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COMINVEST ADIG-Investment Fonds: Marktrück/-ausblick KW 03/04

Unternehmensberichte in den USA enttäuschen; Aufwärtstrend in Europa von kurzer Dauer; positive Kursentwicklung in Japan Economics |
USA: Unternehmensausblicke enttäuschen   Nach dem positiven Jahresstart trat in der vergangenen Woche eine erste Ernüchterung am amerikanischen Aktienmarkt ein. Dabei gab der S&P500 2,8 Prozent seiner Gewinne ab. Mit minus 4,9 Prozent verlor die Nasdaq sogar deutlich mehr. Grund: geopolitische Risiken sowie die Gewinnberichterstattung der Unternehmen. „Die reinen Gewinnzahlen übertrafen zum Teil zwar deutlich die zuvor stark nach unten revidierten Erwartungen“, sagt Klaus Breil, Fondsmanager des ADIG Fondamerika, „der fehlende bzw. enttäuschende Ausblick verstimmte jedoch die Anleger.“ Intel kündigte beispielsweise an, etwa ein Viertel der geplanten Investitionen zu kürzen. Auch Microsoft ließ durchblicken, dass keine Erholung der Ausgaben für Informationstechnologien erwartet werde. Das ist natürlich Gift für die Konjunktur, sollen doch die Unternehmensinvestitionen den Konsum als treibende Kraft des Wirtschaftsaufschwungs ablösen. Aufgrund hoher Restrukturierungskosten und anderer Einmalbelastungen meldeten AMD und Sun Microsystems hohe Quartalsverluste. Die übrigen Unternehmen (General Electric, General Motors, Bank of America und Yahoo) legten solide Berichte vor. Microsoft kündigte nach einem Aktiensplit, eine erste Dividendenzahlung von acht Cents für das gesamte Jahr an - vorausgesetzt die steuerlichen Überlegungen (Abbau der Doppelbesteuerung von Dividenden) werden umgesetzt. Mit diesem Vorhaben wächst der Druck auf andere Unternehmen aus dem Technologiebereich. Bislang haben diese nämlich keine Dividenden gezahlt.

Von der konjunkturellen Seite gab es in der letzten Woche eher Enttäuschungen. Während die Einzelhandelsumsätze wegen der zunehmenden Autoverkäufe im Dezember positiv überraschen konnten (plus 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat), lag die Industrieproduktion deutlich unter den Erwartungen. Das hohe Handelsbilanzdefizit im November (etwa 40 Milliarden US-Dollar) ist hauptsächlich auf den Streik an der Westküste zurückzuführen. Dennoch löste dies wieder Diskussionen über die Zwillingsdefizite in den USA (Haushalt und Leistungsbilanz) aus. Folge: ein schwächerer Dollar.         

Europa: Positiver Jahresbeginn erweist sich erst einmal als „Fehlstart“ 

Während die Kursrückgänge in der vorangegangenen Woche zunächst als „technische Reaktion“ eingestuft wurden, hat sich nun der Abwärtstrend in der zweiten vollen Handelswoche des Jahres fortgesetzt. Indexabgaben in Europa und in Euroland von jeweils 3,2 Prozent deuten sogar auf eine Beschleunigung nach unten. Lediglich der spanische Aktienmarkt konnte – wie in der Vorwoche – mit einem, wenn auch bescheidenen, Indexanstieg von 0,3% aufwarten. Grund: Die besser als erwarteten Konjunkturaussichten in Lateinamerika, insbesondere in Brasilien und Argentinien. Gegen Ende der Vorwoche hatten unerwartet schlechte US-Daten und negative Erwartungen seitens der US-Technologieunternehmen in Europa kräftige Abgaben zur Folge. Selbst die sonst relativ defensive britische Börse kann sich der negativen Abwärtsdynamik nicht mehr entziehen. Hier belastet zusätzlich der Zielkonflikt der Bank von England. Zwischen „Scylla Rezession in der verarbeitenden Industrie“ und „Charyptis Immobilienboom“ sind ihr bei weiterer konjunktureller Abschwächung die Hände weitgehend gebunden.

