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Ende der Deflation in Japan zum Greifen nahe?

"Wenn Shinzo Abes seine Agenda vollständig umsetzt, könnte dies der entscheidende Anstoß sein, um die japanische Wirtschaft aus der Jahrzehnte währenden Deflation zu befreien“, schätzt Julian McManus, Fondsmanager des Janus International Equity Funds. Economics | 19.12.2013 02:26 Uhr

Die Reformpolitik, die Premierminister Shinzo Abe der japanischen Wirtschaft verordnet hat, beginnt ihre Wirkung zu entfalten. „Wenn Shinzo Abes seine Agenda vollständig umsetzt, könnte dies der entscheidende Anstoß sein, um die japanische Wirtschaft aus der Jahrzehnte währenden Deflation zu befreien“, schätzt Julian McManus, Fondsmanager des Janus International Equity Funds. Im Kern der „Abenomics“ genannten Reformpolitik steht eine ultra-lockere Geldpolitik, die auch von der Bank of Japan (BoJ) unterstützt wird und die bereits jetzt die Inflationsrate in den positiven Bereich getrieben und den privaten Konsum befeuert hat. Sie könnte einen Wechsel vieler Sparer an die Kapitalmärkte und eine Abwertung des Yen zur Folge haben. Davon dürften Banken und Exportwirtschaft profitieren. Gelänge es dem Premierminister darüber hinaus, seine angekündigten Reformen am Arbeitsmarkt, bei der Privatisierung und der Senkung der Unternehmensbesteuerung durchzusetzen, könnte das die Wirtschaft dauerhaft stärken und Japan einen neuen Wachstumszyklus bringen.

„Eine ganze Generation von japanischen Konsumenten ist in Erwartung von Deflation und sinkenden Preisen aufgewachsen“, erklärt McManus von Janus Capital. Sie seien es gewohnt, notwendige Anschaffungen zu verschieben, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu günstigeren Preisen nachholen zu können. Unter dem Eindruck der Inflation und äußerst niedriger Sparzinsen könnten sie ihren Konsum nun deutlich erhöhen. Die niedrigeren Zinsen führten außerdem dazu, dass die japanischen Sparer sich am Kapitalmarkt nach Alternativen umsehen müssten. Mit dem Nippon Individual Savings Account (NISA) biete die Regierung diesen Sparern die Möglichkeit, fünf Jahre lang bis zu 10.000 US-Dollar jährlich steuerfrei in Aktien zu investieren. Schon jetzt verzeichnen japanische Aktien Kursgewinne. „Wenn die japanischen Sparer im großen Stil an den Kapitalmarkt gehen, könnte das den Anlegern eine jahrelange Aufwärtsrally bescheren“, schätzt der Fondsmanager.

Von diesen Kapitalströmen dürfte auch der Bankensektor profitieren, so McManus, denn die NISA-Konten würden von Tochterfirmen der Banken vertrieben. Zudem dürften sich viele Sparer für Investmentfonds interessieren, deren Gebühren wiederum zu Teilen den Banken zugutekämen. Sie könnten auch von den umfangreichen Privatisierungsplänen des Premierministers profitieren, da ihnen bei der Abwicklung der Staatsunternehmen eine entscheidende Rolle zukommen würde. Die Privatisierung könnte zudem große Effizienzgewinne bringen, schätzt McManus, denn die Staatsunternehmen, wie etwa die japanische Post oder die Mautstraßenbetreiber, seien derzeit noch hochgradig ineffizient.

Auch die geplanten Reformen wie die Liberalisierung des Arbeitsmarktes und die Senkung der Unternehmensbesteuerung könnten der gesamten japanischen Wirtschaft den Spielraum für Umstrukturierung, Modernisierung und Wachstum verschaffen. Besonders großes Potenzial sieht McManus allerdings bei der Exportindustrie, denn die steigende Inflation dürfte zu einer weiteren Abwertung des Yen führen und diesen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. „Die Aktien der großen japanischen Exportunternehmen wie etwa der Automobilkonzerne bewegen sich beinahe im Gleichschritt mit dem Wechselkurs“, beobachtet der Fondsmanager. Sie hätten bereits von einer ersten Abwertung des Yen profitiert. Aber auch die Aktien kleinerer Firmen, etwa aus der Silizium- oder Zündkerzenherstellung hält McManus derzeit für günstig bewertet.

Voraussetzung sei allerdings, dass es Shinzo Abe gelingt, wichtige Teile seiner Reformagenda auch durchzusetzen. Die Chancen dafür stünden jedoch besser als jemals zuvor, denn unter den politischen Entscheidern habe sich ein Bewusstsein für die Dringlichkeit ökonomischer Reformen herausgebildet. „Japans Politiker haben in Europa gesehen, wie leicht eine fiskalische Schieflage außer Kontrolle geraten kann und werden alles daran setzen, dass Japan nicht das nächste Griechenland wird“, so McManus.

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