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Schroders wöchentlicher Marktkommentar vom 10.02.2003

Wirtschaftsfokus - Spekulationen der Banken Economics |
Wirtschaftsfokus – Spekulationen der Banken

In unserer New Yorker Bewertung der Aussichten für die Weltwirtschaft in diesem Jahr haben wir hervorgehoben, dass eine Stärke von Großbritannien die Flexibilität ihrer Wirtschaftspolitik ist. Es zeichnet sich ab, dass der deflationäre Druck stärker als erwartet ausfallen könnte, weshalb wir der Meinung sind, dass die Bank of England mit einer Zinskürzung reagieren könnte, und damit der Nachfrage einen Schub verleihen würde. Uns war nicht bewusst, wie schnell der Geldpolitische Ausschuss (MPC) diese Woche mit einer Zinskürzung auf diese Flexibilität zurückgreifen würde. Tatsächlich rechneten wir eher mit einer Maßnahme von Seiten der EZB.

Aus den letzten Statistiken kann entnommen werden, dass die Einzelhandelsverkaufszahlen und der Wohnungsmarkt weiterhin robust sind, und weil die unterliegende Inflation über dem Zielwert liegt, wird nun spekuliert, dass die Bank etwas weiß, dessen sich der Markt noch nicht bewusst ist. An der Wirtschaftsfront waren die Produktionszahlen des herstellenden Gewerbes vom 07.02.03 (welche die Bank schon im vorhinein kennt) schwach – eine Entwicklung, die nicht gänzlich unerwartet kam. Trotz des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes fielen die letzten Neuigkeiten aus den USA ein wenig besser aus. Auf der finanziellen Seite bleiben die Versicherer aufgrund der Schwäche der Aktienmärkte unter Druck, aber wie wir vor einer Woche gesehen haben, fällt dies in das Aufgabengebiet der Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen (Financial Services Authority).

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Wir sind der Ansicht, dass dies ein Wagnis für den Geldpolitischen Ausschuss darstellt. Es ist weit verbreitet, dass es zur Zeit entscheidende und unhaltbare Ungleichgewichte in der Wirtschaft Großbritanniens gibt, die entwirrt werden müssen. Durch Zinskürzungen kommt es kurzfristig wahrscheinlich zu einem Anstieg des einheimischen Konsums, weil der Privathaushaltssektor weiterhin Schulden ansammelt und die Gewinne von morgen ausgibt. Die Angst, dass dies die aufgeblasenen Preise weitertreiben und das Ungleichgewicht der Wirtschaft verschlimmern könnte, wurde durch die Entscheidung des HBOS (der größte Geldgeber in Großbritannien) abgeschwächt, denn sie werden nur 10 Basispunkte der Kürzung an die Kreditnehmer weitergeben. Die Bank of England ist vorbereitet, um schon bei den kleinsten Anzeichen von Wirtschaftsschwäche Präventiventscheidungen zu treffen. Falls die Indikatoren weiterhin fallen, kann eine Zinskürzung nicht ausgeschlossen werden. Dies wird von den Märkten bereits erwartet.

Einige Anzeichen von Erholung

Wenn wir unsere Blicke nun auf die Weltwirtschaft richten, kann man bemerken, dass den Hoffnungen auf eine Erholung durch den Anstieg der US-amerikanischen ISM-Umfrage in eine Expansionsphase wieder Nahrung gegeben wurde. Die ISM ist im Januar leicht gefallen, blieb aber über der kritischen 50 Zähler Marke für den dritten Monat in Folge. Kombinieren wir dies mit dem Anziehen der Rohstoffpreise für Industriegüter, könnte man glauben, dass der Herstellungssektor in den USA wenigstens einen kleinen Aufschwung erlebt.

Es ist schwierig die zugrundeliegende Quelle dieser Erholung klar zu bestimmen, weil die Indikatoren aus Europa nicht anzeigen, dass diese bessere Stimmung weit verbreitet sei. Beide Studien, IFO und INSEE, in Deutschland und Frankreich zum Beispiel, verbleiben auf einem niedrigen Niveau. Der PMI der Eurozone hat sich im Januar verbessert, blieb aber weiterhin unter der 50er Marke. Der PMI von Großbritannien fiel weiter unter 50 Zähler im Januar. Ähnliche Entwicklungen gab es in Japan. Die Shoko Chukin-Studie hat sich abgeschwächt, und die Industrieproduktion fiel für vier Monate hintereinander.

Es ist möglich, dass die ersten US-amerikanischen Unternehmen anfangen, von der Abwertung des Dollars zu profitieren und Marktanteile von ihren europäischen und japanischen Konkurrenten zu gewinnen. Die steigende Nachfrage von China könnte auf die gestiegenen Aufträge zurückgeführt werden. Zusätzlich liefern die gestiegenen Ausgaben für die Verteidigung eine weitere Begründung, obwohl die gesamten Aufträge für langlebige Güter unverändert blieben.

Generell gesehen ist es möglich, dass eine kleinere Verbesserung der Auftragslage zu einer verstärkten Produktion geführt haben, weil die Lagerbestände gering gehalten werden. Wir wissen nicht, ob dies durch Preiskürzungen erreicht wurde. Wenn ja, unter Anbetracht der gestiegenen Akkordlohnkosten im vierten Quartal, werden die Unternehmen darauf angewiesen sein, Arbeitsplätze abzubauen, um ihre Rentabilität zu verteidigen.

Unsere Schlussfolgerung ist, dass die Aktivität in diesem Jahr ein wenig stärker ist und dass das Risiko eines augenblicklichen „Double-Dips" reduziert wurde. Trotzdem wird die Erholung der Industrie nur von kurzer Dauer sein, wenn die endgültige Nachfrage nicht auch zunimmt.

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