Die Anlegerstimmung wird vor allem von der sich allmählich weiter zuspitzenden Irakkrise in Mitleidenschaft gezogen. Der weitere Anstieg des Krisenindikators „Ölpreis“ sowie die ungebrochene Eurostärke dämpfen zudem die Wachstumserwartungen für das laufenden Jahr. Auch der steigende Goldpreis gilt als Zeichen für eine zunehmende Substanzorientierung des anlagesuchenden Kapitals. Wiederum standen sämtliche Sektoren in Europa unter Druck. Dieses Mal gerieten Versicherungsaktien, Konsumwerte sowie Medien- und Technologieaktien in starkem Maße in den Abwärtssog. Letztere hatten sich in der Vorwoche noch als äusserst robust präsentiert. Dagegen konnten sich Rohstoff- und Industrieaktien sowie erneut Telekommunikationswerte dem Abwärtstrend nahezu entziehen. Noch liegen aber die Börsenindizes in Europa - Großbritannien Belgien und die Niederlande ausgenommen - gegenüber Jahresbeginn leicht im Plus.... 

Japan: Schwache erste Handelswoche  

Umfangreiche Eindeckungen von Leerverkäufen bei Bankaktien und die Vorlage eines Rettungsplans seitens des stark verschuldeten Baukonzerns Hazama Gumi sorgten in Japan für eine positive Kursentwicklung. So konnte der Topix-Index im Wochenverlauf um mehr als zwei Prozent steigen. Auf derzeitigem Kursniveau sind offenbar keine weiteren Abschreibungen auf Bankbeteiligungen nötig, so dass wenigstens eine Stabilisierung der schwachen Bilanzrelationen notleidender Banken erfolgen kann. 

Der Ausblick auf die Woche vom 20. bis 24. Januar 2003 (KW 04) 

In dieser Woche stehen nach dem US-Feiertag am Montag eine Fülle von Gewinnberichten in den USA an. Bei insgesamt 115 Unternehmen aus dem S&P500 stehen mit 3M, Citigroup und Johnson&Johnson (heute), Eastman Kodak und JP Morgan Chase (morgen), AT&T, McDonalds und Caterpillar (Donnerstag) gleich acht grössere Unternehmen aus dem Universum des Dow Jones 30 an. „Wenn auch diese Woche die Unternehmensausblicke nicht überzeugen können, dann dürfte die Börse eher leichter tendieren“, meint US-Experte Klaus Breil. „Dennoch halten wir aus rein technischer Sicht in den nächsten Wochen eine Beendigung der Bodenbildung mit nachhaltigen Kursen über 960 beim S&P500 nach wie vor für sehr wahrscheinlich“, so Breil weiter. Von der konjunkturellen Seite sind keine nennenswerten Daten zu erwarten.

In Europa konnten die positiven Zahlen bezüglich der Industrieproduktion die Anlegerstimmung nicht spürbar aufhellen. In der laufenden Woche könnten aber der ZEW-Indikator am Dienstag sowie Zahlen über das Verbrauchervertrauen in Italien sowie Einzelhandelsumsätze in Euroland insgesamt Anhaltspunkte darüber geben, ob das Wachstum der Binnennachfrage weiterhin unbefriedigend bleibt. Allerdings rückt bis zum Ende der Woche der 27.Januar und damit der Termin für die Vorlage der Ergebnisse der Irak-Inspektoren, nahe heran. Vorerst spricht das für eine zumindest abwartende Haltung der Aktienanleger in Europa.

In Japan sollte der Monatsbericht der Bank von Japan für einige Aufmerksamkeit sorgen. Dabei bleibt die Ablösung des bisherigen - offenbar bereits entmachteten – Notenbankchefs nach wie vor ein wichtiges Thema. Die derzeit robuste Verfassung des Marktes sollte kurzfristig anhalten.

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