DAX seit 1988: So häufig kam es zur Jahresendrallye

Die Jahresendrallye zählt zu den emotional aufgeladensten Börsenphänomenen. Doch wie oft kommt sie wirklich vor? Eine neue Auswertung von HQ Trust liefert Antworten – und rückt gängige Anlegererwartungen ins rechte Licht. Research | 29.12.2025 10:50 Uhr
Pascal Kielkopf, Kapitalmarktanalyst, HQ Trust / © e-fundresearch.com / HQ Trust
Pascal Kielkopf, Kapitalmarktanalyst, HQ Trust / © e-fundresearch.com / HQ Trust

HQ Trust analysiert fast vier Jahrzehnte DAX-Performance

In der aktuellen Ausgabe seines „Chart of the Week“ hat sich HQ Trust einem klassischen Börsenphänomen gewidmet: der sogenannten Jahresendrallye. Kapitalmarktanalyst Pascal Kielkopf untersuchte hierzu die Entwicklung des DAX in den Monaten November und Dezember – und zwar für jedes Jahr seit 1988. Die Ergebnisse stützen sich somit auf 38 Jahre deutscher Börsengeschichte.

Die Ausgangsfrage lautete: Wie oft ist der DAX am Jahresende tatsächlich gestiegen – und in welchem Ausmaß? Dabei betont HQ Trust jedoch bereits zu Beginn, dass die Analyse mit methodischen Herausforderungen verbunden ist: „Erstens existiert keine einheitliche Definition, ab welchem Zeitpunkt überhaupt von einer Jahresendrallye gesprochen werden kann. Zweitens fehlt ein klarer Maßstab, welcher Kursanstieg als ‚Rallye‘ gilt“, erklärt Kielkopf.

In knapp der Hälfte der Jahre war der Anstieg deutlich

Die Auswertung zeigt: Im Durchschnitt legte der DAX in den beiden letzten Monaten des Jahres um rund 5 % zu. In 18 von 38 Jahre