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Volkswirt Hüfner: "Großbritannien wurde unterschätzt"

Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater der Hello bank! Österreich, korrigiert das weit verbreitete, dunkle Bild über Großbritannien nach der Brexit-Entscheidung. Das Vereinigte Königreich habe das Votum überraschend gut weggesteckt, die Wirtschaft wächst schneller als der Euroraum. Das liegt laut Hüfner an dem großen, dynamischen Binnenmarkt, insbesondere der private Konsum steigt weiterhin rasant. Der Experte sieht auch für Anleger in Großbritannien gute Chancen. Economics | 01.03.2017 13:55 Uhr
Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater, Hello bank! Österreich / © Hello bank! Österreich
Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater, Hello bank! Österreich / © Hello bank! Österreich
"Viele von uns haben die Briten unterschätzt. Die Konjunktur hat nach der Brexit-Entscheidung zwar ein paar Tage gelitten, dann hat sie sich jedoch kräftig erholt", analysiert Hüfner. "Im Gesamtjahr 2016 ist das reale BIP in Großbritannien mit 1,8 Prozent noch stärker gestiegen als im Euroraum, der ein Wachstum von 1,6 Prozent verzeichnete. Und heuer könnten die Briten noch mehr zulegen." Der Volkswirt sieht die Hauptgründe dafür in der schnellen Reaktion der Geldpolitik, die das Pfund zügig abwertete und dem überraschend starken Privatkonsum. "Die britischen Verbraucher haben sich die Laune nicht verderben lassen und weiter wie die Weltmeister gekauft", sagt Hüfner.

Großbritannien braucht Strukturreformen

Genau hier sieht der Berater der Hello bank! Österreich jedoch auch eine Gefahr für das Vereinigte Königreich: "Der große Binnenmarkt ist nicht genug. Der Konsum kann nicht ewig schneller wachsen als die Einkommen. Das Land hat zudem strukturelle Schwächen. Es hat zu wenig Industrie und ist damit von ausländischen Lieferungen abhängig. Und es ist ebenso stark abhängig von ausländischen Arbeitskräften, was im Falle einer restriktiven Einwanderungspolitik ein Problem wird", so Hüfner. "Wenn das Land dauerhaft erfolgreich sein will, braucht es Strukturreformen zum Aufbau einer eigenen Wirtschaftskraft."

Brexit-Verhandlungen: "EU sollte nicht am hohen Ross sitzen"

Der Europäischen Union rät der Volkswirt, bei den Verhandlungen über den Brexit "nicht auf dem hohen Ross" zu sitzen und die Briten als Bittsteller zu betrachten: "Wir sollten nicht nur hart sein, um zu verhindern, dass andere Länder auf den Gedanken kommen, auch auszutreten. Wenn die EU kein vernünftiges Handelsabkommen mit Großbritannien hinbekommt, straft sie sich selbst." 

Für Anleger: Chancen und Risiken gut abwägen

Für den Anleger sei Großbritannien jedenfalls trotz Brexit interessant, meint Hüfner: "Es hat einen Zins, der nicht so niedrig ist wie auf dem Kontinent, und einen attraktiven Aktienmarkt. Seit der Brexit Entscheidung ist der FTSE 100 um 20 Prozent gestiegen. Andererseits muss man immer die Währungsrisiken beachten. Inzwischen ist das Pfund aber so viel billiger geworden, dass die Wahrscheinlichkeit weiterer Abwertungen geringer geworden ist."
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