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Furcht vor Nachteile durch AIFM-Richtlinie

Mit Netto-Mittelzuflüssen in Höhe von elf Mrd. Euro bis einschließlich Oktober 2009 sind Spezialfonds in diesem Jahr ein starkes Standbein des Investmentstandorts Deutschland. Funds | 09.12.2009 16:40 Uhr

„Es ist nicht nachzuvollziehen, dass in Folge eines europäischen Aktionismus diese hervorragende Anlagemöglichkeit zu Lasten unserer Arbeitnehmer und Rentner geopfert werden soll“, sagte Peter Hadasch, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Firmenpensionskassen e.V. (VFPK), mit Blick auf die geplante „Alternative Investment Fund Managers“- (AIFM-)Richtlinie, am Mittwoch in Frankfurt. Dem Firmenpensionskassen-Verband sind etwa 4.000 Trägerunternehmen angeschlossen, bei denen mehr als 1,1 Mio. Arbeitnehmer und 260.000 Rentner versichert sind. Die Bilanzsumme der im VFPK vereinten Kassen beträgt 39,3 Mrd. Euro.

Bernd Vorbeck, Vorstandsmitglied des BVI Bundesverband Investment und Asset Management, unterstreicht, dass die bereits umfassend regulierten Spezialfonds keiner zusätzlichen oder gar widersprüchlichen Regulierung bedürfen. „Die AIFM-Richtlinie führt zu höheren Kosten und geringerer Flexibilität in der Kapitalanlage. Am Ende drohen den Betriebsrentnern und Versicherten Einbußen bei ihrer Altersvorsorge“, so Vorbeck. Bleibe der weite Anwendungsbereich unverändert, seien sachgerechte Differenzierungen der produktbezogenen Regeln unerlässlich.

Spezialfonds sind nach Auffassung von Anbietern und Anlegern in Deutschland schon heute ausreichend reguliert. Sie stellten mit gut 700 Mrd. Euro rund 30 Prozent des gesamten in Europa von der AIFM-Richtlinie erfassten Volumens. „Die  Nachteile durch den weiten Regulierungsansatz sind zu groß, als dass sie in Kauf genommen werden dürften“, so Vorbeck. Die zusätzliche Regulierung schaffe keine zusätzliche Sicherheit und Transparenz, sondern schränke professionelle Investoren, wie zum Beispiel Versicherungen, Pensionskassen, Stiftungen und Kreditinstitute, unnötig ein. Diese Anlegergruppe sollte grundsätzlich von der Vertragsfreiheit profitieren können. „Beim Thema Regulierung geht es auch um die Zukunftsfähigkeit des Investmentstandorts Deutschland. Wir begrüßen daher sehr, dass sich die Bundesregierung für sachgerechte Differenzierungen im Rahmen der AIFM-Richtlinie einsetzen will“, so Vorbeck.

Werde die Wettbewerbsfähigkeit von Spezialfonds beschädigt, drohe die Verlagerung der Kapitalanlage auf ausländische Standorte. Dies hätte negative Folgen für die Arbeitsplätze hierzulande. Auch seien die institutionelle Sicherheit und die klaren rechtlichen Bedingungen des deutschen Spezialfonds in der betrieblichen Altersversorgung besonders geschätzte Vorteile. Diese Vorteile drohten bei einer Verlagerung auf andere Anlageinstrumente verlorenzugehen.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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