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Aktuelle Einschätzung: ADIG

e-fundresearch versucht, Ihnen in den nächsten Tagen einen Überblick über die aktuellen Markteinschätzungen der wichtigsten Fondsgesellschaften zu geben. Sehr ausführliches Kommentar der ADIG zur Auswirkung des Terroranschlags in den USA auf die internationalen Kapitalmärkte. Economics |

"ADIG-Investment: Auswirkungen des Terroranschlags in den USA auf die internationalen Kapitalmärkte

  • Nach derzeitigem Stand nur begrenzte Auswirkungen - weitere politische Risiken schwer absehbar
  • Unsicherheit und erhöhte Spannung bereits in den Kursen verarbeitet - kurzfristig höhere Kursschwankungen möglich
  • Verzögerung des weltweiten Konjunkturaufschwungs - langfristig kaum Auswirkungen
Nach den gestrigen Ereignissen in New York und Washington sind heftige Diskussion um die politischen und ökonomischen Auswirkungen entbrannt. Insbesondere die politische Situation und ihre Risiken lassen sich derzeit schwer fassen. Die Wahrscheinlichkeit eines großflächigen militärischen Gegenschlags sowie eine Spaltung der internationalen Staatengemeinschaft sind allerdings gering. Auf der Grundlage der derzeitigen Datenlage lassen sich folgende Aussagen treffen: 1. Weltfinanzkrise - Unwahrscheinlich

Eine Finanzkrise ist aufgrund des vorausschauenden Verhaltens der internationalen Notenbanken und des gesunden Weltfinanzsystems unwahrscheinlich. Eine Dollarkrise - ausgelöst durch einen Vertrauensverlust - steht nicht vor der Tür. Zwar wird der Euro kurzfristig profitierten, längerfristig hält ADIG an ihrer fundamental gestützten Prognose von 90 Cents fest.

2. Weltrezession - Kurzfristige Risken gestiegen; Konjunkturerholung 2002 nicht gefährdet

Der Ölpreis sollte sich bei 28 Dollar pro Barrel (159l) stabilisieren, innerhalb des von der OPEC avisierten Preisbandes zwischen 22 und 28 US-Dollar. Ein Ölpreis in dieser Höhe stellt keine nachhaltige Gefahr für die Weltkonjunktur dar. Allerdings wird die Konjunktur wahrscheinlich einen Dämpfer erhalten, da sich das US-Konsumklima verschlechtern dürfte. Damit fällt der wichtigste Wachstumsträger, der private Verbrauch, zunächst aus. Für die Zukunft werden sich die Konjunkturerwartungen stabilisieren.

3. Notenbanken - Die Liquiditätsschleusen werden geöffnet

Die internationalen Zentralbanken haben keinen Zweifel daran gelassen, daß sie ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen werden. Die Märkte spekulieren auf eine Zinssenkung um 50 Basispunkte seitens der US-amerikanischen Notenbank auf dann 3%. Die Europäische Zentralbank wird ebenfalls erneut an der Zinsschraube drehen. Auch die Bank of Japan hat signalisiert, die Liquiditätsversorgung sicherzustellen.

4. Zinsstrukturkurve - Vorerst steiler

Ausgehend von den geldpolitischen Operationen am kurzen Ende, werden die Zinsstrukturkurven steiler werden. Das lange Ende wird von der aktuellen Situation nur unterproportional profitieren. Zehnjährige Bundesanleihen und Treasury Notes mit Renditen von unter 5% sind bei Betrachtung von Risikoprämien relativ zu Aktien als teuer einzustufen. Ins Jahr 2002 hinein werden die Renditen deshalb steigen.

5. Rentenportfolios - Kürzere Laufzeiten durchhalten; Ausweitung der Zinsdifferenzen begrenzt

In Erwartung einer steileren Zinsstruktur sollte die Positionierung in kürzeren Laufzeiten beibehalten werden. Die Zinsdifferenzen zwischen Bundesanleihen einerseits und festverzinslichen Wertpapieren schlechterer Bonität bzw. niedrigerer Liquidität anderseits sollten sich nicht zu stark ausweiten. Die steilere Zinsstruktur sowie die mittelfristige günstige Perspektive für die Weltkonjunktur unterstützen diese Annahme.

6. Aktien - Kurz- und mittelfristige Sicht

Die Aktienmärkte Europas und Asiens haben auf die Ereignisse regieren können. Die kurzfristigen Kursreaktionen verliefen etwa wie in vergangenen Krisen. Zu nennen sind hier vor allem das Ultimatum vor dem Golfkrieg (Dezember 1990), die Asienkrise (Oktober 1997) oder die Rußland- und Hedge-Fonds-Krise (August-Oktober 1998). Kurzfristig werden sicher stark schwanken. Von überhasteten Verkäufen rät ADIG dringend ab, vor allem aufgrund der vorübergehend belastenden und zu Übertreibungen führenden markttechnischen Faktoren, auch ausgelöst durch Portfolioabsicherungen. Ohnehin waren die Risikoprämien für Aktien, also die relative Bewertung von Aktien gegenüber Renten, im Zuge der jüngsten Kursrückgange und Zinssenkungen auf einem hohen Niveau. Durch den gestrigen Tag tendieren sie in Richtung Übertreibung.


Kurzfristige Sichtweise (Jahresende) - Dämpfung des Erholungsszenarios

Die zu erwartende kurzfristige Beeinträchtigung des Konsumklimas, vor allem in den USA, und die Auswirkung auf die private Nachfrage verschieben die Erholungserwartungen für die Unternehmensseite. Hierbei handelt es sich um ein kurzfristig negatives Risiko, das sich mit Blick auf 2002 im Laufe des 4. Quartals dieses Jahres zurückbilden sollte. In den kommenden Monaten sind die Revisionsrisiken für die Unternehmensgewinne höher anzusetzen. Kurzfristige weitere Übertreibungen im Zuge neuer Ereignisse können nicht ausgeschlossen werden.

Mittelfristige Sichtweise (6-9 Monate) - Erholung für 2002 in Sicht

Die fundamentale Bewertung eröffnet unverändert Potential für die Aktien, erhöht um die kurzfristigen negativen Übertreibungen. Die Marktentwicklung eröffnet unseres Erachtens die Chance, die Portfolios mittelfristig auszurichten: ausgewählte zyklische Branchen zu verstärken und defensive Branchen in den kommenden Wochen unterzugewichten."

 

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