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COMINVEST ADIG Investment Fonds: Marktrück/-ausblick KW 06/07

USA: Grosses Kurspotenzial nach schneller Lösung der Krise; Europa: Investoren warten ab; Japan: Gegen den internationalen Trend Economics |
USA: Großes Kurspotenzial nach schneller Lösung der Krise

Wieder einmal bestimmte in der vergangenen Woche die Irakkrise die Entwicklung an der US-Börse. Im Zuge weiterer Verunsicherung gaben der S&P500 sowie der Dow Jones Industrials um drei Prozent bzw. 2,5 Prozent bei geringer Umsatztätigkeit nach. Die Nasdaq verlor ebenfalls drei Prozent. Das Dilemma zeigt sich derzeit in den diplomatischen "Verrenkungen" bei der Irakkrise. Sollte sich eine schnelle Lösung abzeichnen, dann haben die Börsen großes Kurspotenzial.

Von den Unternehmensberichten gibt es keine wesentlichen Impulse. Das Quartalsergebnis von Cisco Systems übertraf die Erwartungen zwar um zwei Cents, dagegen verstimmten jedoch Umsatzrückgang und trübe Aussichten. "Bezeichnend für die aktuelle Situation ist die Äusserung vom Chairman Chambers zu deuten, der von einer "Show-me-Erholung" der Wirtschaft sprach", sagt Klaus Breil, ADIG-Fondsmanager der COMINVEST. "Nach dem Motto: Zeigt mir erst weitere Anzeichen einer Erholung, dann werden wir uns darauf einstellen und auch investieren."

Von den Konjunkturdaten gab es durchaus positive Meldungen. Die Einkaufsmanagerindizes sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor stabilisieren sich deutlich oberhalb der Expansionsmarke um 50. Damit ist durchaus ein Wirtschaftswachstum um die vier Prozent im ersten Quartal möglich. Der Arbeitsmarktbericht gab dagegen wenig Aufschluss auf die Beschäftigungssituation. Die Beschäftigung stieg im Januar zwar um 143.000 Stellen im Einzelhandelsbereich, allerdings wurden in den Monaten November und Dezember wegen des erwarteten schwachen Weihnachtsgeschäfts Rückgänge in ähnlicher Grössenordnung gemeldet. Aus diesem Grunde verpuffte am Freitag die auf den ersten Blick positive Meldung.

Europa: Investoren verharren in Passivität, Handelsgeschäfte dominieren

In der ersten Februarwoche hat sich die Abwärtstendenz der Aktienkurse – bei weitgehender Passivität längerfristig orientierter Investoren - wieder beschleunigt. Letztlich wurde das Börsengeschehen von kurzfristigen Handelsgeschäften bei insgesamt niedrigem Umsatzvolumina dominiert. Die britische Börse ging als einziger Aktienmarkt mit einem Indexanstieg von knapp einem Prozent aus der Woche. Hier kam es zu einem kräftigen Kursanstieg bei Versicherungsaktien. Grund: Die Entscheidung der britischen Aufsichtsbehörde, dass Versicherungsinstitute, deren Wert der Kapitalanlagen einen Minimalwert unterschreitet (Gefährdung ihrer "solvency ratio"), nicht zu einem schnellen Abbau der Aktienquote gezwungen werden sollen. Auch die überraschende Leitzinssenkung der Bank of England trug zur positiven Kursentwicklung bei. Vor allem deshalb konnten die europäischen Börsen – inklusive Großbritannien - mit einem Indexminus von 2,3 Prozent gegenüber den Eurolandaktienmärkten (minus 4,2 Prozent) deutlich besser abschneiden. Der DAX, der seit Jahresanfang bereits mehr als elf Prozent abgegeben hat, landete am Freitag auf einem Sechsjahrestief. Erwartungen im Hinblick auf das ob und wann eines militärischen Konfliktes, führten während der Rede des US-Außenministers Powell kurzfristig zu starken Kursavancen. Als sich zeigte, dass Powell vor allem die unsicheren Kandidaten Frankreich und Deutschland nicht von der Notwendigkeit einer militärischen Lösung überzeugen konnte, fielen die Aktienkurse schnell wieder in den Abwärtstrend zurück. Auch der Krisenindikator "Ölpreis", der im Wochenverlauf neue langjährige Höchststände erklommen hat, gibt klare Hinweise auf eine kurzfristig noch wachsende Unsicherheit in Sachen Irak-Konflikt.

Die in der Vorwoche vorgelegten Konjunkturindikatoren spielten für den Kurstrend an den europäischen Aktienmärkten erneut nur eine untergeordnete Rolle. Dies gilt auch für Unternehmensresultate, die zudem – siehe Deutsche Bank und Commerzbank – keineswegs überzeugen konnten.

