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COMINVEST ADIG Investment Fonds: Marktaus-/rückblick KW 41/42

Unternehmensberichte stehen in den USA im Vordergrund; Achterbahnfahrt bei Finanzwerten in Europa; Bankenkrise in Japan wird angegangen Economics |

COMINVEST ADIG-Investment Fonds: Marktrück-/ausblick (KW 41/42)

Der amerikanische Aktienmarkt beendete in der vergangenen Woche seinen Abwärtstrend. Nach sechs Wochen fallender Kurse kletterte der S&P500 um 4,3 Prozent auf das Juli-Niveau um 780/800. Die Nasdaq legte sogar um 6,2 Prozent zu. Das lag in erster Linie an den deutlich über den Erwartungen liegenden Gewinnzahlen, die Yahoo am Mittwoch nach dem ofiziellen Handel veröffentlicht hatte. Am Freitag sorgten die Zahlen von General Electric (GE) ebenfalls für Auftrieb. GE wies einen Gewinnanstieg um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus und traf damit die Erwartungen der Analysten. In der vergangenen Woche haben einige Unternehmen aus dem Universum des S&P500 berichtet. In 84 Prozent der Fälle lagen die Berichte über oder gleich den Erwartungen. Der damit einsetzende Stimmungswandel stellte die schwächeren Konjunkturdaten in den Schatten. Das Konsumentenvertrauen der Universität Michigan wies mit 80,4 nach einem Vormonatswert von 86,1 einen katastrophalen Wert aus - und lag damit unter den schlimmsten Erwartungen. Aufgrund stark rückläufiger Autoverkäufe sanken zudem die Einzelhandelsumsätze im September um 1,2 Prozent. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass die vergangenen Monatswerte durch Nullzins-Finanzierungsangebote überproportional gestiegen waren. Insgesamt stellen wir fest, dass die bislang angeführten Risiken zunehmend in den stark gefallenen Kursen "eingepreist" sein müssten. Insofern erregte die Zustimmung des Kongresses (Senat und Repräsentantenhaus) zum Krieg gegen den Irak bei nicht zügig erfolgter Abrüstung wenig Aufsehen. Nach den Worten der Regierung stehe zwar ein Krieg nicht unmittelbar bevor - eine kriegerische Auseinandersetzung zu Beginn des nächsten Jahres ist jedoch wahrscheinlich. Die Beendigung des Hafenstreiks an der Westküste Amerikas schaltete einige weitere wirtschaftliche Risiken aus. Anfang vergangener Woche drückten hauptsächlich Finanzwerte auf die europäischen Indizes. Am Mittwoch erreichte der Stoxx50 mit 2233 Punkten erneut sein Tief vom 24. September. Der DAX lag mit 2519 Punkten sogar bei seinem Sechs-Jahres-Tief. "Die Finanzwerte litten erneut unter den am Markt diskutierten strukturellen Problemen und Gewinnwarnungen", berichtet Heidrun Heutzenröder, ADIG-Fondsmanagerin der COMINVEST. Bei der Commerzbank sorgten Gerüchte über Liquiditätsengpässe für einen Kurseinbruch auf 5,10 Euro. Führende Vertreter des Kreditgewerbes haben sich klar gegen die Gerüchte einer Krise des deutschen Finanzsystems gestemmt. Folge: Neben den zuvor stark gefallenen Technologiewerten führten Finanzwerte die Kurs-Erholungsrallye an. Die im Stoxx notierten Banken gingen mit plus 7,1 Prozent und die Technologiewerte mit plus 11,6 Prozent aus der Woche. Die Commerzbank legte sogar um etwa plus 50 Prozent zu. Die stark gebeutelten Versicherungswerte, die wegen des befürchteten Abschreibungsbedarfs auf Finanzanlagen überdurchschnittlich stark verloren hatten, beendeten die Woche mit plus 13,5 Prozent. Der Stoxx-Gesamtindex verzeichnete einen Wochengewinn von 3,2 Prozent. Deutschland konnte mit einem Gewinn von acht Prozent überdurchschnittlich stark profitieren, weil der DAX besonders technologie- und finanzlastig ausgerichtet ist. Zuvor hatte Deutschland auch überdurchschnittlich verloren.

