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MiFID II in der Praxis: Bevormundung oder Konsumentenschutz?

Mit einiger Verzögerung trat Anfang Jänner 2018 bekanntlich die Europäische Finanzmarktrichtlinie MiFID II in Kraft. Von den Aufsichtsbehörden in erster Linie als Maßnahme für mehr Transparenz und Anlegerschutz installiert, stellt sich nach etwa vier Monaten die Frage nach ersten Praxiserfahrungen. Die Veranstalter des 5. FINANZPLANER FORUM in Wien griffen diese Frage auf und baten hochkarätige Branchenexperten wie FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller oder Erste Bank Group AG Vorstandsmitglied Peter Bosek im Rahmen einer Podiumsdiskussion um ihre Einschätzung. Markets | 25.04.2018 11:51 Uhr
©  Studio Huger
© Studio Huger

Mit der Rekordteilnehmerzahl von etwa 300 zertifizierten Finanzexperten ging am 23. und 24. April das insgesamt 5. FINANZPLANER FORUM in Wien im Hotel Marriott über die Bühne. Das von den Initiatoren Prof. Otto Lucius und Guido Küsters zusammengestellte Programm sorgte also für reges Interesse. Gleich am ersten Vormittag stand eine Podiumsdiskussion zu einem Thema auf der Tagesordnung, das die Finanzbranche schon seit längerer Zeit in Atem hält.

Hochkarätiges Podium

Unter dem Titel „Umsetzung von MiFID II und erste Erfahrungen“ wollte Moderator Prof. Lucius von den Diskutanten Klaus Kumpfmüller (Vorstandsmitglied FMA), Peter Bosek (Vorstandsmitglied Erste Bank Group AG), Philipp Bohrn (Geschäftsführer des Fachverbands Finanzdienstleister Wirtschaftskammer Österreich) und Rechtsanwalt Ernst Brandl (Gründungspartner von BTP) wissen, wie sie den Start von MiFID II und die Auswirkungen auf die Branche und die Kunden wahrgenommen haben. Noch vor Beginn der Diskussion hatte Kumpfmüller als Vertreter der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde ein Impulsreferat zu dem Thema gehalten. Darin erklärte er sowohl die aktuellen Herausforderungen seiner Behörde auf dem heimischen Finanzmarkt, als auch die Beweggründe der europäischen Aufsicht. „Ziel ist es letztlich, das Vertrauen des Konsumenten in die Finanzbranche zu erhöhen“, so Kumpfmüller.

Zwischen übertriebener Regulierung und sinnvollem Schutz

Daher soll MiFID II vor allem mehr Transparenz und einen erweiterten Anlegerschutz mit sich bringen. Damit verbunden ist nicht zuletzt eine verstärkte Informationspflicht gegenüber dem Kunden. Aber kommen diese Maßnahmen am Ende des Tages auch tatsächlich bei ihm an? „Für jene 0,5 Prozent der Bevölkerung, die die Zeit haben, sich alles durchzulesen und es auch verstehen, verbessert sich etwas“, zeigte sich Bohrn zunächst skeptisch, fügte aber hinzu, dass MiFID II sehr wohl Transparenz bringe. Diesen erfreulichen Effekt sieht auch Bosek. „Allerdings habe ich Sorge vor dem Tummelplatz des Konsumentenschutzes, wo der passende Ansprechpartner fraglich ist“, gab das Vorstandsmitglied der Erste Bank Group AG zu bedenken. Für den auf Kapitalmarkt-, Banken-  und Wertpapieraufsichtsrecht spezialisierten Dr. Brandl herrscht zu wenig Rechtssicherheit: „Wenn die FMA zu allem das Okay gegeben hat, kann es nicht sein, dass man als Finanzdienstleister dann doch wieder haftet.“ Kumpfmüller wünscht sich bereits im Vorfeld einen stärkeren Dialog zwischen allen Beteiligten, sagt aber auch: „Wie ein Richter entscheidet, wird man im Vorfeld Gott sei Dank nie wissen.“

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Honorarberatung ist (noch) Zukunftsmusik

Eine weitere Neuerung, die MiFID II mit sich bringt, ist die Honorarberatung, auch unabhängige Beratung genannt. „Ich glaube schon, dass es nach einiger Zeit in Österreich einen Markt dafür geben wird und dass dieses Angebot auch angenommen werden wird“, so Kumpfmüller. Dem hielt Bosek entgegen: „Es ist leider Fakt, dass es in Österreich unter den Kunden keine Bereitschaft gibt, für Beratung zu zahlen.“ Prof. Lucius regte an, den entsprechenden Begriff aus dem Englischen nicht mit Honorar-, sondern mit Gebührenberatung zu übersetzen – dann würde die unabhängige Beratung in der Praxis eher akzeptiert werden.

Was die Entwicklung der Digitalisierung in der Finanzbranche betrifft, warnte Bosek vor „skurrilen Modellen“ von Robo Advice, also technologisch automatisierter Beratung. Für Bohrn geht es um eine sinnvolle Verknüpfung von Traditionellem und technischen Neuerungen. „Ich glaube nicht, dass wir so schnell ein rein digitales Geschäft bekommen werden. Aber man braucht beides und die Frage ist, wie führe ich das zusammen? Man muss sich auch überlegen, wie man etwa einen Millennial anspricht. Anzurufen braucht man ihn wohl nicht“, gibt Bohrn zu bedenken.

Unterm Strich standen die Wichtigkeit von Transparenz, Konsumentenschutz und das gemeinsame Streben nach einer positiven Marktentwicklung gänzlich außer Streit. „Wichtig ist, dass wir als Branche zusammen mit der FMA etwas Positives für die Kunden bewegen“, schloss Prof. Lucius eine angeregte Podiumsdiskussion.

Ein Netzwerk von Experten für Experten

Das FINANZPLANER FORUM gilt als Netzwerk von über 4.000 Finanzplanern und Finanzberatern. Als Schirmherr der Veranstaltung in Wien fungiert der Österreichische Verband Financial Planners, dessen Vorstandsvorsitzender Prof. Lucius ist. Neu angeboten wurde bei der 5. Auflage ein Karriere-Coaching als Erfahrungsaustausch und für alle zertifizierten Finanzexperten, die Unterstützung bei der Neuorientierung benötigen.  

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