Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail. Jeden Werktag neu - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Konsequenzen der Ukraine-Krise

"Die Ereignisse in der Ukraine werden den weiterhin robusten Konjunkturaufschwung in den Industrieländern nicht aus der Bahn werfen. Russland und die Ukraine müssten im Eskalationsfall allerdings mit zusätzlichen Schäden rechnen, während die existierenden Trends zu Ungunsten von Schwellenländern weiter anhalten dürften", so Mikio Kumada, Global Strategist bei LGT Capital Management. Economics | 06.03.2014 02:00 Uhr
Die Zuspitzung der Ereignisse in der Ukraine und Russland am Wochenende und ihre möglichen wirtschaftlichen und geopolitischen Konsequenzen haben zu Beginn der Woche die internationalen Finanzmärkte belastet. Während sich die Volatilität an den meisten Aktien- und Anleihenmärkten (einschliesslich Länder der Euro-Peripherie) aber letztlich insgesamt in gewöhnlichen Grenzen hielt und die traditionellen, frei konvertierbaren Währungen tendenziell zur Stärke neigten (einschliesslich japanischer Yen), traf es den russischen Rubel besonders hart.
Kein «sicherer Hafen» unter den «aufstrebenden Währungen»

Inmitten westlicher Sanktionsdrohungen sank der Rubel gegenüber dem US-Dollar, Euro und anderen Währungen auf ein neues Rekordtief – obwohl die russische Notenbank bereits am Montag mit einer deutlichen Zinserhöhung reagierte, um den Kapitalfluss möglichst einzudämmen. Wie auch andere Schwellenländer-Währungen wertet der Rubel allerdings schon seit geraumer Zeit in Schüben stetig ab. Dazu kommt, dass auch der chinesische Yuan seit einigen Wochen zur Schwäche neigt, wenn vermutlich auch aus anderen (von Peking erwünschten) ordnungspolitischen Gründen. Dennoch ist damit auch der einzige de facto «sichere Hafen» unter den «aufstrebenden» Währungen nicht mehr über alle Zweifel erhaben. Anhand der bisherigen Entwicklungen zeichnen sich aus unserer Sicht jedenfalls folgende erste Schlussfolgerungen ab:


Sanktionen und Gegenreaktionen stellen neue Risiken dar

Die angedrohten Sanktionen gegenüber Russland im Falle einer weiteren Eskalation der Situation in der Ukraine stellen ein realwirtschaftliches Risiko dar – welches sich allerdings weitgehend auf Russland und gegebenenfalls die Ukraine und andere Länder des ehemaligen sowjetischen Raums beschränkt. Einerseits würden die Sanktionen Russland in einer ungünstigen Phase treffen, in der sich seine Wirtschaft ohnehin zyklisch im Abschwung befindet. Andererseits würden die wirtschaftspolitischen Reaktionen Moskaus ebenfalls konjunkturell kontraproduktiv wirken – die jüngste Zinserhöhung stellt ein erstes Beispiel dafür dar.


Ungünstige Markt- und Konjunkturphase für Schwellenländer

Zugleich sind viele andere Schwellenländer derzeit mit eigenen wirtschaftlichen Gegenwinden und geldpolitischen Straffungszyklen konfrontiert – darunter auch China, der potenziell wichtigste «alternative» Partner Russlands, sowohl wirtschaftlich, als auch politisch. Selbst wenn sich viele Länder also aus verschiedenen Gründen nicht (oder nur beschränkt) an den angedrohten Sanktionen beteiligen sollten, was denkbar ist, müssen wir mit zusätzlichen Schäden für Russland und möglicherweise anhaltenden Abflüssen aus «EM»-Finanzanlagen rechnen.

Mikio Kumada, Global Strategist bei LGT Capital Management 


Gastkommentare werden von anerkannten Experten verfasst, deren Meinungen nicht mit jener der e-fundresearch.com Redaktion übereinstimmen müssen.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.05.2021 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com