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COMINVEST ADIG-Investment Fonds: Marktrück/-ausblick KW 04/05

Unternehmensberichte in den USA enttäuschen; Europaindizes unter Jahresanfangsniveau; Japan robust Economics |

COMINVEST ADIG-Investment Fonds: Marktrück-/ausblick (KW 04/05)

USA: Unternehmensausblicke enttäuschen In der vergangenen Woche wurde das Marktgeschehen überwiegend von der Irakkrise bestimmt. Nach dem Feiertag am Montag setzte der Aktienmarkt seinen Abwärtstrend fort. Am Schluss verloren der S&P500 4,5 Prozent und der Dow Jones 5,3 Prozent. Die Nasdaq gab nur 2,6 Prozent ab und lag damit noch einen halben Prozentpunkt über dem letztjährigen Schlussstand. Von den wenigen Konjunkturdaten gab es keine nennenswerten Impulse. Die Unternehmensberichte ließen keine positive Stimmung aufkommen und verstärkten sogar den Abwärtsdruck. Insgesamt präsentierten sich die Ergebnisse recht solide, allerdings verstimmten die fehlenden bzw. trüben Aussichten die Anleger. Lediglich am Mittwoch gingen die Kurse kurzfristig rauf. Grund: Die positive Gewinnüberraschung und ein freundlicher Ausblick des Elektronikkonzerns Texas Instruments. Am folgenden Tag vertrieb jedoch der Bericht von AT&T die guten Geister wieder. Zwar hat AT&T im abgelaufenen Quartal nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum wieder schwarze Zahlen geschrieben, der Gewinn lag jedoch unter den Erwartungen. Zudem sorgte der anhaltende Preisdruck im Telekommunikationssektor für geringere Gewinne im laufenden Jahr. Als Folge dessen wurden vom Management die Erwartungen für das laufende Quartal nach unten revidiert. Sie liegen nun deutlich unter den Analystenerwartungen. Die Aktie wurde am selben Tag mit etwa 20 Prozent abgestraft.        


Europa: Kriegsangst zieht Aktienmärkte weiter nach unten, Europaindizes unterschreiten Jahresanfangsniveaus

Unter dem Eindruck kurzfristig weiter wachsender Kriegsgefahren, die sich in einem erneut kräftig anziehenden Ölpreis, einem Höhenflug bei Gold- und Rohstoffpreisen, einer anhaltenden Schwäche des US-Dollar sowie einer nicht enden wollenden Hausse bei Staatsanleihen dokumentierten, hat sich die Abwärtsfahrt an den europäischen Aktienmärkten in der vergangenen Woche noch beschleunigt. So hat der Goldpreis ein Sechsjahreshoch erreicht und die Anleiherenditen verzeichnen mittlerweile mehrjährige Tiefststände. Sowohl in Euroland als auch insgesamt in Europa haben die Aktienkurse nun im Durchschnitt die Jahresanfangsstände unterschritten. Die Aktienmärkte zeigten Indexeinbußen zwischen 4,4 (Belgien) und 7,1 Prozent (Niederlande). Lediglich Spanien und Schweden zeigten mit Indexabschlägen um 3 Prozent eine noch relativ stabile Kursentwicklung.
Weiterhin wird das Anlageszenario von der sich zuspitzenden Irakkrise - die das ohnehin schon hohe Sicherheitsbedürfnis der Anleger weiter in extremem Maße steigert - dominiert. So haben die Berichte der Waffeninspekteure und Gerüchte, der Irak plane im Fall einer militärischen Auseinandersetzung die Zerstörung der eigenen Ölanlagen, die Nervosität der Anleger zum Wochenschluss erhöht. Dagegen gaben die volkswirtschaftlichen Daten, vom im negativen Bereich weiter rückläufigen belgischen konjunkturellen Frühindikator einmal abgesehen, kaum Anlass für einen gesteigerten Pessimismus.  Jedoch scheint die Exportkomponente dieses Indikators bereits eine möglicherweise nachlassende Dynamik des Exportwachstums - bislang wesentliche Stütze des Wirtschaftswachstums im Eurolandraum - anzuzeigen.
Die Unternehmensberichtserstattung konnte die Aktienkurse kaum stützen. Oft überraschten positive Zahlen, jedoch mit unbefriedigenden Aussagen zur weiteren Entwicklung. Bei Nokia sorgte das zum Beispiel für kräftige Kursabschläge. Trotzdem hileten sich in Europa Technologieaktien mit Kursabschlägen um knapp 4 Prozent - ähnlich wie Einzelhandels- und Versorgungsaktien - vergleichsweise gut. Dagegen waren die Sektoren Energie, Chemie, Versicherungen, Banken sowie Pharma mit Indexabschlägen von 7,9 bis 6 Prozent die Schlusslichter der abgelaufenen Börsenwoche. Bei Energieaktien haben die befürchteten Lieferengpässe - unter anderem aus Venezuela - die dynamisch ansteigenden Einstandspreise für Petrorohstoffe belastet.


