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Nach SNB-Entscheid: Währungsbindungen weltweit im Fokus

„Nach dem sogenannten Frankenschock vor zwei Wochen, als die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Mindest-Eurokurs für den Franken aufgehoben hat, sind Wechselkursbindungen auf der ganzen Welt in den Fokus gerückt“, sagt John J. Hardy, Devisenexperte bei der Saxo Bank. In Europa versuche man nun Parallelen zum Schweizer Franken zu finden. Zwei Währungen seien dabei in den Fokus gerückt: Die dänische und die tschechische Krone. Economics | 04.02.2015 12:58 Uhr

„Die Bindung der dänischen Krone an den Euro kam schon derart unter Druck, dass die dänische Nationalbank bereits zu drei Zinssenkungen gezwungen war“, sagt Hardy. „Aber Dänemark ist nicht die Schweiz. Die dänische Krone ist nur eine wenig gehandelte Währung, ohne eine Tradition als ‚sicherer Hafen’“, so Hardy weiter.

John J. Hardy, Saxo Bank
John J. Hardy, Saxo Bank
Die tschechische Krone (CZK) ergebe da schon eine interessantere Fallstudie. Sie ist nicht an den Euro gebunden, jedoch hat die tschechische Nationalbank, inspiriert von der SNB, eine Mindestuntergrenze von 27,00 CZK zum Euro eingeführt. „Dies soll als Geldpolitikmaßnahme eine Deflation verhindern und die tschechische Wirtschaft ankurbeln“, sagt Hardy. Hier hätten Spekulanten ein besseres Ziel, müssten jedoch auch in diesem Fall mit einer wenig gehandelten Währung vorliebnehmen. „Ein weiterer Unterschied ist, dass die tschechische Nationalbank einen Zeithorizont für die Mindestuntergrenze eingeführt hat. Dies war bei der SNB nie vorgesehen“, sagt Hardy. 

Außerhalb Europas kämen einem sofort die Ölexporteure aus der arabischen Halbinsel in den Sinn. Dort müsse die Dollar-Bindung unter starken Druck geraten sein, da die dortigen Volkswirtschaften unter dem zusammenbrechenden Ölpreis auf Dollarbasis leiden. „Diese Währungsbindungen haben jedoch schon so manche Belastung überlebt und sind durch massive Rückstellungen abgesichert“, sagt Hardy. 

Weiter östlich liege das weltweit wichtigste Währungsverhältnis: Die Koppelung des chinesischen Yuan (CNY) an den US-Dollar. „Im vergangenen Jahr hat China endlich damit begonnen, sich mit der größten Kreditblase, die die Welt je gesehen hat, auseinanderzusetzen“, sagt Hardy. Dies geschehe zu einer Zeit, in der die US-Währung, an den die chinesische Währung am deutlichsten gebunden ist, sich in einem großen Bullenmarkt befinde, während die zwei nächstgrößeren Währungen, der japanische Yen und der Euro, deutlich abgewertet haben. 

Anzeichen für eine Yuan-Abwertung seien bereits deutlich: „Der USD/CNY-Wechselkurs ist nur einen Bruchteil eines Prozents von einem Zwei-Jahres-Hoch entfernt“, sagt Hardy. Die Welt müsse sich auf die Folgen einer Yuan-Abwertung einstellen. „Es wird eine weitere Welle von deflationären Kräften über die ganze Welt schwappen und weitere Belastungen für das bereits geschwächte Weltwährungssystem mit sich führen“, sagt Hardy abschließend.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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