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Schroders wöchentlicher Marktkommentar vom 29.4.2002

Starkes BIP-Wachstum im 1. Quartal in den USA, schwaches BIP-Wachstum in Großbritannien Economics |
Konjunkturüberblick

  • Das US-amerikanische BIP-Wachstum überraschte mit 5,8% (auf Jahresbasis) im ersten Quartal positiv dank des erwarteten Anstiegs der privaten Investitionen in den Wiederaufbau der Lagerbestände. Der Verbrauch blieb stabil und stieg nach einem sehr guten vierten Quartal um 3,5%, während sich die Staatsausgaben aufgrund eines enormen Anstiegs der Verteidigungsausgaben um 7,9% erhöhten. Anderen Daten zufolge stieg der US-Arbeitskostenindex im ersten Quartal um 0,8% auf Quartalsbasis und blieb damit hinter den Erwartungen zurück, nachdem er im vierten Quartal vergangenen Jahres um 1,0% gestiegen war. Der Druck auf Löhne und Gehälter wird in absehbarer Zukunft aufgrund der anhaltenden Schwäche auf dem Arbeitsmarkt voraussichtlich gering bleiben.

  • Die wichtigste Nachricht aus der Eurozone war in dieser Woche ein überraschender Rückgang des Ifo-Geschäftsklima-Index. Dieser zuverlässige wichtige Indikator für die Konjunkturentwicklung in Deutschland (und in der Eurozone) war in den vergangenen Monaten stark gestiegen und gab Anlaß zu Optimismus bezüglich einer starken Erholung in Europa. Sowohl die Komponente der aktuellen Geschäftslage als auch die der Erwartungen gingen zurück und bestärkten in der Vermutung, daß die Erholung nicht so robust ausfallen wird, wie zunächst angenommen. In Frankreich ist der INSEE-Industrievertrauensindex im April weiter gestiegen. Er verzeichnete bei Weitem keinen so starken Anstieg wie der deutsche Ifo-Index und läßt eine wesentlich stetigere Erholung in Frankreich erwarten. Anderen Daten zufolge ist die Inflation in Deutschland dank eines starken Rückgangs der Lebensmittelpreise im April auf 1,6% auf Jahresbasis zurückgegangen. Das ist eine gute Nachricht für die EZB (die am Donnerstag zu einer Sitzung zusammentritt), da die Inflation in der Eurozone weiterhin über ihren Prognosen liegt.

  • In Großbritannien waren die vorläufigen Schätzungen für das BIP im ersten Quartal mit 0,1% auf Quartalsbasis eine negative Überraschung. Eine leichte Revision nach oben ist jedoch durchaus möglich. Für die Zukunft zeichnet sich ein positiveres zweites Quartal ab, in dem vor allem das verarbeitende Gewerbe wieder zulegen dürfte. Die Umfrage des britischen Industrieverbandes CBI läßt darauf schließen, daß im verarbeitenden Gewerbe eine starke Erholung unmittelbar bevorsteht, und bekräftigt die Aussage aus dem Bericht der britischen Handelskammer (BCC), daß mit einem stärkeren zweiten Quartal zu rechnen ist. Für den geldpolitischen Ausschuß war es eine bewegte Woche, in der „Erztaube" Sushil Wadhwani seinen Rücktritt für Mai bekannt gab und „Erzfalke" und Vize-Präsident der Bank of England Mervyn King eine relativ gemäßigte Rede hielt. Die Tatsache, daß er von seiner harten Linie abweicht, dürfte Spekulationen aufkommen lassen, daß er mit dem Posten des Präsidenten liebäugelt.
    • Die Handelsbilanzdaten von dieser Woche haben bestätigt, daß die inländische Konjunktur in Japan schwach bleibt und eine Erholung nur durch eine Zunahme der Exporte ausgelöst werden kann. Durch den Anstieg der Exporte um 2,4% auf Monatsbasis und den Rückgang der Importe um 8% stieg Japans Handelsbilanzüberschuß im März stärker als erwartet. Gleichzeitig waren auf dem Arbeitsmarkt Anzeichen eines Aufschwungs zu erkennen (die Arbeitslosenrate fiel im März auf 5,2%), und die Indikatoren lassen auf eine einsetzende Verbesserung der Stimmung schließen. Das japanische Verbrauchervertrauen erholte sich nach einer dreijährigen Flaute angesichts der verbesserten Aussichten auf eine Arbeitsstelle im ersten Quartal wieder.

    Marktüberblick

    • In dieser Woche hat sich erneut gezeigt, daß die Marktentwicklung in Ost und West unterschiedlich ist. Die entwickelten westlichen Märkte verzeichneten Rückgänge, während die wachstumssensitiven östlichen Märkte überdurchschnittliche Ergebnisse vorweisen konnten. Japan verzeichnete moderate Gewinne und der Pazifikraum ohne Japan erhielt durch die starke Entwicklung in Hongkong Auftrieb.

    • Die Renditen an den westlichen Börsen waren auf Branchenebene bescheiden, da die Aktienkurse nachgaben. Telekommunikationswerte (sowie Kommunikationsausrüstung für die Informationstechnologie) fielen stark, während defensivere Sektoren wie Versorger und Massenkonsumgüter bevorzugt wurden. Im bisherigen Jahresverlauf waren Massenkonsumgüter der Sektor, der sich weltweit am besten entwickelt hat, während Rohstoffe und Energie – die Sektoren mit der besten Entwicklung im ersten Quartal – weiter nachgaben.
    • Die Aktienmärkte zeigten eine recht negative Entwicklung. Renditen ließen sich hauptsächlich durch Vermeidung der Verlierer statt durch Auswahl der Gewinner erzielen.

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