Studie: Das sind die Top 10 Asset Management Marken 2025

Laut dem Global 100 Report 2025 von Peregrine Communications verlieren viele Asset Manager an Sichtbarkeit, bei stagnierender Markenwahrnehmung und rückläufiger Medienpräsenz. Während BlackRock weiterhin das Ranking anführt, zeigen die Daten: Nur klare, differenzierte Markenpositionierungen korrelieren mit AUM-Wachstum, insbesondere im zunehmend umkämpften Umfeld von Retailisierung und Produktvielfalt. Research | 28.10.2025 12:55 Uhr
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BlackRock erneut Spitzenreiter im Global 100 Ranking

BlackRock führt auch 2025 das globale Markenranking der 100 größten Asset Manager nach AUM an. Das geht aus dem aktuellen Global 100 Report von Peregrine Communications hervor, der jährlich die Markenstärke und Marketingeffektivität der weltweit führenden Asset Manager analysiert. Auf den weiteren Plätzen folgen Fidelity Investments, Capital Group, T. Rowe Price und Aviva Investors. In diesem Jahr wurde das Ranking erstmals durch das Analysetool Peregrine Frame ergänzt, das AI-basierte Markenwahrnehmung sowie strategische Marktpositionierung auswertet.

Brand Awareness stagniert, Wettbewerbsdruck steigt

Der Report zeigt zudem, dass 45% der analysierten Anbieter stagnierende oder rückläufige Markenbekanntheit verzeichnen. Ein Trend, der sich bereits über mehrere Jahre hinweg abzeichnet. Gleichzeitig ist die globale Share of Voice (SOV) seit 2023 um 5% gesunken. Asset Manager konkurrieren zunehmend um begrenzte mediale Aufmerksamkeit, vor allem im Hinblick auf neue Zielgruppen wie Retail- und Wealth-Investoren.

Messaging-Distinktion als Wachstumstreiber

Ein zentrales Ergebnis des Reports: Nur Asset Manager mit klar unterscheidbarer Markenbotschaft, sogenannter Category Authority, konnten überdurchschnittliches AUM-Wachstum erzielen. Die Mehrheit der Anbieter kommuniziert inhaltlich ähnlich. Über 90% setzen auf Themen wie Client-Centricity, ESG oder Research-basierte Strategien. Differenzierung bleibt damit oft aus. Die Daten zeigen jedoch: Anbieter mit hoher Messaging-Distinktion (Score 8–10) erzielten im Schnitt rund 168 Mrd. US-Dollar an Nettozuflüssen, etwa das Zehnfache gegenüber Anbietern mit geringer Ausprägung. Umgekehrt verzeichnete ein Viertel der Low-Authority-Firmen AUM-Verluste.

Private Markets unter medialem Druck

Im Segment der Private Markets zeigt sich laut Peregrine eine ausgeprägte Reputationsrisiko-Konzentration. 88% der reinen Private Markets Anbieter verzeichneten unterdurchschnittliches Mediensentiment, bei mehr als 75% sogar stark negative Werte. Besonders auffällig: Marktführer wie Blackstone oder Apollo erzielten nur 4 von 10 möglichen Punkten. Sie fungieren zunehmend als Projektionsfläche für Kritik an der gesamten Assetklasse, mit potenziellen Auswirkungen auf Regulierung und politische Wahrnehmung.

Fazit

Der Global 100 Report 2025 macht deutlich. Markenführung ist für Asset Manager längst kein operatives Marketingthema mehr, sondern ein strategischer Wachstumsfaktor, insbesondere in einem Umfeld sinkender Sichtbarkeit, wachsender Reputationsrisiken und technologischer Disruption. Wer differenziert kommuniziert, kann sich auch in einem zunehmend gesättigten Marktumfeld behaupten.

Methodik: Datenbasiertes Benchmarking führender Asset Manager

Der Global 100 Report analysiert die 100 größten unabhängigen Asset Manager weltweit auf Basis des IPE Top 500 Rankings. Bewertet wurden zehn Kategorien der integrierten Marketingkommunikation anhand von über 12.000 aktuellen sowie rund 100.000 historischen Datenpunkten. Während die Brand Diagnostic Sichtbarkeit, Medienresonanz und digitale Reife misst, bewertet Peregrine Frame die AI-basierte Markenpositionierung. Grundlage ist die Auswertung und Clusterung der drei zentralen Kommunikationsbotschaften je Anbieter, aus denen ein Category Authority Score (1–10) abgeleitet wird, als Indikator für kommunikative Differenzierung und deren Zusammenhang mit dem AUM-Wachstum.

Zur Studie.

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