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Chile: stabil, sicher, aber teuer

Für Experten ist Chile die sicherste und stabilste Volkswirtschaft Lateinamerikas und dementsprechend eines der ersten Länder, das vom Emerging Markets-Status hinaufgestuft werden könnte. Doch die Sicherheit hat auch ihren Preis: Funds | 15.07.2010 04:30 Uhr

Der Aktienmarkt gilt derzeit als vergleichsweise hoch bewertet. Vor allem Bank- und Konsumtitel werden von Experten als teuer eingeschätzt.

Defensiver chilenischer Aktienmarkt

Der chilenische Aktienmarkt gilt als eher defensiv. So machen alleine Elektrizitätsunternehmen rund 16 Prozent des Leitindex IPSA aus. Anders die Situation in Brasilien und Mexiko, wie Benjamin Theurer Chile-Experte und DWS-Fondsmanager für Emerging Market Aktien, erklärt: „Der brasilianische Aktienmarkt ist im Vergleich deutlich rohstofflastiger, wo hingegen der mexikanische Markt aufgrund des hohen Anteils zyklischer Telekommunikationswerte und der US-Abhängigkeit volatiler ist.“

Pensionsfonds investieren in chilenische Aktien

Zugute kommt dem chilenischen Aktienmarkt auch das fortschrittliche Pensions- und Sozialversicherungssystem, das im Zuge der Strukturreformen nach dem Ende des Pinochet-Regimes beschlossen wurde. So investieren etwa die Pensionsfonds regelmäßig in chilenische Aktien – konkret ist es ein Sechstel des Monatslohns eines Arbeitnehmers. „Das hat einen enormen Stützungscharakter. Der Markt ist weniger volatil und durch geringere Abflüsse gekennzeichnet“, so Theurer.

Chile stabilstes Land Lateinamerikas

„Auch in politischer Hinsicht ist Chile das stabilste Land Lateinamerikas“, so Angel Ortiz, Manager des Fidelity Funds – Latin America A USD (ISIN: LU0050427557), gegenüber e-fundresearch. Daran habe auch die Ablösung der Mitte-Links-Koalition nach fast 20-jähriger Regentschaft durch den konservativen Sebastián Pinera nichts geändert – im Gegenteil: Ortiz erwartet sich eine noch dynamischere, wirtschaftsfreundlichere politische Linie. „Vor venezolanischen Zuständen müssen sich Investoren nicht fürchten“, so der Fidelity-Experte.

Bedarf an Infrastruktur noch nicht gedeckt

Wie geplant sollen 1,2 Milliarden USD in den Wiederaufbau (nach dem jüngsten Erdbeben) sowie die Erneuerung der Infrastruktur investiert werden. Obwohl das durchschnittliche BIP pro Kopf mit rund 12.000 USD zu den höchsten unter den Emerging Markets gehört, hat das Land nach Angaben von Experten noch einen hohen Bedarf an – vor allem hochklassiger – Infrastruktur. Dazu würden hochwertige Krankenhäuser und Universitäten zählen. Die Grundinfrastruktur sei vor allem in urbanen Gebieten bereits vorhanden.

Rückkehr zum Wachstum

„In Chile sehen wir derzeit nach dem Erdbeben vom Februar und den darauf folgenden Wiederaufbauinvestitionen eine Rückkehr zum Wachstum“, so Eric Anderson, Manager des ING (L) Invest Latin America. Konkret wird für 2010 ein BIP-Wachstum zwischen 4,8 und fünf Prozent erwartet. Im Vorjahr schrumpfte die Wirtschaft lediglich um 0,9 Prozent – nur Brasilien verzeichnete im Lateinamerika einen geringeren BIP-Rückgang.

Wird Chile’s Status bald hinaufgestuft?

„Es fällt schwer zu glauben, dass Chile als Schwellenland gilt“, so Ortiz. Er rechnet damit, dass das Land zu den ersten gehört, die vom Emerging Markets-Status hinaufgestuft werden. Rund zwei Prozent des Fidelity Funds – Latin America A USD sind derzeit in chilenische Titel investiert – nach Angaben von Ortiz handelt es sich dabei um insgesamt drei Unternehmen. Als „großartige Gelegenheit“ bezeichnet er etwa die Banco Santander Chile SA.

Der DWS Lateinamerika

Der DWS Lateinamerika (ISIN: LU0055698269), der auf Einjahressicht eine Performance von +40,73 Prozent zu Buche stehen hat, ist laut Theurer überwiegend in defensive Titel investiert. Für die Allokation in Chile ergebe sich ein anderes Bild. Hier sei der Fonds gegenüber der Benchmark untergewichtet und überwiegend in zyklische Titel investiert, was auch an der vergleichsweise teuren Bewertung der chilenischen Versorger, Banken und Supermärkte liegt. „Man kann im Fall von Chile sagen, dass Sicherheit seinen Preis hat“, so der DWS-Experte.

Der Gartmore SICAV Latin America EUR A

Auch Chris Palmer, Manager des Gartmore SICAV Latin America EUR A (ISIN: LU0200080918), glaubt, dass chilenische Bank- und Konsumwerte derzeit teuer bewertet sind. Dementsprechend ist das Land in seinem Fonds auch untergewichtet. Palmer rechnet damit, dass die Wierderaufbauarbeiten nach dem Erdbeben vom vergangenen Februar, das rund 700 Menschenleben forderte und schwere Infrastrukturschäden verursachte, die chilenische Wirtschaft heuer antreiben werden.

Chile ist weltgrößter Kupferproduzent

Chile gilt als weltgrößter Kupferproduzent und –exporteur. Das Metall, das vor allem in der industriellen Produktion stark nachgefragt wird, gilt bekanntlich als äußerst begrenzt. Als zusätzlich angebotsverknappend ist die starke Nachfrage der Emerging Markets. Allein China hat im Vorjahr fünf Millionen Tonnen bezogen, was rund 30 Prozent der gesamten Jahresproduktion entspricht. Die Produzenten notieren jedoch nicht am chilenischen Aktienmarkt, sondern in der Regel in London.

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