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Internationale Studie: Armutszeugnis für Österreichs Pensionssystem

Im Vergleich der Altersvorsorgesysteme in 25 ausgesuchten Ländern liegt Österreich nur auf dem 18. Platz. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte "Melbourne Mercer Global Pension Index 2015" - insbesondere die Nachhaltigkeit des österreichischen Systems gibt ernsthaft zu bedenken und wird laut Studie aktuell nur von einem weiteren Land unterboten. Economics | 19.10.2015 15:30 Uhr
Die Wiener Ringstraße im Jahr 2015: "Bereits 2030 wird Österreich vor großen Herausforderungen stehen", heißt es in der Studie des Beratungsunternehmens Mercer. / ©  JFL Photography - Fotolia
Die Wiener Ringstraße im Jahr 2015: "Bereits 2030 wird Österreich vor großen Herausforderungen stehen", heißt es in der Studie des Beratungsunternehmens Mercer. / © JFL Photography - Fotolia

Pensionssystem in Österreich ist nicht nachhaltig

Im Vergleich der Altersvorsorgesysteme in 25 ausgesuchten Ländern liegt Österreich nur auf dem 18. Platz. Spitzenreiter bleibt Dänemark, gefolgt von Australien und den Niederlanden. Die Schlusslichter des Rankings sind Indien, Südkorea und Japan.

Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Melbourne Mercer Global Pension Index 2015, der vom Beratungsunternehmen Mercer bereits zum siebten Mal in Kooperation mit dem Australian Centre for Financial Studies erstellt wurde. Die Bewertung des österreichischen Pensionssystems wurde auch 2015 in Zusammenarbeit mit der Agenda Austria durchgeführt. Die Studie untersucht und bewertet die Altersversorgung verschiedener Länder hinsichtlich ihrer Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität. Dabei wurden neben den staatlichen Rentensystemen und der betrieblichen Altersversorgung auch private Anlagen und Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt.

Nachhaltigkeit: Nur Italien schneidet schlechter ab

Mit 52,2 liegt der Gesamtindexwert Österreichs in etwa im Bereich des Vorjahresergebnisses (2014: 52,8). Das entspricht Rang 18 von 25 . Hauptgrund für dieses vergleichsweise schlechte Ergebnis ist der Bereich Nachhaltigkeit, in dem z. B. die Finanzierung des Rentensystems betrachtet wird. Hier erreicht Österreich lediglich 17,2 Punkte und ist damit seit 2014 (18,9 Punkte) weiter zurückgefallen. Nur Italien (12,1 Punkte) liegt noch dahinter.

Die fehlende Nachhaltigkeit des österreichischen Systems, z. B. im Vergleich zum schwedischen Modell, ist laut den Erkenntnissen der Studie dadurch begründet, dass es keine automatische Anpassung an demografische Entwicklungen gibt. Eine solche automatische Anpassung wäre für alle Generationen gerechter. 

Mercer sieht dringenden Reformbedarf

Die Bewertung Österreichs zeigt, wo am Pensionssystem noch gearbeitet werden muss. Dass sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändern wird, war zu erwarten, nachdem es keine Reformen gab. Wünschenswert und wichtig wäre eine Reaktion auf derzeitige und zukünftige Entwicklungen, wie z. B. die Überalterung der Bevölkerung bei gleichzeitigem Arbeitskräftemangel – bereits 2030 werden wir hier vor großen Herausforderungen stehen“, so Josef Papousek, Geschäftsführer von Mercer in Österreich. „Wir benötigen endlich eine attraktive Unterstützung für Unternehmen in Österreich ‒ zum Beispiel durch steuerliche Anreize, um Gesundheits- und Altersversorgung anbieten und den demografischen Wandel bewältigen zu können. Umstände wie z. B. die steigende Lebenserwartung müssen im System berücksichtigt werden.“

Von Spitzenreitern lernen

Gründe für das gute Abschneiden Dänemarks (81,7 von 100 möglichen Punkten) sind u. a. die solide Finanzierung und guten Leistungen auf Basis eines hohen Vermögens- und Beitragsniveaus. Ein weiterer Vorteil ist ein gut reguliertes privates Vorsorgesystem.

„Es war noch nie wichtiger als heute, die Rentensysteme durch notwendige Reformen zu verbessern und damit auch die finanzielle Sicherheit des Einzelnen und der Gesellschaft zu gewährleisten“, so David Knox, Autor der Studie und Senior Partner bei Mercer. „‘Der Melbourne Mercer Global Pension Index‘ ermöglicht Verantwortlichen in der Politik, von den angemessensten und nachhaltigsten Systemen der Welt zu lernen. Wir wissen, dass es kein perfektes und universell anwendbares System gibt, aber wir sehen viele Gemeinsamkeiten, die zu besseren Ergebnissen führen können.“

Melbourne Mercer Global Pension Index 2015: Ergebnisse nach Gesamtindexwert geordnet

Land

 

Ranking

Gesamt-index

2015

Werte der Sub-Indices

2015

2014

Angemessenheit

Nachhaltigkeit

Integrität

Dänemark

1/25

1/25

81.7

77.2

84.7

84.5

Niederlande

2/25

3/25

80.5

80.5

74.3

89.3

Australien

3/25

2/25

79.6

81.2

72.1

87.6

Schweden

4/25

6/25

74.2

71.1

72.6

81.5

Schweiz

4/25

5/25

74.2

73.9

68.4

82.9

Finnland

6/25

4/25

73.0

70.7

61.8

92.4

Kanada

7/25

7/25

70.0

79.4

56.2

74.3

Chile

8/25

8/25

69.1

62.8

65.0

84.8

UK

9/25

9/25

65.0

64.2

51.3

85.5

Singapur

10/25

10/25

64.7

55.7

65.9

77.2

Irland

11/25

11/25

63.1

77.0

36.2

78.5

Deutschland

12/25

11/25

62.0

76.0

36.8

75.0

Frankreich

13/25

14/25

57.4

77.2

36.6

54.9

USA

14/25

13/25

56.3

55.1

54.4

61.1

Polen

15/25

15/25

56.2

61.8

40.6

69.0

Südafrika

16/25

16/25

53.4

47.3

43.0

77.7

Brasilien

17/25

18/25

53.2

64.6

24.5

75.1

Österreich

18/25

17/25

52.2

67.6

17.2

76.8

Mexiko

19/25

20/25

52.1

56.4

53.5

43.4

Italien

20/25

19/25

50.9

68.4

12.1

77.4

Indonesien

21/25

22/25

48.2

41.3

40.1

70.8

China

22/25

21/25

48.0

62.7

29.8

50.0

Japan

23/25

23/25

44.1

48.8

26.5

61.2

Südkorea

24/25

24/25

43.8

43.9

41.6

46.8

Indien

25/25

25/25

40.3

30.0

39.9

57.6

Durchschnitt

60.5

63.8

48.2

72.6

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