Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail. Jeden Werktag neu - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Inflationsraten: ein Sturm im Wasserglas?

"Der starke Anstieg der Nahrungsmittelpreise im Sommer ist kein Kapitalmarktproblem, sondern wirft Verteilungsfragen auf", so Ökonom Dr. Martin Hüfner in seinem aktuellen Marktkommentar. Economics | 23.08.2013 12:00 Uhr
Dr. Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater, direktanlage.at
Dr. Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater, direktanlage.at
Die Aufregung über die steigenden Preise in Deutschland kam mit Verspätung. Ende Juli gab das Statistische Bundesamt bekannt, dass die Inflationsrate auf 1,9% gestiegen war. Aber erst zwei Wochen später setzte die Diskussion darüber ein. Das weckt den Verdacht, dass es sich eher um einen Lückenfüller während der nachrichtenarmen Ferienzeit handelte. Dies auch deshalb, weil die Argumente nicht unbedingt neu sind. Die Preissteigerung, so wurde gesagt, sei höher als die Zinsen. Die Sparer machten real Verluste. Das ist aber schon seit einiger Zeit so. Ist das Ganze nur ein Sturm im Wasserglas?

Nicht ganz: Der Anstieg der Nahrungsmittelpreise ist schon heftig. Butter war im Juli 31% teurer als vor einem Jahr, Kartoffeln 44%, Obst 11%. Das ist für breite Bevölkerungsschichten eine erhebliche Belastung. Insofern ist die Empörung verständlich. Die Preissteigerung hängt nicht nur mit üblichen saisonalen Entwicklungen zusammen. Vielmehr spielten in diesem Jahr auch der lange Winter, der dann einsetzende Regen und die folgende große Flut in einigen landwirtschaftlichen Gegenden eine Rolle. Es ist zu vermuten, dass sich der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln nach Auslaufen dieser Effekte wieder normalisieren wird.

Alle anderen Güter und Dienste der privaten Lebenshaltung haben sich kaum verteuert. Ausnahme ist Strom, für den im Juli 12% mehr bezahlt werden musste. Das hängt mit der Energiewende zusammen und wird sicher noch einige Zeit so bleiben.

Mit Konjunktur und Kapitalmarkt haben diese Entwicklungen nicht viel zu tun. In anderen Ländern werden die saisonabhängigen Nahrungsmittel sowie die Energiepreise häufig aus der allgemeinen Inflationsrate herausgerechnet. Das ergibt dann die „Kernrate“ der Inflation. Wenn man dies auch in Deutschland machen würde, käme man auf deutlich niedrigere Raten, vermutlich in der Größenordnung von 1,4%. Das sieht schon weniger furchterregend aus.

Gibt es also - außer den Nahrungsmittelund Strompreisen - keinen Grund zur Sorge? Immerhin liegt die Geldentwertung mit 1,9% immer noch im grünen Bereich, den die Zentralbank als Stabilität definiert. Ganz so einfach ist es leider nicht.
Quelle: direktanlage.at/ Bundesbank / EZB
Quelle: direktanlage.at/ Bundesbank / EZB
Dr. Martin Hüfner
Volkswirtschaftlicher Berater
direktanlage.at 


Gastkommentare werden von anerkannten Experten verfasst, deren Meinungen nicht mit jener der e-fundresearch.com Redaktion übereinstimmen müssen.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.05.2021 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com