensidentität verankert. Robeco und RobecoSAM nutzen gruppenübergreifend öffentliche Transportmittel für Dienstreisen. Sollte eine Flugreise unumgänglich sein, werden entsprechende CO2-Kompensations-Zertifikate erworben. In Meetings werden keine Plastikflaschen angeboten, auf Geländewagen als Dienstautos wird konsequent verzichtet. Die Gruppe verwendet ausschliesslich ungebleichtes Papier anstelle der Hochglanzvariante. Robeco engagiert sich im Kampf gegen die Plastikverschmutzung der Weltmeere und seit 2001 ist RobecoSAM komplett klimaneutral. Nachhaltigkeit durchdringt jeden Aspekt unserer geschäftlichen Tätigkeit.

Edda Schröder, Geschäftsführerin, Invest in Visions
© Invest in Visions / Katrin Denkewitz

Edda Schröder, Geschäftsführerin, Invest in Visions

Als Impact Investor möchten wir bei Invest in Visions auch auf Unternehmensebene unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Anfang 2019 haben wir eine interne Nachhaltigkeitsstrategie formuliert, aus der wir konkrete Ziele und Maßnahmen ableiten. Wir reduzieren unseren CO₂-Ausstoß (z. B. durch Verzicht auf Flugreisen innerhalb Deutschlands) sowie den Ressourcen-Verbrauch (Energie, Wasser, Papier) und vermeiden Müll. Dennoch anfallende Emissionen werden vollständig kompensiert. Dafür messen wir konkret die Anreise zur Arbeitsstelle sowie Dienstreisen und den Energieverbrauch im Unternehmen. Auf sozialer Ebene setzen wir auf Familienfreundlichkeit und Diversität im Team. Invest in Visions nutzt eine Nachhaltigkeitsbank und bietet Mitarbeitern eine nachhaltige betriebliche Altersvorsorge. Die Transparenz des Unternehmens wird künftig durch ein konsequentes Nachhaltigkeits-Reporting erhöht.

Chris Ouellette, Head of Corporate Social Responsibility, BNP Paribas Asset Management
© BNPP AM

Chris Ouellette, Head of Corporate Social Responsibility, BNP Paribas Asset Management

Our long term goal is to send zero waste to landfill, including a commitment to eliminate single-use plastic from our operations. We are currently running a paperless challenge with a goal of reducing our paper consumption by 20% between now and year end. We purchase carbon offsets to neutralize the emissions of our operations but nonetheless, we encourage employees to take into account their carbon footprint when booking travel. We are expanding access to mobile- and tele-working technology to reduce the need for employee travel and we recently hosted a workshop to fix bicycles to encourage more employees to commute to work in a more sustainable manner.

José Machi, Head of Institutional and Wholesale Distribution Switzerland, Nordea Asset Management
© Nordea AM

José Machi, Head of Institutional and Wholesale Distribution Switzerland, Nordea Asset Management

Responsible Investing ist tief in unserer nordischen Kultur, Philosophie und unserem Geschäftsmodell verwurzelt: Es ist ein Kernelement unserer DNA. Unser Group Sustainable Finance Team wurde 2016 gegründet, um den Übergang in eine nachhaltige Zukunft optimal zu unterstützen. Dabei sind uns die Bereiche clean financing, Gender Diversity und Energieproduktivität besonders wichtig. Nordea war Mitbegründerin der "UNEP FI Principles for Responsible Banking", einem Leitfaden für den Bankensektor, um auf nachhaltige Entwicklungen zu reagieren, sie voranzutreiben und davon zu profitieren. Nachhaltigkeit soll bei uns in alles, was wir machen, integriert werden und wird langfristig einen Mehrwert schaffen.

