Krebsforschung als Investmentchance

In einer älter werdenden Gesellschaft nimmt die Krebsrate zu. Zugleich schaffen wachsender Wohlstand und wirksamere Medikamente und Behandlungsmethoden die Grundlage für gute Therapiemöglichkeiten. Der OYSTER Oncology Fund sollte von dieser Entwicklung profitieren, so Fonds-Advisor Nicholas Draeger. Funds | 07.05.2007 06:03 Uhr
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Steigende Krebsraten innerhalb der Gesellschaft sowie die fortwährende Entdeckung neuer Ausgestaltungsformen der Krankheit durch die Wissenschaft sind traurige Realität weltweit. Gleichzeitig sind aber große Fortschritte in der stetigen Weiterentwicklung von Arzneimitteln und Therapien zu verzeichnen.

Damit zählt der Bereich Onkologie zu den am schnellsten wachsenden Arzneimittelsektoren weltweit mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von über 10 Prozent. Neuartige Behandlungsmethoden werden entstehen, wodurch sich die Prognosen und die Lebensqualität von Krebspatienten in den nächsten Jahren deutlich verbessern werden. Dies lässt in den Industriestaaten, aber auch innerhalb finanzkräftiger Zielgruppen in Indien und China, die Hoffnung und auch das Interesse an – auch kostenintensiveren – Hilfestellungen laufend ansteigen. Spezialisierte Biotechnologie- und Pharmaunternehmen sowie Hersteller von medizintechnischen Geräten sollten davon auch wirtschaftlich profitieren, so die Anlage-Experten der Schweizer Bankengruppe SYZ & CO.

30 Prozent der Produktneuerungen

„Im Jahr 2010 werden etwa 30 Prozent aller im Markt eingeführten Arzneimittel Krebsmedikamente sein“, betont Prof. David Livingston, Vorsitzender des Research-Komitee des Dana Farber Cancer Institute der Harvard Medical School in Boston, die Bedeutung der onkologischen Forschung in der Gesamtmedizin. So sollte der globale Markt für Krebsbehandlungen im Jahr 2007 über 35 Milliarden USD an Umsätzen generieren und bis 2009 auf rund 50 Milliarden USD ansteigen. Getrieben wird diese Entwicklung von Innovationen in der Diagnostik sowie so genannten „Targeted Therapies“, die auf speziellen Krebsmechanismen und den damit verbundenen Molekülen beruhen. Zusätzlich profitiert die Krebsforschung von der Tatsache, dass sowohl staatliche wie auch private Institutionen beträchtliche finanzielle Mittel in diesem Bereich einsetzen, so der Professor aus den USA.

Der onkologische Sektor steht so vor einer regelrechten Revolution, halten die Investmentexperten fest und gehen davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren über 50 neue Onkologieprodukte eingeführt und zahlreiche neue Teilnehmer in den Markt einsteigen werden.

Von Biotechnologie zur Onkologie

Um diese Chancen für Anleger zu erschließen wurde der OYSTER Biotechnology letztes Jahr in den OYSTER Oncology Fund umbenannt und die Anlage-Allokation entsprechend umgebaut. Der Fonds steht in zwei Referenzwährungen zur Verfügung (EUR und USD) und ist, so die OYSTER-Experten zurzeit das einzige Investmentvehikel, das sich auf den Bereich Onkologie spezialisiert.

Diese Umstellungen führten zu einer höheren Gewichtung in den Segmenten Pharma, Spezialpharma und Medizintechnologie, sowie zu einer größeren geographischen Streuung von über 20 Prozent hin zu Nicht-US Unternehmen, berichtet Nicholas Draeger, von Adamant Biomedical Investment AG, der OYSTER in der Verwaltung der Fondsmittel eng berät und als Advisor fungiert.
Adamant Biomedical Investment AG ist eine externe Verwaltungsgesellschaft mit Sitz in Basel, im Zentrum der Schweizer Pharmaindustrie, und sucht nun in einem Universum von über 300 Unternehmen, welche therapeutische Mittel, Diagnostik-Instrumente und medizinische Geräte entwickeln, die attraktivsten wahrnehmbaren Investmentchancen für den Fonds.
Aktuell ist der Fonds zu rund 60 Prozent in Unternehmen aus dem Biotechnologie-Sektor bzw. zu 25 Prozent aus dem Pharmabereich investiert. Dazu kommen noch Titel aus dem Medical Equipment Sektor und gegeben Falls Liquiditätsreserven.

Entwicklung des Fonds

Seit der Überführung des OYSTER Biotechnology  in den OYSTER Oncology Fund per 19.10.2006 konnte die EUR-Tranche des Fonds eine Performance von 5,9 Prozent erzielen. Damit liegt das Produkt mit dem speziellen Onkologie-Investmentansatz – innerhlab dieses jedoch sehr kurzen Vergleichshorizontes – klar vor dem MSCI World/Biotechnology Index mit einem Minus von 4 Prozent, bzw. dem Durchschnitt aller Biotechnologie-Aktienfonds, gemessen an der Lipper Fonds-Kategorie Biotechnology mit einem geringen Plus von 0,4 Prozent.

Fazit

Für interessierte Anleger kann der Fonds ein sehr spezielles Investment-Thema im Portfolio, mit Blick auf die sonstige Portfolio-Zusammensetzung, als Beimischung abdecken.

Daten per 25.4.2007
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