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Experten-Diskussion in Wien: "Das Pensionssystem muss nachhaltig werden"

Am 7. und 8. Juni 2017 findet in Wien der 2. Institutionelle Altersvorsorge- und Investorengipfel statt. Wieder treffen sich rund 120 in- und ausländische Experten aus den Bereichen Finanz, Wirtschaft, Pensions- und Vorsorgekassen, Kirchen, Stiftungen, Corporates etc. sowie Vertreter der EU um über Investitionsmöglichkeiten zu diskutieren, bzw. Erfahrungen dahingehend auszutauschen, wie man die Altersvorsorge auf ein stabiles Fundament stellen kann. Economics | 08.06.2017 16:13 Uhr
© Barbara Bertolini / Copyright: Fotografin Sabine Klimpt
© Barbara Bertolini / Copyright: Fotografin Sabine Klimpt

Am Podium von li nach re:

Prof. Dr. Bernd Marin, European Bureau for Policy Consulting and Social Research, Wien

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn, München, Prof. em. Ludwig Maximilians-Universität, Gründungspräsident des CESifo

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Heribert Karch, CEO aba-Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersvorsorge, Berlin

Mag. Karin Keglevich-Lauringer, GF Special Public Affairs PR-Beratung und Lobbying GmbH

Wien: Im Jahr 2017 leben die Menschen länger, gehen dafür aber früher in Pension als noch im Jahr 1970 – das ist weniger erfreulich. Trotzdem hält die Sozialpolitik immer noch daran fest: „Die Pensionen sind sicher“. Das mag stimmen, nur in welcher Höhe? „Hier agieren Politik und Interessensverbände häufig unfassbar verantwortungslos“, so Prof. Dr. Bernd Marin, Sozialforscher und Alterungsexperte, sowie Leiter des European Bureau for Policy Consulting and Social Research Vienna. Er ergänzt: “Wer eine nachhaltige Wohlstandsgesellschaft will, muss sie radikal neu denken und dabei mit den Sozialversicherungs- und Rentensystemen beginnen. Es muss aber auch klar sein, dass es kein Altersvorsorgesystem ohne Risiken gibt. Aber Systeme unterscheiden sich maßgeblich in ihrer Stabilität, Trag- und Selbststeuerungsfähigkeit sowie Nachhaltigkeit. Entscheidend ist ein komplementärer Mix an effektivem Risikomanagement. Eine solche Neujustierung des 3. oder Mehr-Säulen-Systems steht in Österreich noch weitestgehend aus“.

Es bedarf einer Demokratisierung bei den Pensionen. Nicht die staatliche Pension allein – wie die Politik vorgaukelt – wird unseren Wohlstand im Alter erhalten, sondern nur die optimale Kombination von staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge. Solange aber die Ausgaben für die 2. und 3. Säule in Österreich politisch ausgebremst werden, ist die gewünschte Selbstverantwortung  doch eher eingeschränkt.

Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Hans-Werner Sinn, Ökonom und Finanzwissenschaftler , deponiert: „Die Erträge der privaten Altersvorsoge sind durch die Null- und Negativzinspolitik der europäischen Zentralbank erodiert. Diese Politik hat riesige Umverteilungswirkungen zu Gunsten der Staaten in Südeuropa und zu Lasten der Sparer in Deutschland und Österreich zur Folge. Es steht zu hoffen, dass sich die EZB der Zinswende in den USA nicht wiedersetzt, um Staaten vor der Überschuldung zu retten, was nicht ihre Aufgabe ist. “

Trotzdem meint Professor Sinn, dass aus demographischen Gründen kein Weg an einer Erhöhung der Ersparnis vorbeiführt. „Eine Generation, die weder Kinder großzieht noch spart, muss im Alter hungern, denn von nichts kommt nichts“.

„Auch in der gesamten EU“, so weiß Marin, „leidet man beim Thema Pensionen unter einer chronischen und massenhaften Inaktivitätsatrophie.“

Das deutsche Betriebsrenten-Stärkungsgesetz

„In Deutschland ist man mit dem neuen Betriebsrenten-Stärkungsgesetz zumindest einen wichtigen Schritt vorwärts gekommen, der zwar noch kein Big Bang ist, aber ein Schritt des politisch Machbaren“, so Heribert Karch, Vorstandsvorsitzender der aba-Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung und Geschäftsführer der MetallRente.  Man hat erkannt, dass das Zusammenwirken der staatlichen Rente und der Betriebsrente unabdingbar ist, um den Wohlstand im Alter zu erhalten. „Die Einführung eines Sozialpartnermodells mit Beitragszusage ist ein absolutes Novum und ein gelungener Schachzug der Politik. Dass mit diesem Gesetz vor allem die KMUs angesprochen werden ist gewollt, wenn auch kurzfristig nicht zu erwarten, da die meisten Unternehmen nicht tarifgebunden sind. Dennoch, dieses Sozialpartnermodell wird eine starke Referenzwirkung ausüben und so auch KMUs mittelfristig dazu bringen sich dem anzuschließen“ ist Karch überzeugt und ergänzt, dass dies ein Prestigeprojekt der jetzigen Regierung ist, auch wenn das in der Öffentlichkeit noch nicht so diskutiert wird. „Aber Pensionsreformen haben es an sich, dass sie kompliziert und daher schwer ‚vermittelbar‘ sind“, ergänzt Karch.

Mit diesem Modell geben die Tarifpartner eine neue Form des Rentenversprechens ab. Mit der Möglichkeit mehr Rendite zu erzielen und gleichzeitig den Arbeitgeber von seiner Haftung für das Rentenversprechen zu befreien ist ein Modell gelungen, das für beide Seiten attraktiv ist , auch wenn dabei die Garantie der Rendite wegfällt, aber nur so ist eben mehr Rendite erzielbar. Das Investment in Aktien sieht Sinn auch als sichere Investition, denn diese sind nur scheinbar unsicher, in Wirklichkeit bedeuten sie eine Teilhabe an einem realen Unternehmen.

Eine pluralistische Wohlstandsgesellschaft ist gefordert

Marin fordert „eine Neudefinition von  Arbeit, Wohlstand und Wohlfahrt. Der herkömmliche Sozialstaat muss in eine pluralistische Wohlfahrtsgesellschaft weiter entwickelt werden. Das ist mit wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstrukturen und Grundrechten auf Gesundheitsdienste und Bildung zu verknüpfen“. Ein Gesamtkonzept muss nicht nur vorhersehbar und fair sondern auch nachhaltig sein. Nichts zu tun geht immer zu Lasten der Schwächeren, darin waren sich alle einig.

Hinweis: Weitere Informationen zum 2. Institutionellen Altersvorsorge- und Investorengipfel finden interessierte Leser hier.

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