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Wieder eine Zinssenkung im Euroraum

"Eigentlich geht es, wenn man die öffentliche Diskussion verfolgt, nur noch um das „Wann“, nicht mehr um das „Ob“", analysiert im folgenden Gastkommentar Dr. Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater der direktanlage.at: Economics | 05.07.2012 14:28 Uhr
  • Fünf Gründe, weshalb ich eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank für falsch halte.
  • Der wichtigste: Wer den Euro sanieren will, braucht Vertrauen. Das schafft man nicht durch noch niedrigere Zinsen.
  • Eine Zinssenkung hilft weder der Konjunktur, noch den Banken, noch der Staatsfinanzierung in Italien und Spanien.
  • führt zu Blasen an den Kapitalmärkten. Siehe jetzt in Deutschland und der Schweiz bei Immobilien. Das legt den Grundstein für neue Krisen;
  • ermutigt die Risikoneigung der Anleger. Diese tätigen Investitionen, die sie unter normalen Umständen nicht gemacht hätten. Das erhöht die Volatilität;
  • verfälscht die Allokation des Kapitals, weil die Zinsen nicht mehr die Knappheiten am Markt signalisieren. Das schwächt langfristig das Wachstum;
  • bläht die Staatsschulden weiter auf. Einige Finanzminister müssen heute kaum mehr etwas für die Geldaufnahme bezahlen.
Die amerikanische Zentralbank ist mit ihrer Politik zuletzt schon etwas vorsichtiger geworden. Sie entschied sich gegen ein großes neues Programm zum Kauf von Staatsanleihen am Kapitalmarkt. Sie verlängerte lediglich die „Operation Twist“, bei dem keine neuen Papiere gekauft, sondern nur kürzere Laufzeiten in längere getauscht werden.

Statt die Zinsen zu senken, sollte die EZB etwas anderes machen. Sie sollte den Menschen erklären, wohin es mit dem Euro geht und wie man das erreichen kann. Sie sollte einen Kompass liefern, wie man aus dem Labyrinth des Euro herauskommt. Vertrauen bei Investoren gewinnt man nur, wenn man ihnen glaubwürdig sagt, wo der Euro in zehn Jahren steht und wie man dahin kommen will. Das tut die Politik nicht. Da sind die beiden deutschen Vertreter im EZB Governing Council, Jörg Asmussen und Jens Weidmann, zuletzt eingesprungen. Weidmann hat die grundsätzlichen Bedingungen für einen erfolgreichen Euro aufgezeigt. Asmussen hat die Schritte erklärt, wie man dahin kommt (Bankenunion – Fiskalunion – politische Union). Das sind Schritte, wie man Vertrauen erreicht.

Für den Anleger: Auch wenn ich die Zinssenkung für falsch halte – sie wird kommen. Erwarten Sie sich davon aber nicht zu viel. Sie ist nicht mehr als ein Plazebo. Wenn die Märkte derzeit eine positive Grundstimmung haben, dann liegt das nicht an der Geldpolitik, auch nicht an den Beschlüssen von Brüssel, sondern daran, dass die Anleger viel Geld haben und unter Anlagedruck stehen.

Dr. Martin HüfnerVolkswirtschaftlicher Beraterdirektanlage.at


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