Gerold Permoser, Chief Investment Officer, Erste Asset Management
© Erste AM / Daniel Hinterramskogler

Gerold Permoser, Chief Investment Officer, Erste Asset Management

Für die Erste Asset Management bedeutet nachhaltiges Wirtschaften, einen Mehrwert für die Menschen, die Umwelt und die Gemeinschaften in denen wir tätig sind, zu schaffen. Wir messen den sozialen und ökologischen Mehrwert, den nachhaltige Investitionen bringen. Damit wollen wir die Auswirkungen unseres Handelns nachhaltig verbessern im Sinne eines „ökologischen Fußabdrucks“.

Selbstverständlich sind wir hier um Glaubwürdigkeit bemüht und sind stolz in unserem eigenen Arbeitsumfeld nachhaltige Maßstäbe etabliert zu haben. Der generelle Trend zur Digitalisierung im Bankgeschäft hat den Papierverbrauch bereits deutlich reduziert. Auch im Einkauf von Produkten und Dienstleistungen werden neben ökonomischen Kriterien Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte berücksichtigt. Wo auch immer es technisch möglich ist, wurden bestehende Beleuchtungssysteme auf LED umgestellt. An unserem Unternehmensstandort am Erste Campus wird seit 2018 Wasser aus großen Regenwasserzisternen für die Grünflächenbewässerung und als Brauchwasser für die WC-Spülungen herangezogen.

Das Thema ESG soll prinzipiell im Onboarding eines jeden neuen Mitarbeiters noch weiter etabliert werden. Es gibt viele Ideen um Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur zu festigen.

Arnaud Cosserat, CEO von Comgest und Vorsitzender der Comgest Foundation
© Comgest

Arnaud Cosserat, CEO von Comgest und Vorsitzender der Comgest Foundation

Die Comgest Foundation setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Menschen auf der ganzen Welt ein. Dabei konzentrieren wir uns auf jene Schlüsselbereiche, von denen wir glauben, dass sie die greifbarsten und bedeutendsten Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben: Ausbildung, wirtschaftliche Unterstützung, Gesundheit und Behinderungen, Umweltschutz. Die Stiftung fördert Projekte, die sich an den Kernwerten von Comgest orientieren – Partnerschaft, Qualität, Integrität, Mut und Fürsorge. Jede Initiative wird von einem Comgest-Mitarbeiter namens „Ambassador“ vorgestellt und über alle Phasen hinweg betreut. Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2016 wurden 16 Projekte in 11 Ländern gefördert. So wurde beispielsweise in Österreich eine Initiative zur Ausbildung von Menschen mit Behinderungen umgesetzt.

Sandra Crowl, Stewardship Manager, Carmignac
© Carmignac

Sandra Crowl, Stewardship Manager, Carmignac

Carmignac hat einige Initiativen ergriffen, um die Auswirkungen auf das Klima durch Vermeidung von Emissionen und Abfällen zu verringern. In erster Linie verfügen wir über ein ausgeklügeltes Videokonferenzsystem, das wir eher empfehlen als umfangreiche Reisen zwischen unseren Büros. Unser Frankfurter Büro befindet sich in einem Gebäude, das LEED-zertifiziert (GOLD) ist. Es ist das führende Zertifikat aus den USA und Kanada, um Gebäude auf ihre Nachhaltigkeit zu bewerten. Wir verwenden auch eine LED-Beleuchtung über Standleuchten und Bewegungsmelder. Bis Ende dieses Jahres werden wir den Strom auf 100% ökologisch (Wasserkraft, lokal erzeugt) umstellen. Wir verwenden regionales Wasser, dessen Quellen 2 km von Frankfurt entfernt sind. In unseren Büros in Paris, London und Luxemburg haben wir Kunststoff-Wasserflaschen für Mitarbeiter mit einer Vielzahl von Springbrunnen und wiederverwendbaren Glasbehältern eliminiert, wir nehmen nur Kaffeebohnen von lokalen Produzenten, die im Einklang mit der Umwelt stehen, die sich der Reduzierung des CO2-Ausstoßes und seiner Umweltauswirkungen verpflichtet haben. Die Firma, mit der wir regelmäßig zusammenarbeiten verfolgt einen Ansatz, bei dem Kaffeemehl wieder zum Einsatz kommt, bzw. in Holzeimern recycelt wird.

