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1. HCM Expertenforum in Wien

Die HYPO Capital Management AG (HCM), eine 75%- bzw. 25%-Tochter des Bankhauses Kathrein bzw. der HYPO NOE Gruppe Bank AG, veranstaltete am 16.10.2013 das 1. HCM Expertenforum. Über 50 institutionelle Investoren aus allen Bereichen folgten der Einladung ins Hotel Sofitel in Wien. Markets | 28.10.2013 17:00 Uhr
Lösungsansätze für institutionelle Investoren
Lösungsansätze für institutionelle Investoren

Hochkarätige Vortragende verschiedener Banken bzw. Dienstleister, aber auch Wissenschaftler trafen sich zum Gedankenaustausch und spannende wie auch kritische Diskussionsrunden ergaben sich aus dem vielfältigen Input dieser Tagesveranstaltung.

Die HYPO Capital Management AG (HCM), eine 75%- bzw. 25%-Tochter des Bankhauses Kathrein bzw. der HYPO NOE Gruppe Bank AG, veranstaltete am 16.10.2013 das 1. HCM Expertenforum. Über 50 Gäste aus allen Bereichen der Institutionellen Kundenlandschaft folgten der Einladung ins Hotel Sofitel in Wien. Hochkarätige Vortragende verschiedener Banken bzw. Dienstleister, aber auch Wissenschaftler trafen sich zum Gedankenaustausch und spannende wie auch kritische Diskussionsrunden ergaben sich aus dem vielfältigen Input dieser Tagesveranstaltung.

Die Highlights der Vortrags- und Diskussionsrunden:

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Pfandbriefemittenten unter der Lupe eines internationalen Ratingspezialisten

„Kann der deutsche und österreichische Pfandbriefmarkt seinen beeindruckenden Track Rekord in Sachen Ausfallsfreiheit prolongieren?“, so die provokante Frage des Moderators Brugger. Herr Kubatzki, Geschäftsführer von Feri EuroRating Services AG, der über 30 Jahre Erfahrung im Immobilienbereich vorweisen kann, befragte vor diesem Hintergrund die Treasury-Verantwortlichen mehrerer Hypothekenbanken zu deren Deckungsstöcken und deren Covered-Bond-Programmen. Die Diskutanten wiesen auf die hohe Qualitäten der Deckungsstöcke sowohl im öffentlichen wie auch hypothekarisch besicherten Segment hin. Im Zusammenhang mit hypothekarisch unterlegten Deckungsstöcken ist ein sehr hoher Anteil an regionalen Immobilien auffallend.

Merton-Modell: Quo vadis? Wissenschaftler und Praktiker im Dialog

Das Thema Kreditrisikomodell stand im Mittelpunkt des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis, der von Mag. Albert Reiter, Geschäftsführer der e-fundresearch.com Data GmbH moderiert wurde. In seinen Einleitungsstatements erläutert Mag. Janca, Spezialist für Corporates bei der HCM, die Vorzüge, aber auch die Herausforderungen in der täglichen Anwendung und der Weiterentwicklung dieses fundamental bestimmten Modells. Ein zentrales Element stellt dabei die Wahl der „richtigen“ Volatilität dar, klar präferiert wird dabei die implizite Volatilität. Professor Bank, Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft der Universität Innsbruck, hebt insbesondere die Praktikabilität und die wertvollen Entscheidungshilfen, die aus der wesentlichen Kennzahl des Modells – der erwarteten Ausfallswahrscheinlichkeit – abgeleitet werden können, hervor. Prof. Bank präsentiert aber auch alternative Ansätze wie z.B. Threshold-Modelle. Die Anwendung dieser Regressions-Modelle ist jedoch sehr aufwendig bzw. setzt den Umgang mit weiteren Annahmen voraus. Zusammenfassend sind sich die Diskutanten einig, dass das Merton Modell auch heute noch „state of the art“ ist, sich als Frühwarnsystem eignet und die menschliche Komponente – unter anderem im Zusammenhang mit der Interpretation einzelner Faktoren wie Volatilität und Wahl der Fremdfinanzierungsform – entscheidend bleibt.

