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Gunther Westen: Ein Irak-Krieg bringt Bonds Verluste

Anleger haben ihre Liebe zu Anleihen entdeckt. Doch die wird gleich auf eine harte Probe gestellt: Wie weit fällt der Dollar noch? Wann steigen die Renditen wieder und bringt das Kursverluste? Wie wirkt sich der Irak-Konflikt aus? Über diese Fragen diskutierte e-fundresearch mit Gunther Westen, Renten-Chef von HSBC Trinkaus. Managers |
e-fundresearch: Herr Westen, was sollte ein Anleger mit US-Staatsanleihen Ihrer Meinung nach jetzt tun? Westen: Wenn der Dollar weiter abwertet und wir die Tiefststände bei den Renditen tatsächlich gesehen haben, muss man natürlich verkaufen.

"Ich bin von der Dollar-Schwäche überrascht worden"

e-fundresearch: Und was glauben Sie, wie weit kann der Dollar noch fallen?

Westen: Ich bin von der Dollar-Schwäche überrascht worden. Zwar sind die Leistungsbilanz und das wachsende Haushaltsdefizit in den USA eindeutig negative Faktoren. Aber nach wie vor wächst die US-Wirtschaft deutlich dynamischer als die europäische. Zudem lasten große Risiken auf dem Euro-Raum. Beispielsweise die EU-Osterweiterung, der sich aufweichende Stabilitätspakt, oder die unklare Nachfolge von Wim Duisenberg. Insofern ist das bisher keine Euro-Stärke, sondern eher eine Dollar-Schwäche wegen des geopolitischen Umfeldes.

"Der Euro kann durchaus noch bis 1,08 Dollar steigen"

e-fundresearch: Heißt das, der Dollar könnte bald wieder steigen?

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Westen: Rein technisch hat der Euro eine Trendwende vollzogen. Und solche Trends neigen dazu, weiter zu laufen als einem lieb ist. Daher könnte der Euro durchaus noch bis 1,08 Dollar steigen. Damit halte ich das Potenzial der Einheitswährung aber auch für ausgereizt.

"Der Dollar hat sich etwas von den fundamentalen Daten abgekoppelt"

e-fundresearch: Sie haben beim HSBC Trinkaus Global Bonds im vergangenen Jahr zu lange am Dollar festgehalten. Wie reagieren Sie jetzt auf dessen Schwäche?

Westen: Ich hatte den Dollar übergewichtet. Insofern war 2002 ein verlorenes Jahr.  Jetzt werde ich die Dollar-Quote anpassen, mache das aber eher an technischen Marken fest. Meiner Meinung nach hat sich der Dollar etwas von den fundamentalen Daten abgekoppelt.

"Der Bondmarkt ist schon relativ heiß gelaufen"

e-fundresearch: Zehnjährige US-Staatsanleihen und Bundesanleihen bieten nur noch Renditen von knapp über vier Prozent. Das Risiko wieder steigender Zinsen ist groß, so dass Kursverluste drohen. Wie sehen Sie die Entwicklung?

Westen: Kurzfristig ist der Bondmarkt schon relativ heiß gelaufen, weil sehr viel eingepreist wurde, an negativen Szenarien wie Rezession oder deflationären Ängsten. Insofern rechne ich durchaus mit einem Kursrückschlag. Ich glaube aber nicht, dass dieser sehr stark ausfallen wird, so wie etwa 1994 oder 1999. Die Renditen steigen vielleicht um 50 Basispunkte. Das drückt den Kurs einer zehnjährigen Anleihe um rund 3,8 Prozent.

"1994 und 1999 hatten wir einen Renten-Gau"

e-fundresearch: Warum glauben Sie, dass die Renditen nicht stärker steigen?

Westen: 1994 und 1999 hatten wir einen Renten-Gau mit einer negativen Wertentwicklung. In den Jahren zuvor waren die Investoren jeweils vollgesogen mit Staatsanleihen, die sie dann auf den Markt warfen. Dieser extreme Herdentrieb hin zu sicheren Anlagen und wieder raus lässt sich heute nur abgeschwächt beobachten. Zudem wirkt die Erwartung sinkender Inflationsraten weiter positiv.

