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Nachhaltige Investments als Triebfeder

Nachhaltigkeitskriterien nehmen immer mehr Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg. Gerade große Unternehmen spüren den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Themen und ökonomischem Erfolg. Über die gesammelten Studienergebnisse 2006 der Bank Sarasin lesen Sie hier. Research | 18.12.2006 10:30 Uhr

In Zeiten knapper Ressourcen wird auch Anlegern und Investoren bewusst, dass zukunftsfähiges Wirtschaften dringend erforderlich ist, um ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gleichgewicht zu erhalten. Das Interesse an Nachhaltigkeitsthemen und Investitionen in nachhaltige Kapitalanlagen nimmt daher kontinuierlich zu. Ein Beispiel: Seit dem Jahr 2002 konnten nachhaltige Geldanlagen über 120 Prozent Zuwachs erzielen.

Nachhaltiges Wirtschaften führt zu positiver gesellschaftlicher Entwicklung

Eine transparente Unternehmenspolitik ist für den Erfolg nachhaltiger Geldanlagen entscheidend. So muss zu erkennen sein, ob und inwiefern soziale und ökologische Kriterien das Wirtschaften beeinflussen. Das Team des Nachhaltigkeits-Research der Bank Sarasin & Cie AG analysiert und bewertet seit Jahren die Nachhaltigkeit von Unternehmen, Branchen und Länder. Bewertungsschemata zeigen die Positionierung der Unternehmen aus wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Sicht.

2006 veröffentlichte die Bank Sarasin Studien zur Nachhaltigkeit der Bekleidungs-, Textil- und Luxusgüterindustrie, zu Handelsunternehmen, Biokraftstoffen, Großbanken sowie Marktdaten zur Photovoltaik und Solarthermie. Hinzu kommt ein Hintergrundpapier zur Methodik des Sarasin-Branchenratings. Die Studienergebnisse zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung und guten Renditeaussichten führt, aber auch dass in einigen Branchen noch Nachholbedarf besteht.

Studie 1: Die Nachhaltigkeit der Bekleidungs-, Textil- und Luxusgüterindustrie

Wohl kaum eine Branche war in den vergangenen Jahren so stark von der Globalisierung betroffen wie die Textilindustrie. Adidas hat inzwischen den gesamten Herstellungsprozess an über 800 Zulieferer in Niedriglohnländer ausgelagert. Die Bank Sarasin & Cie AG analysiert in ihrer Studie „Just do it – aber verantwortungsbewusst“ 18 Unternehmen aus der Bekleidungs-, Textil- und Luxusgüterindustrie auf die Einhaltung ethischer und ökologischer Kriterien. Ein Ergebnis ist, dass mittlerweile alle führenden Unternehmen über umfassende ethische Anforderungen an Lieferanten verfügen. Allerdings fällt es Unternehmen schwer, diese Standards auch über die gesamte Zuliefererkette hinweg durchzusetzen.

Als besonders problematisch wertet die Bank die Aktivitäten in China. „In China fehlen unabhängige Gewerkschaften und ein wirksames Streikrecht, um wirklich dauerhaft für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen“, erklärt Makiko Ashida, Nachhaltigkeitsanalystin bei der Bank Sarasin und Autorin der Studie. Die meisten großen Sportartikelhersteller gehen aber verantwortungsbewusst mit Sozial- und Umweltrisiken um. Verbesserungsbedarf haben dagegen vor allem die großen Luxusmarken.

Studie 2: Handelsunternehmen - Nachhaltigkeit statt Preiskampf

Große Handelskonzerne richten ihre Strategie vor allem nach der Preiskonkurrenz. Es zeigt sich jedoch immer deutlicher, dass auch im von Preispolitik getriebenen Handelssektor umwelt- und sozialfreundliche Strategien Potenzial haben. Die im Juni veröffentlichte Studie der Bank Sarasin & Cie AG „Den Hebel Richtung Nachhaltigkeit ansetzen – Ökologische und soziale Herausforderungen des Handelssektors“ untersucht, ob und inwieweit die weltweit größten Handelsunternehmen nachhaltig wirtschaften.

Positiv fällt auf, dass Unternehmen wie Body Shop, die Nischenmärkte mit ökologischen Produkten bedienen, durch ihre qualitätsorientierte Strategie für Investoren interessanter werden. Im letzten Konjunkturzyklus zeigten die Unternehmen, die aus Nachhaltigkeitssicht am besten bewertet wurden, eine überdurchschnittliche Performance.

