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Fluch & Segen der Medizinaltechnik-Industrie

Das Thema Rückvergütung von Behandlungskosten durch private und öffentliche Krankenkassen gibt im Gesundheitswesen immer wieder Anlass zu Diskussionen. In ihrer aktuellen Research-Analyse beleuchten die Experten der Bank Sarasin die Bedeutung dieses wichtigen Aspektes für die Medizinaltechnik-Industrie. Research | 28.11.2006 10:36 Uhr

So zeigen beispielsweise die jüngsten Preissenkungen für orthopädische Hilfsmittel in Japan, aber auch fortwährende Veränderungen in anderen wichtigen Märkten, wie stark sich politisch bedingte Änderungen in der Rückvergütungspraxis auf das Marktwachstum von Industrien auswirken können. Gleichzeitig weist die Studie aber auch darauf hin, dass der gegenwärtige wirtschaftliche Aufschwung kaum ewig andauern wird. In diesem Kontext macht die Studie deutlich, von welchen Medtech-Unternehmen konjunkturabhängiges Verhalten, vor allem auch aufgrund fehlender Rückvergütungen, erwartet werden kann. Eine positive Ausgangslage sehen die Analysten für Synthes und Nobel Biocare. Die Analysten der Bank Sarasin empfehlen diese Aktien entsprechend zum Kauf.

Gemäss der Analyse der Bank Sarasin & Cie AG zeigt die Orthopädie-Industrie den weitaus höchsten Grad an Rückvergütung, aber auch der Markt der Dentalverbrauchsmaterialen erfährt Vergütung durch die Krankenkassen. Im Gegensatz dazu weisen Hörhilfen- und Dentalimplantat-Unternehmen ein sehr tiefes Niveau an Rückvergütungen auf. Darüber hinaus bestehen aber auch grosse Länderunterschiede.


Kontinuierliche Veränderungen in der Orthopädie-Industrie

Rückvergütungssysteme und –tarife befinden sich in einem steten Wandel. Dies trifft insbesondere auf die Orthopädie-Industrie zu. Mindestens bis ins Jahr 2007 werden die Orthopädie-Unternehmen den Gegenwind der Preissenkungen in Japan noch spüren. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass die Anteile an Rückvergütungen für die Bereiche „Wirbelsäule“ und „Trauma“ in den USA, dem wichtigsten regionalen Markt, ansteigen werden. Die Studie kommt überdies zum Schluss, dass Systeme mit diagnosebezogenen Fallgruppen (Diagnostic Related Group, DRG), die den Spitälern Anreize liefern, effizient zu arbeiten, überall an Bedeutung gewinnen werden. Keine Änderung für Hörhilfen – kleiner Wandel für Dentalprodukte

Was Hörhilfen betrifft, so schätzen die Analysten die Möglichkeit einer radikalen Änderung der Rückvergütungspraktiken als gering ein. Sie gehen beispielsweise davon aus, dass sich nach den Kongresswahlen in den USA die politischen Prozesse wieder verlangsamen werden und es unwahrscheinlich ist, dass der Gesetzesentwurf zur fixen Vergütung für Hörhilfen angenommen wird. Für den deutschen, französischen und japanischen Markt können keine Anzeichen dafür ausgemacht werden, dass das heutige System der Deckung (Japan und UK) beziehungsweise der Teildeckung (Frankreich und Deutschland) geändert wird.

Auch für die Dentalindustrie ist es wenig vorstellbar, dass Länder, in welchen Zahnimplantate nicht gedeckt sind, in Zeiten des Kostendrucks im Gesundheitswesen eine Veränderung betreffend Rückvergütungen vornehmen werden. Vielmehr ist es möglich, dass beispielsweise Deutschland die festen Vergütungen im Zuge der nächsten Welle der Gesundheitsreform aufheben wird. In der Dentalverbrauchsmaterialen-Industrie, in der eine zumindest teilweise Deckung durch die Krankenkasse besteht, zeigt der Trend ebenfalls in Richtung einer geringeren Deckung.

Synthes und Nobel Biocare zum Kauf empfohlen

Selbstredend ist für eine Unternehmensbeurteilung nicht nur das Rückvergütungssystem ausschlaggebend. Die Bank Sarasin empfiehlt die Aktie von Synthes zum Kauf (Kursziel CHF 164), weil das Unternehmen gut gerüstet ist, stärker als der Markt zu wachsen. Zudem verfügt dieses Unternehmen über genügend Möglichkeiten, um ihre Gewinnmargen weiter optimieren zu können. Im Umfeld des zurzeit aufwärts tendierenden Aktienmarkts kann die Aktie als defensiver Titel eingestuft werden, gerade auch weil die Produkte durch die Krankenkasse gedeckt sind. Ebenfalls wird die Aktie von Nobel Biocare zum Kauf empfohlen. Das Kursziel liegt dabei bei CHF 388. Allerdings ist die Firma marktführendes Unternehmen einer Industrie, welche auf Konjunkturveränderungen reagieren könnte, da deren Produkte nicht rückvergütet werden. Dank einer grossen und leistungsfähigen Sales Force und ihrer globalen Positionierung sehen die Analysten der Bank Sarasin jedoch die Voraussetzungen als gegeben, dass das Unternehmen ihre aussergewöhnliche Wachstumsgeschichte fortsetzen kann. Die Aktien der Schweizer Medtech-Unternehmen Straumann, Medisize und Phonak werden – teilweise auch aufgrund ihres konjunkturabhängigen Verhaltens – von der Bank Sarasin mit Neutral bewertet.

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