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Institutionelle Asset Allocation: Private Assets weiter auf dem Vormarsch

Die zunehmenden Unsicherheiten an den weltweiten Märkten sowie das weiterhin vorherrschende Negativzinsumfeld sorgen nicht nur für neue Trends, sondern auch für eine Veränderungen in den Portfolios professioneller Investoren. Geopolitische Sorgen und die Angst vor einer Verlangsamung der Weltwirtschaft haben zugenommen und dominieren in der Wahrnehmung institutioneller Investoren. Um diesen Risiken zu begegnen, setzen diese in wachsendem Maße auf nicht börsengehandelte Vermögenswerte, eben Private Assets. Research | 17.12.2021 11:29 Uhr
Institutionelle Asset Allocation: Private Assets weiter auf dem Vormarsch / © e-fundresearch.com & Canva
Institutionelle Asset Allocation: Private Assets weiter auf dem Vormarsch / © e-fundresearch.com & Canva

Schroders-Umfrage: Institutionelle Investoren wollen Private Asset Allokation mehrheitlich aufstocken 

Eine breite Mehrheit (90 Prozent) institutioneller Investoren plant, in den nächsten zwölf Monaten den Anteil nicht börsengehandelter Vermögenswerte (Private Assets) in ihren Portfolios zu erhöhen. Dabei stellen die Anleger zunehmend die Vorteile einer stärkeren Diversifizierung in den Fokus. Dies ist eines der Ergebnisse der Schroders Institutional Investor Study 2021. 

Die 2017 von Schroder erstmals und seither jährlich durchgeführter Umfrage, befragt 750 institutionelle Investoren an 26 verschiedenen Standorten. Insgesamt verwalten diese ein Gesamtvermögen von gut 27 Billionen US-Dollar. In ihrer aktuellen Ausgabe gibt die Studie an, dass 90 Prozent der Anleger in den nächsten zwölf Monaten mehr Geld in eine oder mehrere Private Asset-Anlageklassen stecken wollen. 

Fondsverband Luxemburg: Private Debt Fonds mit +40% Volumenzuwachs im Jahresvergleich 

Ähnliche Ergebnisse zeigt auch die jährliche Ausgabe der KPMG Private Debt Fund Umfrage, die vom Verband der luxemburgischen Fondsindustrie (ALFI) durchgeführt wurde. Diese verweist auf das durchweg starke Wachstum von in Luxemburg domizilierten Private Debt Fonds: Allein im Jahresvergleich konnte in diesem Segment ein AuM-Zuwachs von knapp +40% verzeichnet werden. 

Camille Thommes, Generaldirektorin von ALFI, kommentierte dieses Ergebnis wie folgt: „Wie die diesjährige Umfrage erneut hervorhebt, hat der aufstrebende Stern unter den sogenannten alternativen Investitionen, den privaten Schulden, Jahr für Jahr ein beeindruckendes Wachstum gezeigt.” 

Das in luxemburgischen Fondsvehikeln verwaltete Private Debt Volumen konzentriert sich aktuell hauptsächlich auf drei Private Debt Substrategien: Direktkredite (72%), notleidende Schulden (12%) und Mezzanin Finanzierung (11%).  

Wunsch nach stärkerer Diversifizierung treibt Nachfrage 

Grund für die erhöhte Nachfrage nach Private Assets sind laut der Schroders-Umfrage vor allem die wirtschaftlichen Entwicklungen, welche die Corona-Pandemie ausgelöst haben. Dies gaben zumindest 47 Prozent der befragten Investoren an. Das ist ein nahezu doppelt so hoher Prozentsatz wie im vergangenen Jahr und impliziert, dass die Befragten ihre börsennotierten Investments reduzieren wollen, wie die nachfolgende Grafik zeigt: 

Nachhaltigkeit, Diversifikation und Vielseitigkeit 

Spannend ist auch, dass über ein Drittel (37 Prozent) der Umfrageteilnehmer angab, dass die Auswirkungen der Pandemie ESG-Kriterien größere Bedeutung verliehen hat. Dabei finden 54 Prozent ESG-Strategien die den Grundsatz, „allen Stakeholdern zu nutzen“, haben, am interessantesten. Dem pflichtet auch die KPMG/ALFI-Studie bei. Laut der Studie war ein regelrechter Aufstieg der Bedeutung von ESG-Faktoren feststellbar. Soziale und ökologische Fragen, insbesondere der Klimawandel, sind auf die Tagesordnungen von Unternehmen, Investoren und Regierungen gestiegen und erhöhen die Notwendigkeit für Marktteilnehmer, ESG-Elemente in ihr Risiko-, Leistungs- und Wirkungsmanagement zu integrieren. 

Das meistgenannte Argument für den verstärkten Investmentfokus auf Private Assets ist die Diversifizierung des Portfolios mit beachtlichen 80 Prozent. Im Vergleich zu den letzten Jahren, 78 Prozent 2020 und 73 Prozent 2019, ist hier eine deutliche Tendenz zu erkennen.  

Georg Wunderlin, Global Head of Private Assets bei Schroders Capital betont dabei vor allem die Vielseitigkeit: „Private Assets nehmen in institutionellen Portfolios immer mehr an Bedeutung zu. Dabei erkennen die Anleger offenbar zunehmend, dass Private Markets sehr vielseitig sind. Doch auch wenn institutionelle Investoren zweifellos großen Wert auf wirksame Diversifizierung legen, unterschätzen sie unserer Ansicht nach teilweise noch die Vielfalt dieser Möglichkeiten im Bereich Private Assets.” 

Dabei ist ebenfalls zu erwähnen, dass Wunderlin die Möglichkeiten als sehr weitläufig einschätzt. Er betont dabei, dass man nicht nur die Diversifizierung zwischen Private Assets und börsennotieren Vermögenswerten betrachten soll, sondern auch die Diversifizierung innerhalb der aufkommenden Anlageklasse.  

Hierbei sollte auch festgehalten werden, dass die Märkte für Private Assets sehr stark nuanciert sind. Neben den hohen Risiken, wie Illiquidität oder Komplexität, gibt es auch eine große Anzahl an Anlagelösungen, die auf die individuellen Investmentbedürfnisse angepasst werden können.  

Private Equity als Zukunftschance 

Private Equity scheint bei allen Investoren eine zukünftige Allokation darzustellen. 37 Prozent der befragten Personen wollen diesen Bestand erhöhen. Auf den weiteren Top-Plätzen liegen Eigenkapitalbeteiligungen im Infrastrukturbereich (32 Prozent) sowie Impact Investments (29 Prozent). 

Hierbei sind es vor allem die Region Nordamerika und der asiatisch-pazifische Raum, die Private Equity Investoren fokussieren.  

Von Transparenz bis Illiquidität: Die Downside der Private Assets 

Doch auch hier gibt es einige Bedenken innerhalb der Branche. mangelnder Transparenz und eines hohen Bewertungsniveaus wurden von den befragten Investoren als die größten Hindernisse für Private Assets-Investments genannt. Beachtenswert ist allerdings, dass die Illiquidität (42 Prozent) und Komplexität (35 Prozent) der Anlageklasse von den Umfrageteilnehmern nicht zu den größten Herausforderungen gezählt werden. 

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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