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Fondsnavigator per Ultimo Dezember 01

Das Haushaltsdefizit der USA ist diesen Monat deutlicher höher ausgefallen als im Vormonat. Das Defizit beträgt 54,3 Mrd. Dollar, wobei die Ausgaben stärker gestiegen sind als die Einnahmen. Das nach den Terroranschlägen groß angekündigte Maßnahmenpaket um die US-Wirtschaft zu beleben, ist vorerst am Kongress gescheitert. Erst im März 2002 wird es wahrscheinlich zu einem positiven Beschluß kommen und die schwächelnde Konjunktur wird eine kräftige Finanzspritze bekommen. Economics |

Den aktuellen Fondsnavigator der Security KAG finden Sie in der als Download beigefügten PDF Datei.

US-Anleihen

Das Haushaltsdefizit der USA ist diesen Monat deutlicher höher ausgefallen als im Vormonat. Das Defizit beträgt 54,3 Mrd. Dollar, wobei die Ausgaben stärker gestiegen sind als die Einnahmen. Das nach den Terroranschlägen groß angekündigte Maßnahmenpaket um die US-Wirtschaft zu beleben, ist vorerst am Kongress gescheitert. Erst im März 2002 wird es wahrscheinlich zu einem positiven Beschluß kommen und die schwächelnde Konjunktur wird eine kräftige Finanzspritze bekommen.

Der endgültige Wert für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal wurde mit -1,3% angegeben (im Vergleich zum Vorquartal). Auch das erste Quartal 2002 wird schwach bleiben, bevor die Konjunktur Mitte des Jahres anziehen wird. Obwohl die Arbeitslosenquote sehr hoch ist, sie liegt bei 5,7%, sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weiter rückläufig. Nachdem sie im Durchschnitt über 400.000 lagen, haben sie sich in den letzten Wochen auf ungefähr 380.000 stabilisiert. Der Druck am Arbeitsmarkt löst sich langsam auf, wobei die Arbeitslosenquote vorerst ihr Hoch erreicht hat.

Im Vormonat konnte der Einzelhandel, bedingt durch die Einmaleffekte bei den Autoverkäufen, stark zulegen. Auch im Dezember verbesserte sich der Handel aufgrund des guten Weihnachtsgeschäfts. Die ameri-kanischen Konsumenten sind nach wie vor in Kauflaune und schränken ihren Konsum nicht ein.

Die US-Notenbank FED hat diesen Monat die Zinsen wieder gesenkt, nun bereits zum elften Mal in diesem Jahr. Der Leitzinssatz der Federal Reserve Notenbank befindet sich aktuell bei 1,75%, und weitere Zinssenkungen sind nicht auszuschließen. Der Schlüsselzins der USA befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit 40 Jahren. Zur Begründung verwies die FED auf bestehende Risiken, die eine weitere wirtschaftliche Abschwächung signalisieren. Ganz so schlimm wird es aber sicherlich nicht kommen, da die Zinsfutures für die nächsten 12 Monate wieder stark anziehen, und somit eine Zinserhöhung gegen Ende des Jahres, nachdem die Wirtschaft angezogen hat, zu erwarten ist.

 

Einschätzung US-Bonds

Auch in diesem Monat war mit amerikanischen Anleihen nicht viel zu holen. Nach einem kurzen Anstieg auf fast 109 Punkte kam es zu einer starken Korrektur, welche die Anleihenkurse bis auf unter 104 Indexpunkten führte. Inzwischen haben sich die Anleihenkurse wieder stabilisiert, und die Renditen für den 10-jährigen Bereich notieren um 5,15% sowie die 30-jährigen Langläufer um die 5,55%. Dieses Niveau halten wir in der nächsten Zeit für angemessen.

 

EU-Anleihen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich diesen Monat nicht entschlossen mit der amerikanischen Notenbank die Zinsen zu senken, sondern ließ den Zinssatz unverändert bei 3,25%. Dieses Zinsniveau scheint angemessen, da die Inflation (Verbraucherpreise) noch immer über der angestrebten 2% Marke liegen, und das Geldmengenwachstum M3 im Vergleich zum Vormonat um 8% gestiegen ist. Gerade die starke Ausweitung der Geldmenge bereitet der EZB Kopfzerbrechen, ist aber voraussichtlich nur durch die Einführung des Euro (Austausch der Landeswährungen) begründet.

