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Carmignac-Stratege im Interview: "Das nennt man miserables Risikomanagement."

Zuerst der Brexit, jetzt Donald Trump: Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der Großteil der Marktteilnehmer das Ergebnis einer großen politischen Abstimmung falsch prognostiziert – reiner Zufall? "Das nennt man miserables Risikomanagement", sagt Didier Saint-Georges, Managing Director und Mitglied des Investmentkomitees von Carmignac, im Interview mit e-fundresearch.com. Managers | 17.11.2016 20:30 Uhr
Didier Saint-Georges, Managing Director und Mitglied des Investmentkomitees von Carmignac / ©  Carmignac
Didier Saint-Georges, Managing Director und Mitglied des Investmentkomitees von Carmignac / © Carmignac

e-fundresearch.com: Zuerst der Brexit, jetzt Donald Trump: Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der Großteil der Marktteilnehmer das Ergebnis einer großen politischen Abstimmung falsch prognostiziert – reiner Zufall? 

Didier Saint-Georges: Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr haben sich Marktteilnehmer leichtgläubig von scheinbar eindeutigen Umfragen in die Irre führen lassen. Das nennt man miserables Risikomanagement. Zu wenige Anleger sind sich dessen bewusst.

e-fundresearch.com: Wie positionierte sich Carmignac im Vorfeld der US-Wahl? 

Didier Saint-Georges: Ähnlich wie der Brexit hatte auch die Wahl Donald Trumps eine ausreichend hohe Eintrittswahrscheinlichkeit – auch wenn dies weitgehend bezweifelt worden war. Daher ging es bei unserem Risikomanagement nicht darum, einen bestimmten Standpunkt zu vertreten, sondern das Portfolio so zu positionieren, dass es in allen Szenarien gut abschneiden würde. Daher sorgten wir im Aktienportfolio für ein Gleichgewicht zwischen zyklischen (überwiegend Rohstoffaktien und einige Finanzwerte) und defensiven Aktien (darunter – naheliegenderweise – stark gefallene Papiere von Qualitätsunternehmen aus der Pharmabranche), während wir beim Fixed-Income-Portfolio darauf achteten, das Durationsrisiko möglichst gering zu halten. Darüber hinaus hielten wir Out-of-the-money-Put-Optionen auf große Aktienindizes, um das Portfolio gegen eine heftige Korrektur abzusichern. 

e-fundresearch.com: Hat Carmignac sofortige Anpassungen seiner taktischen Asset Allocation vorgenommen, als klar wurde, dass Trump sich durchsetzen würde?

Didier Saint-Georges: Wir haben die Optionen auslaufen lassen, unsere Absicherung gegenüber steigenden Zinsen erhöht und ansonsten das Aktienportfolio überwiegend unverändert belassen. 

e-fundresearch.com: Auf welche Sektoren und Strategien wird sich Ihrer Meinung nach der Wahlsieg Trumps kurz- und längerfristig negativ auswirken?

Didier Saint-Georges: Nach momentanem Kenntnisstand dürfte diese Wahl vor allem eine vor drei Quartalen begonnene globale Entwicklung beschleunigen – eine zunehmende Einpreisung der konjunkturellen Verbesserung, hauptsächlich bedingt durch eine Erholung bei den öffentlichen und privaten Investitionen. Das sorgt eindeutig für Risiken bei Anleihen und Aktien mit Anleihecharakter. Auf längere Sicht sind zwei Fragen entscheidend: In welchem Umfang wirkt sich die Neubewertung der Anleihemärkte auf die Aktienbewertungen aus, und belasten protektionistische Maßnahmen den globalen Handel? Die Antwort auf diese Fragen wird die Entwicklung des Aktienmarktes im Allgemeinen beeinflussen und insbesondere für Schwellenländer entscheidend sein. 

e-fundresearch.com: Betrachten wir die andere Seite: Welche Segmente und Handelsstrategien dürften von einem Präsidenten Trump profitieren? 

Didier Saint-Georges: Zunächst wird das inländische Wachstum zulegen, sodass sich die Profiteure eher im Russell 2000 als im Dow Jones finden werden. Interessant wird es, wenn die Investitionen dann unter Umständen in Japan und Europa ebenfalls zunehmen. Dort könnten sich dann die nächsten Chancen bieten.

e-fundresearch.com: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Didier Saint-Georges! 

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