Deutschland verliert, Berkshire bleibt: Die Top-Aktien im 10-Jahres-Wandel

Die Aktienfavoriten professioneller Anleger haben sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Deutsche Titel verloren an Bedeutung, während US-Technologiewerte dominieren. Einzig Berkshire Hathaway blieb konstant in den Top 10. Eine Analyse von Universal Investment zeigt zudem eine zunehmende Konzentration auf wenige Großkonzerne. Research | 31.01.2025 10:55 Uhr
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  • Vor zehn Jahren waren sieben deutsche Unternehmen unter den Top 10 der Profis, aktuell sind es sieben US-amerikanische
  • Berkshire Hathaway als einziger Titel von Beginn an dabei
  • Konzentration auf Branchen und die größten Player steigt weiter

Professionelle Anleger setzen zunehmend auf US-Titel

Die Aktienfavoriten professioneller Anleger haben sich in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert. Wie Universal Investment in einer aktuellen Analyse zeigt, waren Ende 2014 noch sieben deutsche Unternehmen unter den zehn größten Positionen in Publikumsfonds auf ihrer Plattform vertreten – zehn Jahre später ist es nur noch SAP. Gleichzeitig dominieren nun US-Titel das Ranking, allen voran Technologieaktien. Die Analyse basiert auf den größten Positionen in Publikumsfonds, die über die Plattform von Universal Investment verwaltet werden, mit einem Gesamtvolumen von rund 84 Milliarden Euro, und vergleicht die Daten von Ende 2014 mit denen von Ende 2024.

Berkshire Hathaway als Konstante

Einzig Berkshire Hathaway taucht auch 10 Jahre später weiterhin in der Top-10 Liste auf, rutschte jedoch von den Spitzenplätzen in die hinteren Ränge der Top 10 ab. Der von Warren Buffett geführte Investmentgigant bleibt damit die einzige Aktie, die sich über zehn Jahre in den Top 10 der professionellen Portfolios behaupten konnte. Diese Entwicklung verdeutlicht nicht nur die wachsende Bedeutung US-amerikanischer Unternehmen, sondern auch die zunehmende Konzentration auf einige wenige Titel.

Weniger Diversifikation, mehr Konzentration

Die Analyse von Universal Investment zeigt zudem, dass sich das Kapital professioneller Anleger stärker auf die größten Unternehmen konzentriert. Während 2014 lediglich fünf Prozent der Anlagevolumina in den Top-10-Positionen gebündelt waren, sind es nun neun Prozent. Gleichzeitig ist die Branchendiversifikation rückläufig: Vor zehn Jahren dominierten deutsche Industrieunternehmen, Automobilhersteller und Versicherer, heute stehen Technologieaktien im Fokus.

Kommentar der Redaktion: Passives Investieren als Treiber

Die Verschiebung der Aktienfavoriten dürfte nicht ausschließlich auf bewusste Anlageentscheidungen zurückzuführen sein. Vielmehr spiegeln sich hier auch veränderte Gewichte in den großen Aktienbenchmarks wider, an denen sich viele professionelle Anleger zwangsläufig orientieren müssen. Der starke Anstieg von US-Technologieaktien in Indizes wie dem MSCI World oder dem S&P 500 hat dazu geführt, dass Fonds, die an diese Benchmarks gekoppelt sind oder diese zumindest stark in ihrem Fokus behalten, automatisch höhere Allokationen in diesen Titeln halten. Die zunehmende Indexorientierung professioneller Anleger verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Fazit: Strukturwandel in den Portfolios

Die Entwicklung der letzten zehn Jahre zeigt eine deutliche Verschiebung hin zu US-Technologieunternehmen und eine zunehmende Konzentration auf wenige große Titel. Ob dieser Trend sich fortsetzt oder durch Marktrotationen wieder aufbricht, bleibt abzuwarten.

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