In den nächsten Monaten wird sich, nach erfolgreichem Umtausch der Heimatwährungen gegen den Euro, das Geldmengenwachstum wieder normalisieren. Wichtig für den Euro ist nicht nur das physische Vorhandensein der Währung, sondern auch die Meinung der Marktteilnehmer, dass die Währung gegenüber dem Dollar unterbewertet ist. Laut einer EZB Studie sind die Produktivitätsunterschiede zwischen Euroland und dem Ausland der entscheidende Einflussfaktor für die Entwicklung des realen Euro-Außenwertes. Die reale Zinsen sind im Euroland höher als  z.B. in den USA, und das dürfte den Investoren in nächster Zeit vermehrt zu Bewusstsein kommen. Daher ist ein Kapitalabfluss aus dem Dollar in den Euro in den nächsten Monaten zu erwarten, was die Aktien- bzw. Anleihenkurse beflügeln wird.

Die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihen konnten sich gegen Ende des Monats wieder auf über 5% erholen, nachdem sie zwischenzeitlich unter 4,5% gefallen waren.  Das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone bleibt, nach Einschätzung der EZB, bis einschließlich Anfang 2002 schwach. Wie aus einem Zwischenbericht des internationalen Währungsfonds (IWF) hervorgeht, hat der IWF seine Wachstumsprognosen für Euroland reduziert, rechnet nur mehr mit 0,5% in diesem Jahr und mit 0,7% im nächsten Jahr. EZB-Präsident Wim Duisenberg hatte in seiner Ansprache die Hoffnungen auf eine baldige Leitzinssenkung in der Euro-Zone gedämpft und eine langsame wirtschaftliche Erholung für das kommende Jahr vorausgesagt. Das Niveau der Leitzinsen für die Euro-Zone sei angemessen, da die Inflationsrate noch nicht nachhaltig unter der Zielvorgabe von 2% liege. Von einer Rezession in der Euro-Zone kann dem Chef der EZB zufolge nicht die Rede sein.

 

Einschätzung EU-Bonds

Die europäischen Anleihenmärkte wurden genauso stark getroffen wie die amerikanischen Anleihen. Bereits im November kam es zu einem starken Rückgang, der die Anleihenkurse bis auf unter 109,5 Punkten führte, und im Dezember wurden noch einmal die Kurse nach unten gedrückt. Ende des Monats notierte der Euro Bund Future im 10-jährigen Bereich unter 107 Indexpunkten was einer Rendite von knapp 5% entsprach. Dieses Niveau dürfte auch in nächster Zeit halten und wir erwarten für das nächste Monat eine Stabilisierung der Kurse.

 

 

USA

Die amerikanischen Aktienmärkte konnten sich diesen Monat relativ gut entwickeln und verzeichneten durchwegs Kursgewinne. Sowohl der marktbreite S&P500 Index als auch der Dow Jones Industrial Aktienindex setzten ihren Anstieg weiter fort. Unterstützend waren die besser als erwartet ausgefallenen Marktdaten, die eine Erholung der Konjunktur erwarten lassen. Dass die USA in einer Rezession steckt, ist eigentlich schon abgehakt und der Wirtschaftsaufschwung lässt nicht lange auf sich warten.

Die Frage ist nur wie stark und wie lange er ausfallen wird. Überraschend gut waren die Umfrageergebnisse bezüglich des Verbrauchervertrauens der amerikanischen Konsumenten. Nachdem die Werte monatelang gefallen waren, konnten sie sich jetzt nachhaltig verbessern. Der Index des Conference Board erreichte mit 93,7 Punkten ein Dreimonatshoch. Zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaft ist vom Konsum abhängig und es scheint, dass die Verbraucher wieder mehr Vertrauen in die Zukunft haben. Belastend wirken nach wie vor die hohen Lagerbestände und die geringe Produktionsauslastung. Die US-Produzenten erwarten mehrheitlich eine Geschäftserholung im zweiten Halbjahr 2002. Der zu den Frühindikatoren zählende Einkaufsmanagerindex NAPM konnte zwar leicht zulegen, befindet sich aber noch immer bei 48,2 Punkten. Unter 50 Indexpunkten bedeutet ein Schrumpfen des produzierenden Gewerbes.