Japan: Verfassung robust

Erneut konnte der Kabutocho – entgegen dem weltweit negativen Trend – wieder eine, wenn auch nur schwache, positive Kurstendenz von plus 0,2 Prozent aufweisen. Beachtlich ist dabei auch das vergleichsweise hohe Handelsvolumen, was auf traditionell im Verlauf des ersten Quartals zu verzeichnende, umfangreiche „Window-Dressing-„Aktivitäten institutioneller Anleger hindeutet. Zum anderen wird auf möglicherweise stattfindende Stützungskäufe der Regierung nahe stehender Pensionskassen spekuliert. Auch die Tatsache, daß Japan längerfristig traditionell „im guten wie im bösen“ eine vom internationalen Trend stark abweichende Kurstendenz verzeichnet, hat, trägt zu allmählich wachsenden Eindeckungen von Short-Positionen bei. Zunehmend verbessert sich die relative Kursentwicklung stärker zyklischer Aktien, insbesondere von Bank- und auch Telekommunikationswerten. Der Yen tendiert zum US-Dollar relativ stabil, zeigt aber gegenüber dem Euro eine ausgeprägte Schwäche, was naturgemäß die Performance des „Euroinvestors“ in japanischen Aktien merklich mindert.


Der Ausblick auf die Woche vom 27. bis 31. Januar 2003 (KW 05)
 
In dieser Woche stehen wieder zahlreiche Gewinnberichte an. Insgesamt berichten 120 Unternehmen aus dem S&P500. Mit American Express (Montag), Procter & Gamble (Dienstag), Philip Morris (Mittwoch), Boeing, ExxonMobil (Donnerstag),  stehen fünf grössere Unternehmen aus dem Universum des Dow Jones 30 an. Wie in den Wochen zuvor sind jedoch keine positiven Impulse zu erwarten. Die Berichterstattung zeigt sich bislang solide, es mangelt jedoch unverändert an positiven Unternehmensausblicken. Aus technischer Sicht präsentiert sich der amerikanische Markt nach dem Unterschreiten der Marke um 870 beim S&P500 angeschlagen. Nach einem durchaus erwarteten erfolgreichen Test des nächsten Supports um 850 gäbe es gute Chancen für eine kurzfristige Erholungsrallye. Ansonsten muss mit einem Test des letztjährigen Oktobertiefs um 780/800 gerechnet werden. Von der konjunkturellen Seite sind das Konsumentenvertrauen des Conference Boards sowie die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter erwähnenswert. Beide Daten sollten eher positiv überraschen und dem Markt eine Stütze bieten. Allerdings dürften die Märkte weiterhin eher nervös auf den Waffenbericht der UN-Inspekteure vom Montag reagieren. Am heutigen Mittwoch kommt der UN-Weltsicherheitsrat zu ersten Beratungen über den Bericht zusammen.     
 
In Europa - sind auch nach der de facto Fristverlängerung der USA für den Irak - vorerst konjunkturelle Faktoren entgegen den weiterhin im Vordergrund stehenden, politischen Unsicherheitsfaktoren kaum trendbestimmend. Jedoch sollte sich angesichts der Zuspitzung der politischen Ereignisse vor allem das Verbrauchervertrauen im Januar – Bekanntgabe am Freitag – weiter eingetrübt haben. Kurzfristig erscheint ein Test der alten Vorjahrestiefstände der europäischen Indizes durchaus möglich, bevor im Zuge neuer, erkennbarer Lösungsansätze, die die Brisanz der Irakkrise dämpfen, eine Trendumkehr erfolgen kann.
In Japan bleibt kurzfristig der Trend der Eindeckung von Short-Positionen sowie der Käufe auf Sicht Ende Finanzjahr am 31.3. (window dressing) weiter intakt. Die mögliche Ablösung des bisherigen, offenbar bereits entmachteten Notenbankchefs durch einen möglicherweise stärker wachstumsorientierten Nachfolger bleibt weiterhin ein Thema, was jederzeit zusätzlich anregen kann.

 

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