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Erholungssignale im Euro-Raum

Die Zeichen in Europa stehen auf Erholung: Irland will Mitte Dezember als erstes der betroffenen Länder den Euro-Rettungsschirm verlassen. Auch bei anderen Sorgenkindern der Euro-Zone zeigen sich Silberstreifen am Horizont. US-Investoren sind mit ihren Investitionen in Europa wieder so aktiv wie seit 2008 nicht mehr. Ist die Euro-Krise damit zu Ende? Economics | 24.10.2013 13:05 Uhr

Wie attraktiv ist der alte Kontinent wieder für Anleger? Worin bestehen noch Risiken? Vermögensverwalter, Fondsmanager und Strategen geben Antworten.

„Deutschland ist der sichere Hafen – bei Aktien.“

Johannes Führ, Aufsichtsratsvorsitzender der AMF Capital AG:

„Die Notenbanken haben mit ihrer lockeren Geldpolitik die Märkte der entwickelten Länder auf oder nahe an ihre Höchststände getrieben. Die Angst vor einem Zusammenbruch der Währungsunion wurde mit Geld in den Hintergrund gedrängt. Deutschland gilt dabei weiterhin als sicherer Hafen. Wenn Europa insgesamt unsicher erscheint, erfolgen Anlagen vorrangig bei den stärksten Volkswirtschaften: stark im Export, leistungsbereite Arbeitnehmerschaft, hochqualitative Produkte. Deutschland profitiert zudem von der zunehmenden Wirtschaftskraft und somit Nachfrage aus den aufstrebenden Volkswirtschaften, speziell aus Asien. Nach sechs Rezessions-Quartalen in Euroland weisen die jüngsten Daten aber auch hier auf eine Wende hin.

Der August-ZEW-Index der Konjunkturerwartungen übertraf erneut die Prognosen und lieferte damit ein weiteres Signal für eine konjunkturelle Erholung in Deutschland. Interessant ist, dass sich seit Jahresbeginn die positive Entwicklung der Aktienkurse vor allem bei kleineren Kapitalgesellschaften und insgesamt stärker in Wachstumsunternehmen widerspiegelt – auch ein Zeichen für die Exportorientierung. Der Markt könnte von Anlegern zunehmend für ausgereizt gehalten werden, die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen demzufolge steigen.“

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„Europäische Verbraucher werden zuversichtlicher, europäische Aktien haben noch Luft nach oben.“

Arndt Kussmann, Leiter Finanzanalyse der quirin bank AG:

„Aus Europa kam zuletzt nur ein dünnes Rinnsal an relevanten Konjunkturdaten. Einen Lichtblick gab es allerdings für den gebeutelten europäischen Automarkt: Im September stiegen die Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,5 Prozent auf 1,19 Millionen Fahrzeuge. Für einen Anstieg der Neuzulassungen im bisherigen Jahresverlauf reichte das aber per saldo noch nicht aus. Dennoch zeichnet sich ab, dass die europäischen Verbraucher offensichtlich wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft blicken und das Geld wieder etwas lockerer sitzt.

Der europäische Aktienmarkt sendet ebenfalls weiterhin positive Signale: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktien aus der Euro-Zone liegt auf Basis der durchschnittlichen Gewinne der letzten zehn Jahre (sog. Shiller-KGV) immer noch deutlich unter dem historischen Mittel. Der Hauptgrund hierfür liegt wohl nach wie vor in der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise. Wenn sich dieser krisenbedingte Bewertungsabschlag aber weiter auflöst, könnten die europäischen Aktienmärkte zukünftig die US-Börsen ausstechen. Dies umso mehr, wenn die europäischen Unternehmensgewinne anziehen, die den amerikanischen immer noch deutlich hinterherhinken. Die Aufholjagd der europäischen Aktienmärkte scheint in gewisser Weise bereits begonnen zu haben: Der Euro Stoxx 50 Index markierte jüngst bereits den höchsten Stand seit Anfang 2011. Bis zum 2007er-Hoch von 4.572 Punkten ist es allerdings noch ein weites Stück, so dass noch spürbares technisches Nachholpotenzial besteht.“

„Europäische Small Caps haben noch Aufholpotenzial.“

Karsten Stroh, Managing Director und Experte für europäische Aktien von J.P. Morgan Asset Management:

„Das Interesse für europäische Aktien hat wieder deutlich zugenommen. Makroperspektivisch erholen sich die Länder Europas. Reformen werden beherzt angegangen und tragen erste Früchte. Viele – auch internationale – Investoren sehen für europäische Aktien Aufholpotenzial. Wenn Aktien über Aufholpotenzial verfügen, profitieren davon insbesondere Small Caps. Der Small Cap-Bereich profitiert zudem von Neuemissionen und steigenden M&A-Aktivitäten.

Das Umfeld von Small Caps ist geprägt von Veränderung, Innovationen und hartem Wettbewerb. Ein Blick in die Historie zeigt, dass Small Caps in den vergangenen 25 Jahren Aktien großer Unternehmen 21 Mal geschlagen haben. Dabei handelt es sich durchaus nicht um ein europäisches, sondern vielmehr um ein weltweites Phänomen und gilt sowohl für Anteilsscheine von Wachstums- als auch für Substanz-Unternehmen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Small Caps insbesondere in steigenden Marktphasen sowie in Phasen mit großen M&A-Aktivitäten andere Aktien schlagen.

Erstaunlicherweise ist diese Outperformance nicht mit einer gravierend höheren Schwankungsintensität verbunden, insofern erscheinen sie auch unter Risiko-/Ertragsaspekten attraktiver und auch das gilt über sämtliche Regionen hinweg. Vor dem Hintergrund der Erholung in Europa erscheinen insbesondere Titel aus Europa attraktiv.

Wir finden aktuell in Ländern wie Niederlande, Dänemark und Schweden, aber auch in Deutschland attraktive Unternehmen."

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