 

Euroland

Am europäischen Aktienmarkt entwickelten sich die Indizes unterschiedlich. Der deutsche Aktienindex DAX konnte im Dezember mehr als 3% an Wert gewinnen, aber der Technologie-Index NEMAX50 musste im gleichen Zeitraum einen Verlust von über 7% hinnehmen. Im allgemeinen gesagt war das Jahr 2001 wie schon das Jahr 2000 kein gutes Jahr für Technologieaktien. Allein im heurigen Jahr verlor der Index mehr als 50% an Wert und scheint nun endlich seinen Boden erreicht zu haben. Auch die Daten für Euroland waren etwas besser und der zu den Frühindikatoren zählende IFO-Geschäftsklima-index war mit 84,9 Punkten leicht positiv. Trotzdem ist das Wirtschaftswachstum in der Eurozone schwach und wird sich erst im Fahrwasser der amerikanischen Wirtschaft bessern.

 

USD/Euro

Der Euro schwankte diesen Monat zwischen 0,8750 und 0,9050 Euro je Dollar und konnte sich auf diesem Niveau stabilisieren. Ein wichtiger Faktor ist die physische Einführung der Währung per 1. Jänner 2002. Wenn der Euro als „offizielles“ Zahlungsmittel verwendet wird, kann sich das Vertrauen in die Währung stärken und das dem Euro Auftrieb geben. Positiv für den Euro ist die Stärke der europäischen Wirtschaft, die im Gegensatz zur amerikanischen Wirtschaft nicht in eine Rezession abgleiten wird.

 

Japan

Japan befindet sich nach wie vor in einer schwierigen Situation mit rückläufigem Bruttoinlandsprodukt, Deflation, hoher Arbeitslosigkeit und einem katastrophalen Bankensystem. Wie schlecht es der japanischen Wirtschaft geht, kann man am Nikkei Aktienindex ablesen. Der wichtigste japanische Aktienindex notiert so tief wie vor 16 Jahren und eine Erholung ist nicht in Sicht. Kurz vor dem Jahresultimo hat die Bank von Japan ihre Geldpolitik weiter gelockert. Mit einer Reihe von Maßnahmen soll dem Finanzsystem mehr Liquidität zugeführt werden.

 

Yen/Euro

Die Bankensanierung geht schleppender voran als von vielen Marktteilnehmern erhofft. Firmen, die bislang durch Kredite immer wieder aufgefangen wurden, werden durch die harten Reformen im Finanzsektor in den Konkurs getrieben. Durch den Zusammenbruch der Firmen gehen noch mehr Arbeitsplätze verloren. Die Arbeitslosenquote hat mit 5,5% den höchsten Stand seit einem halben Jahrhundert erreicht. Erst für Anfang 2003 wird ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum erwartet, und das drückt auf den Yen. Der Yen fiel diesen Monat auf ein Dreijahrestief gegenüber dem Euro, und die Devisenhändler erwarten eine Fortsetzung dieses Trends.

 

Rohöl

Nach langem Verhandeln mit den Nicht-OPEC-Ländern konnte man sich auf eine Reduktion der Förderquoten einigen. Die Organisation exportierender Länder (OPEC) erklärte sich bereit, die Fördermenge um 1,5 Mio. Barrel pro Tag zu kürzen, und im Gegensatz dazu reduzieren die Nicht-OPEC-Länder, wie Russland, Norwegen und Mexiko, ihre Produktion um 500.00 Barrel. Der Rohölpreis konnte sich daraufhin um 21 USD je Barrel stabilisieren.

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