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Auf die Bilanzsumme kommt es an – aber werden auch die Zinsen steigen?

Was es bedeuten kann, wenn die Fed jetzt die Bilanzsumme verringert: Ein Makro-Update von Erik S. Weisman, Ph.D., Chief Economist von MFS. Economics | 13.09.2017 18:40 Uhr
Erik S. Weisman, Ph.D., Chief Economist, MFS / ©  MFS
Erik S. Weisman, Ph.D., Chief Economist, MFS / © MFS

"Anfang Juli haben wir skizziert, was es bedeutet, wenn die Fed jetzt mit einer Verringerung der Bilanzsumme beginnt und die Wertpapiere in ihrem Besitz allmählich auslaufen lässt. Heute wissen wir noch etwas mehr: Wie der Offenmarktausschuss (FOMC) in seinem Juli-Statement erklärte, geht er davon aus, mit der Bilanznormalisierung recht bald zu beginnen – wenn sich die Wirtschaft im Grossen und Ganzen entwickelt wie erwartet. Schon früher hatte die Fed einen Beginn noch in diesem Jahr angedeutet, sodass Marktbeobachter – auch wir – mit September und Oktober rechneten. Doch wenn das Gesetz zur Anhebung der Staatsschuldengrenze (und damit zur Finanzierung der US-Regierung) nicht bis Ende September verabschiedet ist, könnte die Notenbank noch bis zum Spätherbst warten, um nicht in einer unsicheren Marktphase zu beginnen.

Da das bevorzugte Inflationsmass der Fed deutlich unter ihrem 2%-Ziel liegt, könnte die Bilanzverringerung schon bald das wichtigste Instrument der geldpolitischen Normalisierung sein. Den Märkten zufolge betrug die implizite Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinsanhebung um 25 Basispunkte noch in diesem Jahr nur etwa 50% (Stand: Mitte August). Viele Offenmarktausschussmitglieder, die auf eine eher lockere Geldpolitik setzen, sprachen sich für eine Bilanznormalisierung bei gleichzeitiger Aussetzung weiterer Zinsschritte aus. 

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Für die Märkte war die Aussicht auf eine Verringerung der Fed-Bilanzsumme bislang kein Problem. Doch wie stets gilt auch hier, dass die Entwicklung der Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft ist. Die Fed begibt sich auf unerforschtes Terrain. Man sollte sich daher nicht zu sicher sein, dass die Märkte auch weiterhin mit Gleichmut auf Änderungen der Geldpolitik reagieren. Da die Langfristzinsen im Vergangenheitsvergleich sehr niedrig sind, könnten der Abbau der Bilanzsumme und der Liquiditätsentzug durchaus zu einem gewissen Renditeanstieg führen. Doch der Langfristausblick bleibt schwach – für Wachstum und Inflation gleichermassen. Die US- und die Weltwirtschaft leiden noch immer unter einer Reihe struktureller Herausforderungen. Dazu zählen die recht hohe Verschuldung, die ungünstige Demografie und die disinflationären Wirkungen von Globalisierung und technischem Fortschritt. Wir bleiben dabei, dass die Langfristzinsen gemessen an der Vergangenheit wohl noch weiter eher niedrig bleiben werden."

Erik S. Weisman, Ph.D., Chief Economist, MFS


Gastkommentare werden von anerkannten Experten verfasst, deren Meinungen nicht mit jener der e-fundresearch.com Redaktion übereinstimmen müssen.

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Dieser Beitrag enthält die Einschätzungen von Erik Weisman, die sich jederzeit ändern können. Sie sollten weder als Anlageberatung noch als Wertpapierempfehlung oder Hinweis auf beabsichtige Transaktionen für Investmentprodukte von MFS aufgefasst werden.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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