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Gröschls Mittwochskommentar: 27/2018

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 04.07.2018 12:19 Uhr
Florian Gröschl, Absolute Return Consulting GmbH / © ARC GmbH
Florian Gröschl, Absolute Return Consulting GmbH / © ARC GmbH

Heute Independence Day in den USA. Das bedeutet zum einen wahrscheinlich einen richtungslosen Handel in Europa, weil wie sollen wir auch wissen, was wir mit unseren Positionen anfangen sollen, wenn die Amis nicht mitspielen ;-) und zum anderen, dürfte es Herrn Trumps Lieblingsfeiertag sein. Versucht er doch mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die totale Unabhängigkeit - manche würden vielleicht sagen die totale Isolation ;-) – von allem und jedem zu erreichen. Wenn er so weiter macht, wobei das nur meine persönliche Einschätzung ist, gelingt ihm das vielleicht ja auch, ob er oder das amerikanische Volk am Ende damit glücklich sein wird, darf man allerdings bezweifeln.

Neuerdings scheint er sich auch dazu berufen zu fühlen, den Job der FED, wenn nicht zu übernehmen, so zumindest zu unterstützen. Warum sonst sollte er Saudi Arabien zur Anhebung der Ölproduktion anregen, wenn nicht aus Inflations-Eindämmungs- Überlegungen oder will er doch einfach nur den Iran ärgern? Läge ihm zweiteres persönlichkeitsbedingt wahrscheinlich näher, wäre ersteres gar keine so blöde Idee (wer auch immer auf diese gekommen sein mag ;-)). Tatsächlich hat der Ölpreis in den USA aufgrund der weniger aggressiven Besteuerung einen deutlich höheren Einfluss auf die Inflation, als zum Beispiel in der EU. Gehen wir also davon aus, dass die Konjunktur in den USA noch ein Bisserl weiter läuft und es mithin durchaus zu inhärenten Inflationstendenzen kommt und würden diese durch einen weiter erstarkenden Ölpreis unterstützt, müsste die FED vielleicht noch aggressiver an der Zinsschraube drehen, um die Inflation im Griff zu behalten.

Wo genau das Zinsniveau liegt, bei dem es für die Unternehmen, die sich traditionell mit höheren Aufschlägen finanzieren müssen, anfängt schmerzhaft zu werden, ist schwer prognostizierbar, aber irgendwo zwischen 3,5% und 4% wird´s sicher spannend. Also gar nicht blöd die Idee mit dem Ölpreis. Ob er bei der Geschwindigkeit mit der sich Trump Freunde macht, allerdings viele unter den Erdöl produzierenden Ländern findet, die ihn unterstützen, wird man sehen…

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Ähnlich auffällig in seinem Gebaren, aber erfreulicherweise weniger einflussreich, hat sich in den letzten Tagen der deutsche Innenminister Horst Seehofer, gezeigt. Abgesehen vom Haider´esken Rücktritt vom Beinahe-Rücktritt kann man hier nur über seine Motivation spekulieren. Was immer er vorhatte, außer sich, die CSU und letztendlich die deutsche Bundesregierung zu beschädigen, wird wenig davon übrigbleiben. Merkel hingegen gibt, einmal mehr ;-), die Teflonpfanne, an der nichts haften bleibt. Schon irgendwie ein Phänomen die Frau. Allein, wie sie das konditionell wegsteckt, von der Motivation ganz zu schweigen….

Bei der ganzen G´schicht hat diesmal scheinbar auch unser Herr Kurz auf´s falsche Pferd gesetzt. Umso aufgeregter war er dann, dass er nicht gleich der erste war, den man aus Berlin angerufen hat, um ihm mitzuteilen, was man jetzt machen wird oder auch nicht. Es ist wohl das Vorrecht der Jugend, die eigen Importanz manchmal ein Bisserl zu überschätzen… :-)

Aber abgesehen vom innereuropäischen Geplänkel, sollte uns eines wohl tatsächlich bewegen und zwar der Fortbestand des Iran Deals. Wie, bereits in der Vergangenheit besprochen, hat sich/wurde Europa hier in eine Position hineinmanövriert, die unglücklicher nicht sein könnte. Muss man nun doch tatsächlich Farbe bekennen, was man in diesem losen Staatenbund, dessen kleinster gemeinsamer Nenner bekanntermaßen das Durchwurschteln ist, ja ausgesprochen ungern tut. Am Ende bleibt entweder die Verantwortung für das Scheitern des Abkommens oder aber die Brüskierung der USA über, schaut irgendwie nach rock oder hard place aus… Aus geopolitischer Sicht sollte eigentlich Variante eins keine Option sein. Abgesehen davon würden sich für den europäischen Mittelstand, der es sich leisten kann nicht von den USA abhängig zu sein, immense Chancen ergeben…. Wir werden sehen, wie die Sache ausgeht!

Dafür, dass eigentlich Sommerruhe herrschen sollte, tut sich also einiges. Erfreulicherweise haben die Marktteilnehmer beschlossen, sich nicht allzu sehr aus der Ruhe bringen zu lassen und - allen Ereignissen zum Trotz - erstmal möglichst wenig zu tun. Gut so, würd ich sagen…. Schau mer mal, ob wir das den ganzen Sommer so durchhalten! :-)

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH


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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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