Isabelle Coquelle-Ric, Head of Corporate Social Responsibility, Amundi
© Amundi

Isabelle Coquelle-Ric, Head of Corporate Social Responsibility, Amundi

Verantwortungsvolles Handeln ist ein zentraler Bestandteil der Entwicklungsstrategie von Amundi. Die Verantwortung von Amundi besteht auch darin, die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung auf das eigene Geschäft anzuwenden.

Die Tätigkeit von Amundi hat keine erheblichen unmittelbaren Auswirkungen auf die Umwelt. Um jedoch die Grundsätze der Corporate Social Responsibility auch auf das eigene Unternehmen anzuwenden, hat sich Amundi verpflichtet, die direkten Auswirkungen auf die Umwelt durch eine Begrenzung der CO2-Emissionen mittels aktivem Management des Energieverbrauchs und der Geschäftsreisen zu verringern. Gleichzeitig führt Amundi regelmäßig Umweltmaßnahmen durch, um den verantwortungsvollen Umgang mit Papier, das Recycling von Abfällen, die Sensibilisierung der Mitarbeiter für ökologische Gesten und die Entwicklung von „Green IT“ zu fördern.

Paula Moore, Chief Operating Officer, Jupiter Asset Management
© Jupiter AM

Paula Moore, Chief Operating Officer, Jupiter Asset Management

Jupiter unternimmt eine Vielzahl an Maßnahmen, um ein nachhaltigeres Arbeitsumfeld für alle Angestellten zu schaffen. Das zeigen folgende Beispiele: Im laufenden Jahr 2019 (Stand: Anfang Oktober) sind bisher 97,4 Prozent des im Jupiter-Gebäude in London produzierten Mülls recycelt und wiederverwendet worden. Der Rest wurde verbrannt und somit überhaupt kein Müll in einer Deponie entsorgt. Jegliches verwendetes Papier ist FSC-zertifiziert. Somit ist sichergestellt, dass es aus zertifizierten Quellen stammt oder recyceltes bzw. wiederverwendetes Holz verarbeitet wurde. Das für die Verpackung zuständige, stationäre Unternehmen greift ausschließlich auf recycelte Produkte zurück. So werden keine Einmalkaffee- oder Wasserbecher verwendet. Darüber hinaus ist es uns durch Betrachtung der Betriebsstunden unserer Anlagen gelungen, unseren Stromverbrauch im letzten Jahr um 19,4 Prozent zu senken. Außerdem haben wir im selben Zeitraum unseren Wasserverbrauch um 25,4 Prozent reduziert.

Ein Wort zur Rücklaufquote: Die Tatsache, dass nur knapp ein Fünftel der Fondsgesellschaften auch tatsächlich eine Antwort geliefert haben, muss nicht notwendigerweise auch direkt heißen, dass jene Gesellschaften keine vorzeigbaren, internen Nachhaltigkeitspraktiken anzuführen haben. Bei einigen Asset Managern waren es auch zeitliche Faktoren, die eine Beantwortung unmöglich gemacht haben. Fakt ist aber, dass der gesellschaftliche Druck über die gesamte Branche hinweg zunimmt und Asset Manager zunehmend hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitspraktiken unter Beobachtung stehen. Im Sinne einer glaubwürdigen Umsetzung von Nachhaltigkeitsansätzen ist das auch gut so: Es kann nämlich nicht sein, dass Asset Manager im Rahmen von Investmentstrategien mit ESG-Berücksichtigung an ihre Holdingunternehmen immer strengere Nachhaltigkeitserfordernisse stellen, in ihrem persönlichen Bereich aber auf „Business as usual“ setzen.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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