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Transparentere Regeln für Finanzprodukte

Die auf EU-Ebene geplanten Regulierungen für Finanzprodukte sollen auch Anlegern in Österreich nützlich sein. So wird es etwa ab 2015 möglich sein, kritische Finanzprodukte auch auf nationaler Ebene zu verbieten. Economics | 12.09.2012 13:47 Uhr
Für den Vorsitzenden des Vorstandes des Österreichischen Verbandes Financial Planners, Professor Otto Lucius, ist das allein aber nicht ausreichend. Er sieht auch die Kunden und Berater gefordert.

Professor Otto Lucius
Professor Otto Lucius
Transparent, einfach und verständlich. So sollen die neuen, EU-weit gültigen Regelungen für den Wertpapiermarkt aussehen, mit denen sich derzeit in Österreich auch die FMA eingehend beschäftigt. Natürlich bringen neue Regulierungen immer eine Fülle von Änderungen mit sich. Für FMA-Vorstand Helmut Ettl und Otto Lucius vom Verband Financial Planners steht vor allem der Konsument, sprich der Investor, im Mittelpunkt des Geschehens, wie sie gemeinsam anlässlich einer Pressekonferenz zum Thema „Konsumentenschutz und Anlegervertrauen“ erklärten. „Wichtig ist, was die neuen Regulierungen dem Verbraucher bringen, denn er soll in erster Linie davon profitieren“, so Lucius und Ettl unisono. Konkret geht es darum, vor allem im Produktvertrieb kundenfreundlichere Verhältnisse zu schaffen.

FMA-Vorstand Helmut Ettl
FMA-Vorstand Helmut Ettl
Unter anderem soll in den neuen Richtlinien eine strengere Informationspflicht für einen Großteil der Finanzprodukte - wie beispielsweise Zertifikate oder auch Lebensversicherungen - enthalten sein. „Jene Produkte, die etwa als strukturierte Produkte gelten, sollen künftig EU-weit einheitlich reguliert werden“, so Ettl. Vorgesehen ist eine genaue Information beim Verkauf eines solchen Produkts mittels eines „Beipackzettels“, dem so genannten KIID, (Key Investor Information Document), der zusätzlich zu den Prospekten über die wesentlichen Risiken, Gebühren und Ertragsprofile Auskunft geben muss. Verpflichtend ist dies in Österreich schon bisher bei Fonds. Des Weiteren soll es bald möglich sein, den Vertrieb einzelner Finanzprodukte auch auf nationaler Ebene zu untersagen. Diese Regelung könnte ab 2015 in Österreich gelten.

Regeln allein helfen nicht – der Kunde ist selbst gefordert

Für Otto Lucius sind klarere Regulierungen allein aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Er sieht auch die Anleger selbst in der Pflicht. „Wir unterstützen die Bemühungen der FMA für mehr Transparenz voll und ganz. Ein wichtiges Hindernis dabei ist allerdings der Konsument selbst. Das Finanzwissen der Kunden ist oft immer noch dürftig“, sagt Lucius. Solange die Anleger nicht verinnerlicht hätten, dass hoher Ertrag bei einem Investment gleichzeitig auch hohes Risiko bedeute, stellen sie leichte Beute für Scharlatane dar, warnt Lucius.

Daher sei ein Beipackzettel für Finanzprodukte alleine zu wenig. Lucius sieht vielmehr die Kunden selbst gefordert, sich entsprechend zu informieren und beraten zu lassen. „Das Problem ist nur, dass der Kunde aktuell nicht bereit ist, ein Honorar für Beratung zu bezahlen“, erklärt Lucius, der sich klar gegen Provisionssysteme ausspricht. Denn die Honorarberatung zu fördern, ist eines der Hauptziele des Verbands. Der einzige Weg sei, die Beratung durch professionelle Schulungen und Ausbildungen, wie sie auch der Österreichische Verband Financial Planners anbietet, zu verbessern. „Dann ist der Kunde auch wieder bereit für gute Beratung zu zahlen“, so Lucius. Der Verband setzt sich seit Jahren für eine entsprechend fundierte Ausbildung für Finanzdienstleister ein.



DER ÖSTERREICHISCHE VERBAND FINANCIAL PLANNERS

Der Österreichische Verband Financial Planners wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel ins Leben gerufen, höchste Beratungsstandards für Finanzdienstleister in Österreich zu etablieren und zu fördern. Gründungsmitglieder waren damals neben Professor Otto Lucius, seines Zeichens bis heute Vorsitzender des Vorstandes des Verbandes, unter anderem hochrangige Vertreter der heimischen Finanzbranche wie etwa Jürgen Danzmayr, Dr. Ruth Iwonski-Bozo, Dr. Georg Rehor, KR Heinrich Spängler, oder Mag. Wolfgang Traindl.

Der Mittelpunkt der Tätigkeit der gemeinnützigen Organisation, die in der Rechtsform eines Vereins konstituiert ist, ist die Ausbildung und Zertifizierung von Finanzexperten zum CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®, kurz CFP®. Der internationale CFP-Standard hat sich mittlerweile auch in Österreich als Benchmark für fundierte und umfassende Finanzberatung etabliert. Berater, die das Gütesiegel CFP® tragen, haben nicht nur eine umfassende Ausbildung absolviert und kommissionelle Prüfungen abgelegt, sondern sich auch einem strengen Ehrenkodex unterworfen und zu ständiger Weiterbildung verpflichtet. Eine Liste aller heimischen CFP-Zertifikatsträger kann auf der Website des Verbandes (www.cfp.at) abgerufen werden.

Nicht zuletzt die Finanzmarktaufsicht schätzt die Arbeit des Verbandes. FMA-Vorstand Helmut Ettl schloss seine Rede anlässlich der 10 Jahre-Jubiläumsfeier des Verbandes etwa mit den Worten: "Das ist Aus- und Weiterbildung wie wir sie uns vorstellen."

Die fördernden Mitglieder des Verbandes, der im FPSB Council des Financial Planning Standards Board Ltd. die Interessen Österreichs vertritt, sind aktuell die Alpenbank Innsbruck, das Bankhaus Carl Spängler, die Erste Bank der Ö. Sparkassen, die RLB NÖ-Wien, Raiffeisen Salzburg, die Raiffeisen Vermögensverwaltungsbank, die Sparkasse NÖ, die Schoellerbank, UBS und die UniCredit Bank Austria.

 

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