Trotz der starken Energiepreisverteuerung gerieten Ölaktien unter Druck. Grund: Investoren glauben nicht an einen beständig hohen Ölpreis. Ebenfalls abwärts ging es für Aktien aus den Sektoren Chemie, Nahrungsmittel, Pharma, Medien, Technologie und Automobil. Dagegen konnten sich Rohstoffaktien (ex-Öl) - als einziger Sektor verbuchte dieser einen Indexanstieg von knapp vier Prozent -, sowie Bank-, Einzelhandel- und Telekommunikationsaktien besonders gut im negativen Marktumfeld behaupten.

 

Japan: Aufwärts gegen den internationalen Trend

Gegen den Trend verzeichnete der Kabutocho nach einer Woche der Gewinnmitnahmen wieder positive Kursavancen. Der marktbreite Topix-Index konnte mehr als zwei Prozent zulegen. Damit zeigte der japanische Aktienmarkt erneut seine Quallitäten als "Diversifikationskomponente" in einem internationalen Aktienportefeuille. Positiv wurden die Quartalszahlen von Toyota aufgenommen. Insbesondere verbesserte sich die operative Gewinnmarge und die Tochtergesellschaft trug sehr positiv zum nahezu verdoppelten Quartalsergebnis bei. Die Zahlen von Sharp sorgten ebenfalls für eine positive Resonanz. Die weiteren Unternehmensergebnisse waren gemischt. Die Konjunkturdaten des "Leading Indicator" und die Konsumausgaben der Privathaushalte im Dezember, zeigen tendenziell nach unten.

Der Ausblick auf die Woche vom 10. bis 14. Februar 2003 (KW 07)

In dieser Woche äussert sich der Notenbankpräsident Greenspan über die aktuelle wirtschaftliche Situation sowohl vor dem Kongress (heute) als auch vor dem Repräsentantenhaus (Mittwoch). "Sollten kritische Worte in Richtung der aktuellen Defizitsituation ("Twin deficit") fallen, dann dürfte dies die Märkte negativ beeinflussen", meint Breil. Darüberhinaus bestimmen die diplomatischen Bemühungen bezüglich des Irak die Stimmung an den Märkten. Am Freitag trägt der Chefinspekteur Blix seinen Abschlussbericht vor dem Uno-Weltsicherheitsrat vor. "Von diesem Termin versprechen sich Investoren mehr Klarheit über die weitere Vorgehensweise gegenüber dem Irak", so der ADIG-Experte weiter.

Am Donnerstag werden die Einzelhandelszahlen veröffentlicht. Rückläufige Autoabsatzzahlen lassen einen leichten Rückgang erwarten. Im Gegensatz dazu könnten höhere Benzinausgaben dies wieder kompensieren. Von der Unternehmensseite stehen mit Coca-Cola (heute) und Dell Computer (Donnerstag) weitere Unternehmensmeldungen an. Diese sollten allerdings nach den vergangenen Wochen wenig Impulse auf die Marktentwicklung haben.

"Wenn auch noch kurzfristig etwas Risiko besteht – das Erholungspotenzial nach Lösung der politischen Krise ist beträchtlich", kommentiert Klaus Breil das aktuelle Szenario.

In Europa dürften Konjunkturdaten, insbesondere über die deutsche und französische Industrieproduktion im Dezember wohl eher enttäuschen. Wesentliche Trendfaktoren, die auch Stimmung und Verhalten der Anleger maßgeblich bestimmen, sind momentan die weiteren politisch/militärischen Tendenzen im Zusammenhang mit der Irakkrise. Sowohl die latente Dollarschwäche, der Boom am Rentenmarkt als auch die hartnäckige Aktienabstinenz - auch institutioneller Anleger - stehen im engen Zusammenhang mit der wachsenden Kriegsgefahr im Irak. Investoren sind zunehmend risikoscheu. Doch wohin mit dem Geld? Seit einiger Zeit entdecken Anleger wieder Rohstoffe und zinsloses Gold als Anlagealternativen.

In Japan zeigt die konjunkturelle Lage keinerlei Anzeichen einer Besserung. Nachdem die fiskalpolitischen Mittel weitgehend ausgeschöpft sind, kommt dem neuen Notenbankchef, der in Kürze ernannt werden wird, eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Deflationsspirale zu. Dieser Faktor Hoffnung in Verbindung mit teilweise guten Unternehmensdaten kann durchaus für weitere Kursimpulse sorgen.

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