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Fondsmarkt in Österreich verzeichnet Wachstum

Das Fondsvolumen in Österreich legte im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent auf 144,4 Mrd. Euro zu. Nettomittelzuflüsse bei Publikumsfonds im zweiten Halbjahr könnten auf ein verstärktes Interesse von Privatanlegern hinweisen. ERSTE-SPARINVEST war im letzten Jahr der Marktanteilsgewinner vor 3 Banken-Generali. Aktienfonds legten sowohl bei Performance als auch beim Volumen am stärksten zu. Markets | 14.01.2013 23:19 Uhr
Heinz Bednar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG)
Heinz Bednar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG)

Die Volumensteigerungen im vergangenen Jahr resultieren zu einem guten Teil aus sehr guter Performance in nahezu allen Anlageklassen (siehe auch: "Fondsbilanz 2012" und "Top Performance mit Türkei Aktienfonds"): „Egal ob Aktien, Anleihen oder Immobilien, unsere Kunden können mit der Wertentwicklung ihrer Fonds sehr zufrieden sein. 97% der Publikumsfonds waren im Vorjahr kräftig im Plus“, unterstreicht Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der ERSTE-SPARINVEST und Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) im Rahmen der Präsentation des Ausblicks der ERSTE-SPARINVEST für das laufende Jahr.

Während Großinvestoren die Marktopportunitäten wahrgenommen hätten, sei bei den Privatinvestoren aufgrund der Nachrichtenlage – Stichwort finanzielle Lage der Euro-Schuldenstaaten – noch Zurückhaltung spürbar gewesen. Durch die niedrigen Geldmarktzinsen seien Investoren weltweit auf der Suche nach Rendite und würden nun höher rentierenden Anlageklassen den Vorzug geben, so Bednar. Rückenwind für den Fondsabsatz in 2013 erwartet der ERSTE-SPARINVEST-Chef vor allem von den gut laufenden Aktienmärkten. Für Aktienfonds sei das Potenzial nach oben noch nicht ausgeschöpft.

Zunehmendes Interesse von Privatanlegern im 2. Halbjahr 2012

Die Unsicherheit der Privatanleger im vergangenen Jahr wurde durch die politische Diskussion im Zusammenhang mit der Rettung Griechenlands begründet. Seitdem Europa's Politiker klar ausgedrückt hatten, dass ein Zerfall der Eurozone mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden soll, kommt das Vertrauen der Anleger in die Kapitalmärkte auch wieder zurück. Der Fondsmarkt kann aufgrund der sehr positiven Performance und des umfangreichen Produktangebots davon profitieren.

Die aktuell veröffentlichten Daten der VÖIG (Vereinigung der österreichischen Investmentgesellschaften) aus dem Vorjahr zeigen, dass Publikumsfonds in den letzten sechs Monaten starke Mittelzuflüsse verzeichneten. Von März bis Dezember 2012 wurden Mittelzuflüsse von 1,2 Mrd. Euro gemessen und das Gesamtjahr konnte mit einem Zuwachs von 551 Mio. Euro abgeschlossen werden. Aufgrund von Mittelabflüssen aus Spezialfonds institutioneller Investoren blieb das Gesamtjahr mit -390 Mio. Euro noch leicht negativ.

Im Vergleich zu Mittelabflüssen in der Höhe von 4,6 Mrd. Euro im Jahr 2011 ist dies jedoch bereits eine sehr starke Verbesserung, da die Gesamtzuflüsse in Publikumsfonds, Grossanlegerfonds und Spezialfonds von März bis Dezember bei 1,7 Mrd. lagen. Innerhalb der einzelnen Anlagekategorien lagen Aktienfonds mit einem Mittelzufluss von +500 Mio. Euro im Vorjahr vor Anleihenfonds (+160 Mio. Euro).

Alle anderen Kategorien verzeichneten Nettomittelabflüsse (gemische Fonds -427 Mio. Euro, Geldmarktfonds -190 Mio. Euro, Dachhedgefonds -161 Mio. Euro und Alternative Fonds -218 Mio. Euro bzw. kurzfristig orientierte Anleihenfonds -51 Mio. Euro).

Raiffeisen weiterhin Marktführer - ERSTE-SPARINVEST Marktanteilsgewinner

Im Ranking der inländischen Fondsgesellschaften gab es im vergangenen Jahr keine Verschiebungen. Raiffeisen Capital Management bleibt Marktführer und verwaltete per Ende Dezember 2012 ein Gesamtvolumen von 28,5 Mrd. Euro (19,74 Prozent Marktanteil) vor ERSTE-SPARINVEST mit 26,4 Mrd. Euro (18,28 Prozent Marktanteil) und Pioneer Investments Austria auf Platz drei mit 17,1 Mrd. Euro (12,72 Prozent Marktanteil).

Allianz Invest (11,2 Mrd. Euro bzw. 7,77 Prozent) und KEPLER-FONDS (10,6 Mrd. Euro bzw. 7,32 Prozent) lagen auf den Plätzen vier und fünf im Ranking per 31. 12. 2012.

ERSTE-SPARINVEST konnte im Jahr 2012 den Marktanteil um +0,73 Prozent steigern. Ebenfalls deutlich zulegen konnte die 3 Banken-Generali Investment GmbH mit einem Zuwachs von 0,49 Prozent beim Marktanteil auf isngesamt 6,1 Mrd. Euro (Platz 7). Marktanteil abgeben mussten die MASTERInVEST KAG (-0,56 Prozent) und Raiffeisen Capital Management (-0,84 Prozent).  

Die Zahl der Fonds blieb im Vorjahr nahezu unverändert und stieg nur um zwei Fonds von 2.159 auf 2.161 Fonds an.


Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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