"Bereits in den letzten Tagen der Abwärtsbewegung hat der Verkaufsdruck abgenommen", sagt Heutzenröder. "Es ist daher zu erwarten, dass die Kurse als Folge der stark überverkauften Situation streckenweise deutlich zulegen werden. Europa sollte demnach überdurchschnittlich von der Erholungsbewegung profitieren können."

Der japanische Aktienmarkt leidet immer noch unter hausgemachten Problemen. Aus diesem Grund konnten die positiven Vorgaben der Weltmärkte nichts im Land der aufgehenden Sonne bewegen. Der Nikkei schloss in der vergangenen Woche sehr schwach mit minus 4,3 Prozent. Mit Spannung wurde die Sitzung der Bank of Japan am Freitag erwartet. Dort erhoffte man sich eine konkrete Lösung der Bankenkrise. Ergebnis: Langfristig wird die Krise vermutlich angegangen - kurzfristig wird die Offenlegung der faulen Kredite der Geschäftsbanken jedoch negativ interpretiert. Grund: Die Insolvenzwelle könnte dadurch angeheizt werden. Beobachter glauben eine zunehmende Übereinstimmung zwischen Regierung und Notenbank zu erkennen, dass neben den Notenbankhilfen (Aufkauf von Aktien aus den Portefeuilles der Geschäftsbanken, die ansonsten zur Vermeidung von Verlusten an der Börse verkauft werden müssten) auch staatliche Gelder zur Rekapitalisierung der Banken eingesetzt werden müssten. Insofern wird in den nächsten Tagen ein strategisches Notprogramm der Regierung erwartet.

 

Der Ausblick auf die Woche vom 14. bis 18. Oktober 2002 (KW 42)

In dieser Woche stehen eindeutig die Unternehmensberichte im Vordergrund. In den USA berichten elf Unternehmen aus dem Dow Jones Index. Darunter auch Citigroup, Boeing, Coca-Cola, IBM, Intel, Microsoft, Merck und Philip Morris. In Europa berichten unter anderem Philips, Nokia, SAP, Ericsson und LVMH. Bei den Technologiewerten schlägt somit die Stunde der Wahrheit. "Wir gehen davon aus, dass dieses - bei Fortsetzung der positiven Gewinne der Vorwoche - die Börsen stützen wird", so Heidrun Heutzenröder. Die Risikoprämien hätten als Folge der Kursrückschläge bereits so hohe Werte angenommen, dass die immer wieder aufflackernden Risiken - politischer und konjunktureller Art, aber auch aus Bilanzmanipulationen (Ende Oktober endet die Frist für die noch verbleibenden eidesstattlichen Versicherungen) - zu keinen starken Kursrückschlägen mehr führen würden. "Dennoch rechnen wir im Rahmen der Kurserholung mit volatilen Kursausschlägen", so die Anlageexpertin. Dabei sei die Kurserholung als eine Art technische Reaktion zu verstehen. "Schaut man sich den DAX Index genauer an, dann müsste dieser bis etwa 4500 steigen, ohne den längerfristigen Abwärtstrend zu verletzen", meint Heutzenröder. "Ganz so optimistisch sind wir auf Jahressicht jedoch noch nicht."

Neben den fundamentalen Fakten muss erwähnt werden, dass in der vorigen Woche ein Wirtschaftswissenschaftler den Nobelpreis erhalten hat, der die Theorie "Behavioral Finance" (irrationales Anlegerverhalten) begründet hat. Es bleibt zu hoffen, dass sich noch viele Investoren die Ergebnisse von Herrn Kahneman vergegenwärtigen.

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