"2003 ist Inflation kein Thema"

e-fundresearch: Inwiefern?

Westen: Trotz des Ölpreisschocks wird die Inflations-Kernrate sowohl in den USA als auch in Euroland mittelfristig weiter fallen. Inflation ist sicherlich kein Thema für 2003, sondern eher für 2005, wenn man von einer Erholung der US-Konjunktur ausgeht. Dann können wir ein Problem mit stärker steigenden Renditen bekommen. Aber das ist noch relativ weit weg.

"Die Dividende ist "nice to have", aber nicht ausschlaggebend"

e-fundresearch: US-Präsident George W. Bush will die Steuer auf Dividenden abschaffen. Droht dadurch eine Flucht aus US-Staatsanleihen hin zu US-Aktien?

Westen: Aktien werden durch die Kursfantasie getrieben. Die Dividende ist "nice to have", aber nicht ausschlaggebend. Relativ werden Aktien natürlich bevorteilt. Aber ich sehe nicht, dass das Pendel stark zugunsten der Aktien ausschlägt. Dennoch macht die US-Regierung die richtige Politik.

"Die US-Regierung macht die richtige Politik"

e-fundresearch: Wieso?

Westen: Während in Deutschland die Steuerschraube angezogen und über weitere Enteignungsmaßnahmen nachgedacht wird, plant und setzt Bush Steuererleichterungen durch und stützt so Stimmung und Konjunktur.

"Irgendwann steigen die Steuereinnahmen wieder"

e-fundresearch: Das Konjunkturprogramm wird aber das US-Haushaltsdefizit steigen lassen, was steigende Zinsen bedeutet .

Westen: Diese Gefahr sehe ich auch. Aber man darf diese Situation nicht nur statisch betrachten. Die Wirtschaft läuft dynamisch ab. Das heißt, irgendwann steigen die Steuereinnahmen wieder und dann schrumpft das Defizit.

"Ein Irak-Krieg könnte der Startpunkt für Kursverluste sein"

e-fundresearch: Könnte eine Eskalation im Irak sogar zu einer Flucht in sichere Staatsanleihen führen und die Kurse beschleunigen?

Westen: Ganz im Gegenteil. Das könnte der Startpunkt für Kursverluste sein, weil ein Krieg schon weitgehend eingepreist ist. Anleger werden dann wieder stärker in risikobehaftete Anlagen investieren. 2003 könnte das Motto lauten: es ist ein Risiko, kein Risiko einzugehen.

"Fallen Angels wie Fiat oder Alcatel-Anleihen laufen bereits wieder"

e-fundresearch: Konkret: Was läuft 2003 gut?

Westen: Fallen Angels wie Fiat oder Alcatel-Anleihen laufen bereits wieder. Bestimmte Aktien ebenfalls.

"Staatsanleihen werden eher auf der Stelle treten"

e-fundresearch: Und Staatsanleihen?

Westen: Im Vergleich dazu werden Staatsanleihen eher auf der Stelle treten, aber als Risikopuffer dennoch nicht uninteressant sein.

"Beim Neuseeland-Dollar sehe ich noch Potenzial"

e-fundresearch: Wo haben Sie derzeit Ihre größten Wetten laufen?

Westen: Unsere größten Wetten laufen auf der Währungsseite. Insbesondere beim Neuseeland-Dollar, der 2002 zu den wenigen Währungen gehörte, die gegenüber dem Euro aufgewertet haben. Und dort sehe ich noch Potenzial. Zudem setzen wir auf die Schweden-Krone. Die Schweden stimmen im September über die Einführung des Euro ab. Davon kann die Krone profitieren.


Zur Person: Gunther Westen arbeitet seit 1994 für HSBC Trinkaus und leitet dort das Rentenfonds-Management. In dieser Funktion ist er zuständig für die Asset Allocation von Bonds und Währungen. Zudem managt er den HSBC Trinkaus Global Bonds. Zuvor war er vier Jahre Fondsmanager bei WestAM. Westen hat in Kiel Volkswirtschaft studiert.

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