SCR – Senior Coverage Ratio produced by HCM –

DIE Kennzahl zur Beurteilung von Senior Unsecured Debt

Andrea Otta, Fondsmanagerin der HCM
Andrea Otta, Fondsmanagerin der HCM
Frau Otta, Fondsmanagerin der HCM, berichtet ausführlich über eine neue Entwicklung: Asset Encumbrance, also die Bindung von Assets zur Bedienung von Verbindlichkeiten, rückte als einer der Folgen der Finanzkrise verstärkt ins Rampenlicht der Institutionellen Investoren. Die besicherte Finanzierung und der generelle Trend, verstärkt Hinterlegungen einzufordern, führt zur zentralen Frage: Bleibt genügend Deckungsmasse zur Bedienung der Senior Unsecured Bonds übrig? Dieser Fragestellung misst die HCM große Bedeutung bei. Die proprietäre Entwicklung der sogenannten Senior Coverage Ratio (SCR) ist das Ergebnis umfangreicher Research-Arbeiten. Als Antwort hat man bei HCM aus unterschiedlichen und sehr mühsam aufzuspürenden Quellen – und unter Berücksichtigung von Haircuts und Overcollateralisation – jene Deckungsmassen für rund 50 Banken errechnet, die sich nach Abzug von Spareinlagen, diversen Verbindlichkeiten und vorrangig besicherten Assets ergeben. Während bei guten Adressen die SCR zwischen 1,5 und 2,0 liegt, errechnen sich beispielsweise bei spanischen Adressen auch negative Werte. Hier bleibe im Konkursfall für die unbesicherten Gläubiger nichts übrig. Eine „Schwarz-Weiß-Betrachtung“ sei jedoch „gefährlich“, so Frau Otta – zu unterschiedlich sind die nationalen Gesetzeslagen und auch die Geschäftsmodelle der Banken. Gerade in der unumgänglichen wie auch anspruchsvollen Interpretation dieser Kennziffer stützt sich die HCM mittlerweile auf einen reichen Erfahrungsschatz. 

Der Markt messe der Haftungsmasse für Senior Unsecured derzeit noch eine geringere Bedeutung bei, die Regulatoren werden aber schon vielfach aktiv. Die HCM möchte mit dieser Eigenentwicklung einmal mehr den „First Mover“-Anspruch unter Beweis stellen.

Prof. Richard A. Werner, University of Southampton
Prof. Richard A. Werner, University of Southampton

Professor Werner von University of Southampton, ein Vertreter der experimentellen Ökonomie, stieß mit seinen provokanten, aber bestens fundierten Vorschlägen für die Lösung der Bankenkrisen auf so manche Verwunderung und auch „Widerstand“ bei den Zuhörern.

Wie sieht nun seine Kernthese aus? Die Zentralbanken sollen zur Vermeidung von Krisen die nicht werthaltigen Assets der Banken zum Nominalwert übernehmen, um die Banken wieder in die Lage zu versetzen, neue Kredite zu vergeben. Die Banken haben quasi die Lizenz zur Geldschöpfung. Man müsse aber dann verhindern, dass die Banken Finanzkredite vergeben, die nichts zur Steigerung des BIP beitragen, denn dies sei unproduktive Kreditschöpfung und führe nur zu Vermögensblasen, die den Nährboden für künftiger Krisen bilden. Vielmehr müssten die Banken darauf achten, ausschließlich die produktive Kreditschöpfung anzukurbeln, also die Gewährung von Investitionskrediten, die im Unterschied zu Finanzkrediten keine Inflation bringen, und darüber hinaus BIP-steigend wirken.

Auch die latente Staatschuldenkrise wäre einfach lösbar, indem sich die Staaten bei den eigenen Banken direkt Geld borgen (anstatt den umgekehrten Weg zu gehen). Die Zinsen für Bankkredite, die die Geldhäuser mit dem Anschaffungswert in den Büchern lassen könnten, während Staatsanleihen bei sinkendem Risikoappetit abzuschreiben sind, wären deutlich niedriger als die Kapitalmarktrenditen. Die Lage in Irland, Spanien und Italien wird als Beleg herangezogen.

Werner bezeichnet seinen Ansatz als Quantitätstheorie des Kredits, die er bereits vor 20 Jahren – zu seiner Zeit als Berater des japanischen Finanzministeriums – vorstellte und propagierte (siehe auch Artikel "Enhanced debt management als Loesungsansatz").

Die Immobilienmärkte im Überblick mit Fokus auf Deutschland und Österreich: eine Makroperspektive 

Dr. Ridder, Chef der CBRE in Wien
Dr. Ridder, Chef der CBRE in Wien
Dr. Ridder, Chef der CBRE-Niederlassung in Wien, beleuchtet in seinem Vortrag die Preisentwicklung einer Reihe von Immobilienmärkten und verschiedene Bewertungsaspekte. „Ob Sach- oder Ertragswertverfahren sei nicht so entscheidend für die Preisfindung, sondern vielmehr der zu erzielende Marktpreis“, so Dr. Ridder, Vertreter eines der weltweit größten Real Estate Players.

The Independent View Behind the Rating

Abschließend stellte Herr Hermann von I-CV die Unterschiede zwischen den etablierten Ratinghäusern wie S&P und Moody‘s vs. den unabhängigen Anbietern wie I-CV dar. Eine wesentliche Differenzierung liegt in der Beauftragung und Bezahlung. Im Gegensatz zu den traditionellen Häusern, die „lediglich“ Meinungen abgeben und von den Emittenten bezahlt werden, muss I-CV den Investoren als deren Auftraggeber Rede und Antwort stehen bzw. auch konkrete Empfehlungen aussprechen. „Investoren sollten sich ohnedies eine Zweitmeinung bilden und schlussendlich auch die Verantwortung für deren Investment-Entscheidungen treffen“ – eine Überzeugung die nicht nur I-CV, sondern in jüngerer Vergangenheit auch die Regulatoren vertreten.

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