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Aktien bleiben im Fokus

Warum Aktien trotz Schwankungen und Marktreaktionen auf Notenbank Statements die bevorzugte Anlageklasse bleiben. Für Investoren in Anleihen geht es derzeit eher um Verlustbegrenzung als um Gewinnmaximierung. Economics | 28.07.2013 02:00 Uhr

„Aktien bleiben unsere bevorzugte Anlageklasse, Rentenanleger müssen sich eher mit Verlustbegrenzung als mit Gewinnmaximierung auseinandersetzen“

Dan Morris, Anlagestratege für globale Märkte, J.P. Morgan Asset Management:

„Aktien haben zuletzt wieder zugelegt und sind nach wie vor unsere bevorzugte Anlageklasse. Da sich die Anleger den Aktienmärkten der Peripherieländer zuwenden, gibt es ausreichend Spielraum für eine deutliche Outperformance gegenüber den Kernmärkten. Die Bewertungen zahlreicher Randmärkte sind überdurchschnittlich gut – insbesondere in Italien und Spanien – und die dort erzielten Dividendenrenditen generell höher. In Kombination mit dem gegenüber den USA verzeichneten Abschlag für Dividendeneinnahmen könnte sich eine Strategie, die auf die Renditen der Peripherieländer abzielt, in den kommenden Monaten auszahlen. Auch wenn es momentan keine unmittelbaren Anzeichen dafür gibt, dass sich das Gewinnwachstum in den Schwellenländern beschleunigen wird, sind wir der Ansicht, dass der mittelfristige Ausblick auch für Schwellenmarktaktien weiterhin erfreulich ist. Die steigenden Löhne schmälerten zweifellos die Gewinnmargen der Unternehmen, gleichzeitig wird damit die Kaufkraft der Verbraucher gestärkt und letztendlich eine höhere Nachfrage generiert.

An den Rentenmärkten gibt es – wenn überhaupt – nur noch wenige ertragsstärkere sichere Häfen. Die zuvor unbeliebten Peripherieländer der Eurozone genießen inzwischen einen guten Ruf, und auf der Suche nach Renditen gehen die Investoren auf diesen Märkten immer höhere Risiken ein. Gemessen am Risiko bieten Staatsanleihen der Peripherieländer gegenüber deutschen Bundesanleihen weiterhin einen höheren Renditevorteil als Unternehmensanleihen. Paneuropäische Hochzinsanleihen werden gegenüber US-amerikanischen Hochzinspapieren mit einem leichten Aufschlag notiert. Derweil gehen die Emissionen in Deutschland zurück, da das Land für 2013 und 2014 einen Haushaltsüberschuss anstrebt. Die rückläufigen Renditen italienischer und spanischer Staatsanleihen deuten darauf hin, dass diese Märkte zu einem soliden und risikofreien Status zurückkehren. Es dürfte jedoch noch eine Weile dauern, bis sie als Alternative für Bundesanleihen betrachtet werden. Das bedeutet, dass die Nachfrage nach Staatsanleihen der Kernländer nach wie vor hoch sein wird.

Rentenanleger müssen sich zukünftig intensiver mit der Verlustbegrenzung auseinandersetzen als mit der Gewinnmaximierung. Eine der besten Alternativen besteht derzeit darin, Abstriche bei der Liquidität hinzunehmen, um damit die Erträge zu steigern.“

 

„Die Aktienbörsen bleiben ein Spielball der Notenbanken und ihrer Kommunikationspolitik“

Arndt Kussmann, Leiter der Finanzanalyse der quirin bank AG:

„Nachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke kürzlich noch über ein mögliches Ende des US-Anleiheaufkaufprogramms philosophiert hat, gibt er nun zu verstehen, dass die Fed ihre ultralockere Geldpolitik bis auf Weiteres fortsetzen wird. Die US-Zentralbanker sind sich offenbar weiter uneins, wann die Politik des billigen Geldes gedrosselt werden soll. Dieses Tauziehen wird uns in den

nächsten Monaten erhalten bleiben. Demgegenüber hat sich die EZB erstmals in der Geschichte bereits lange im Voraus auf niedrige Leitzinsen festgelegt.

Damit bleiben die Aktienbörsen ein Spielball der Notenbanken und ihrer Kommunikationspolitik. Erst ein verfestigter Aufschwung würde die Gewinnaussichten der Unternehmen nachhaltig verbessern, was die Aktienkurse nach einer anfänglichen Holperpartie stützen sollte – diesmal mit harten Wirtschaftsdaten und nicht mit aufgeblasener Liquidität.

Wir gehen davon aus, dass die US-Aktienmärkte für die Industrieländer weiterhin den Takt vorgeben. In den nächsten Monaten rechnen wir mit einer Aufwärtsbewegung an den US-Börsen. Die andauernde Flutung der Märkte mit Liquidität ist die wichtigste Voraussetzung für steigende Aktienkurse. Der Beginn einer Rotation bei Großinvestoren – raus aus Anleihen, rein in Aktien – könnte den Kursen ebenfalls weiteren Schub verleihen. Zudem liegt momentan eine extreme Marktbreite vor. Bevor ein Hausse-Trend stirbt, steigen immer weniger Aktien innerhalb der Indizes. Der sehr breit gestreute Russell-2000-Index ist jedoch erst jüngst auf ein Allzeithoch gestiegen.

In China hat sich Ministerpräsident Li Keqiang erstmals seit längerer Zeit besorgt zur konjunkturellen Entwicklung geäußert. Sollte es der Regierung gelingen, die Wachstumsraten zu stabilisieren und gleichzeitig den Bankensektor zu bändigen, ergäben sich gute Chancen für ein Ende der Durststrecke am chinesischen Aktienmarkt. China ist ein wichtiger Taktgeber für die Emerging Markets. Eine Aufhellung im Reich der Mitte dürfte positiv auf viele andere Schwellenländer ausstrahlen.“

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