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Information als Performance-Killer

Eine aktuelle Studie der Universität Innsbruck kommt zu einem überraschenden Ergebnis. So sind uninformierte Anleger an den Aktienmärkten oftmals erfolgreicher unterwegs, als ihre mittelmäßig informierten Kollegen. Erst ein signifikanter Informationsvorsprung ermöglicht einen erfreulichen Performance-Sprung. Research | 30.05.2007 06:26 Uhr

25 Experimente mit insgesamt rund 500 Studenten

Für die Laborexperimente der Universität wurden aus einer Datenbank nach dem Zufallsprinzip Studenten ausgewählt und in fünf Informationsklassen eingeteilt. Die Aufgabe der Studenten war das möglichst erfolgreiche Handeln mit Aktien - jeweils ihrem Informationsstand folgend. Ihr Informationsniveau reichte dabei von Insiderwissen (genaues Wissen um den inneren Wert des Wertpapiers), bis hin zu einer gänzlich uninformierten Ausgangssituation. Die Insider erhielten ihre Informationen zuerst, die Vertreter der anderen Informationsklassen in wachsendem zeitlichem Abstand. Ergänzt wurde das Experiment in der Hälfte der Märkte auch durch computergesteuerte, selbständige Handelssysteme, die frei nach dem Zufallsprinzip Entscheidungen vornahmen, erklären die Studienautoren Michael Kirchler und Jürgen Huber von der Universität Innsbruck die Rahmenbedingungen.

Gänzlich Uninformierte deutlich besser als mittelmäßig Informierte

Während die Insider, bzw. die am besten informierten Händler - wie allgemein erwartet - die höchste Rendite erzielten und alle anderen Teilnehmer deutlich abhängen konnten, erreichten die vom Computer simulierten Zufallshändler die durchschnittliche Marktrendite. Mit der Erhebung, dass die gänzlich Uninformierten deutlich besser abschnitten als die schlecht und mittelmäßig informierten Händler, überraschen die Studienleiter jedoch erheblich. Deren Misserfolg wird dadurch erklärt, dass die mittelmäßig Informierten meistens zu spät kommen. "Insider kaufen billig ein und verkaufen teurer weiter, mittelmäßig und schlecht Informierte kaufen hoch und verkaufen billiger. Uninformierte haben den großen Vorteil, dass sie nicht durch alte und bereits eingepreiste Informationen systematisch fehlgeleitet werden können." 

Auswirkung auf aktives Management

Auswirkungen dieses Phänomens glauben  die Wissenschaftler im Bereich der Investmentfonds beobachten zu können. Da der Großteil der aktiv gemanagten Fonds schlechter als der breite Markt performt (siehe auch e-fundresearch Artikel vom 20.4.2007: "Outperformance im Sinkflug" ), sei anzunehmen, dass die Fondsmanager und Analysten zwar große Mengen an Informationen sichten, jedoch dennoch nicht über Insiderinformationen verfügen und so von den beschriebenen Zusammenhängen fehlgeleitet werden, so die Autoren.

Diese glauben weiter, dass das beeindruckende Wachstum von Indexfonds seit deren Markteinführung als rationale Reaktion auf die Wahrnehmung der Marktteilnehmer interpretiert werden kann, dass man den Markt nicht durch informationsabhängige Handelsaktivitäten outperformen kann.


Weitere Details sowie Publikationen zu diesem Thema, finden Sie bitte auf den Mitarbeiter-Seiten der Universität Innsbruck

DDr. Jürgen Huber

Dr. Michael Kirchler

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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