Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail. Jeden Werktag neu - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Grünes Licht für höhere Zinsen?

Simon Ward, Chefökonom bei Henderson Global Investors, analysiert, warum Anleger schon bald mit einer Normalisierung der Geldpolitik durch die Zentralbanken rechnen sollten. Economics | 18.08.2015 17:32 Uhr
Simon Ward, Chief Economist, Henderson Global Investors / ©  Henderson Global Investors
Simon Ward, Chief Economist, Henderson Global Investors / © Henderson Global Investors

Einer der Gründe, warum Anleger schon bald mit einer Normalisierung der Geldpolitik durch die Zentralbanken rechnen sollten, ist die inzwischen wieder deutlich gestiegene Kreditvergabe der Banken. So sind die Ausreichungen der Kredithäuser aus den G7-Ländern an den Privatsektor in den sechs Monaten bis Juni mit einer Jahresrate von 4,6% gewachsen und damit so schnell wie seit 2008 nicht mehr. Die nachstehende Grafik macht das deutlich. Besonders ausgeprägt ist der Trend in den USA und in Kanada. Aber auch in den übrigen fünf der G7-Länder vergeben die Banken wieder mehr Kredite.

Wachsen kann eine Volkswirtschaft nur, wenn auch die Geldmenge wächst. Unter normalen Bedingungen ist die Bankenkreditvergabe die wichtigste Quelle der Geldschöpfung. Zwischen Ende 2008 und Ende 2014 trat die Kreditvergabe in den G7-Ländern jedoch auf der Stelle. Die Zentralbanken zwang das zu einer außergewöhnlich lockeren Geldpolitik, um ein adäquates Geldmengenwachstum sicherzustellen. Mit Erfolg, denn in den Jahren 2011-2014 wuchs die weiter gefasste Geldmenge M3  in den G7-Ländern im Schnitt um 4,1% pro Jahr. Sie stellte damit die Weichen für einen nachhaltigen, wenn auch unter der Trendrate liegenden weltweiten Wirtschaftsaufschwung und eine stabile "Kern“-Inflation.

Da die Bankenkreditvergabe inzwischen kein Hindernis mehr für weiteres Wachstum der Geldmenge M3 ist, müssen die Zentralbanken nun den Geldhahn drosseln. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das monetäre Aggregat M3 zu schnell wächst und damit einem beschleunigten Preisauftrieb Vorschub leistet.

Seit vielen Jahren ist die Lücke zwischen Kreditvergabe und Geldmengenwachstum ein wichtiger Indikator für die Politik der Zentralbanken. So sinken die Zinsen in der Regel, wenn die Kreditvergabe langsamer wächst als die Geldmenge, während sie tendenziell steigen, wenn wieder mehr Kredite ausgereicht werden. Inzwischen hat das Kreditwachstum zum Wachstum der Geldmenge M3 aufgeschlossen und deutet damit einen Wendepunkt bei den Zinsen an.

Simon Ward, Henderson Global Investors

Wendepunkt

Geldmenge M3 und Bankenkreditvergabe in den G7-Ländern (in % über 6 Monate, annualisiert)

Glossar 

G7: Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und die USA.   M3: das am weitesten gefasste Geldmengenaggregat einer Volkswirtschaft. Volkswirte verwenden es, um die gesamte zur Verfügung stehende Geldmenge in einer Volkswirtschaft zu schätzen. Regierungen dient die Geldmenge M3 als Orientierung für ihre Politik und zur Steuerung der Inflation.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.05.2021 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com