Studie 3: Biokraftstoffe - Erdölfreie Alternativen

In der Studie „Biokraftstoffe – Erdölfreie Fahrt in die Zukunft“ analysiert die Bank Sarasin & Cie AG die Zukunftsfähigkeit der biologischen Alternativen zu Diesel und Benzin. Aufgrund der breiteren Rohstoffbasis, der höheren Hektarausbeute sowie der besseren Kohlenstoffdioxidbilanz schneidet Bioethanol dabei aus nachhaltiger Sicht besser ab als Biodiesel. Neben den positiven Auswirkungen, wie der Verbesserung der Treibstoffqualität, der Reduktion von Energieabhängigkeiten oder der geringeren Luftverschmutzung, werden auch Risiken analysiert, die Mensch und Umwelt belasten können.

Mit der Produktion von Biokraftstoffen aus Pflanzen geht eine teilweise erhebliche Umweltbelastung durch den Rohstoffanbau einher. Hinzu kommen in Entwicklungs- und Schwellenländern auch kritische Arbeitsbedingungen. Für eine dauerhaft positive Entwicklung wird daher langfristig entscheidend sein, ob die Produzenten von Biokraftstoffen Nachhaltigkeitskriterien für die Beschaffung und Herstellung berücksichtigen.

Studie 4: Großbanken auf dem Prüfstand

Immer mehr Häuser der größten Branche am Aktienmarkt positionieren sich als sozial und ökologisch nachhaltig. Die Studie „Ist ihre Bankverbindung nachhaltig – Eine Analyse von Umwelt- und Sozialaspekten bei Großbanken“ zeigt auf, dass von 14 Großbanken weltweit aber lediglich vier überdurchschnittliche Werte erzielen.

Die britische HBOS führt das Ranking an – die Deutsche Bank findet sich nur im unteren Drittel. Viele Banken gehen gezielt mit Konzepten zur Steigerung der Nachhaltigkeit an die Öffentlichkeit. Allerdings, so scheint es, handelt es sich hier oftmals lediglich um Zukunftsmusik. Die Diskrepanz zwischen reinen Lippenbekenntnissen und einer nachhaltigen Unternehmensführung ist trotz deutlicher Fortschritte bei den meisten Banken weiterhin vorhanden.

Studie 5: Photovoltaik und Solarthermie setzen sich weiter durch

Die Bank Sarasin & Cie AG geht in ihrer Studie „Solarenergie 2006 – Licht und Schattenseiten einer boomenden Industrie“ von einem weiteren Wachstum der Photovoltaik aus. Die hohen Öl- und Gaspreise rücken darüber hinaus die Solarthermie als Alternative immer stärker in den Mittelpunkt. Der Erfolg von Unternehmen, die von der erneuerbaren Energie profitieren wollen, hängt nach Schätzungen der Bank Sarasin davon ab, wie sie Herausforderungen wie Rohstoffknappheit, bürokratische Hürden bei Förderprogrammen und zunehmende Konkurrenz meistern.

Dr. Matthias Fawer-Wasser, Nachhaltigkeitsanalyst bei der Bank Sarasin und Autor der Studie, fasst die Ergebnisse zusammen. „Wir rechnen damit, dass bis 2010 die neu installierte Photovoltaikleistung durchschnittlich um 26 Prozent sowie die neu installierten Solarkollektoren zwischen 25 und 30 Prozent im Jahr wachsen werden.“

Hintergrundpapier: Das Sarasin-Branchenrating – Methodik und Ergebnisse der Bewertung der Nachhaltigkeit von Branchen

Umwelt- und Sozialrisiken beeinflussen langfristig die geschäftliche Entwicklung und damit auch die Entwicklung der Aktienkurse. Nachhaltige Unternehmen können diese Risiken reduzieren bzw. entsprechende Chancen nutzen und damit ihren Aktienkurs positiv beeinflussen. In Bezug auf die Aktienperformance bedeutet das, dass die überdurchschnittlich nachhaltigen Unternehmen besonders in diesen kritischen Branchen langfristig ein vorteilhaftes Risiko-Rendite-Verhältnis erwarten lassen.

Zu den Branchen mit unterdurchschnittlichem Nachhaltigkeitsrating gehören beispielsweise die Grundstoffindustrien und Branchen mit großen Umweltbelastungen beim Produktgebrauch. Branchen mit überdurchschnittlichem Nachhaltigkeitsrating sind unter anderem Dienstleistungssektoren mit relativ geringen Umwelt- und Sozialbelastungen und Branchen mit direktem Umwelt- und Sozialnutzen wie erneuerbare Energien oder Wasserversorger.

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