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Gröschls Mittwochskommentar: 38/2018

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 19.09.2018 10:51 Uhr
Florian Gröschl, Absolute Return Consulting GmbH / © ARC GmbH
Florian Gröschl, Absolute Return Consulting GmbH / © ARC GmbH

Wär da nicht seinerzeit Hubert Gorbach gewesen, der damals schon Vorarlberg bzw. wohl die gesamte Alpenrepublik als zu klein empfunden hat, dann hätte unser Kurz-Kanzler Christian Kern mit einem ähnlichen Sager in die Geschichte eingehen können. Aber so bleibt ihm nicht einmal das. Ob seine Überlegung nun ist, dass er lieber nach Brüssel gehen würde, weil ihn dort wenigstens keiner kennt, oder er sich den blöden Witz, dass der Kurz einen Kern g´schluckt hat, einfach nicht mehr anhören will? Wir werden´s wohl nie erfahren. Möglicherweise kümmert´s uns aber auch gar nicht so richtig… ;-)

Drum raus in die Welt, wo´s ja durchaus wirklich ein paar Dinge gibt, die es zu betrachten gibt. Die eine oder der andere mag bemerkt haben, dass sich hier alles kaum mehr um die Märkte, sondern eigentlich um alles andere dreht. Nun das geschieht insofern durchaus bewusst, weil mir scheint, dass der Markt es genauso macht. Ereignisse finden statt, werden im Run-Up kommentiert, bei und nach deren Eintritt analysiert und schließlich schubladisiert. Gehandelt wird aber in den entwickelten Märkten kaum (mehr) danach. Dafür wird alles wo Emerging Markets drauf steht eher undifferenziert negativ markiert. Persönlich halte ich das für eine eventuell mittel gute Idee, wird doch das Wachstum, if any ;-), hinkünftig ziemlich sicher nicht aus Japan, Europa und wahrscheinlich auch nicht aus den USA kommen, wenn DJ Trump so weiter macht.

Was wäre zum Beispiel, wie wir es gestern mit meiner rechten und oftmals auch linken Hand(im Sinne von dann beide ;-)), dem Paul, diskutiert haben, wenn China, den USA nicht mit Vergeltung in Form von gegenläufigen Einfuhrtarifen entgegentritt sondern zum Beispiel ein Ausfuhrverbot auf alle Handy Teile und Smart Watches Richtung USA erlässt. Dann müssen Jane & John Doe in Zukunft irgendein crappy Handy made in USA benutzen, na ob sie das freut? Würde das China schaden? Kurzfristig sicher, aber längerfristig wahrscheinlich deutlich weniger als den USA. Im Wesentlichen erschließen sich mir aus ökonomie-politischer Sicht zwei große Unterschiede zwischen den westlichen Demokratien und vor allem Russland und China, wobei Russland da wohl nicht ganz so geschickt agiert hat in den letzten Jahrzehnten. Erstens: die Möglichkeit Ressourcen per Dekret umzudirigieren und dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden und zweitens: eine Bevölkerung zu haben, die es gewohnt ist, sowohl mit politischen als auch ökonomischen Härten umzugehen.

Ist die Ursache für diese schmerzhaften Maßnahmen dann noch extern induziert, am liebsten natürlich vom Staatsfeind Nummer 1, den USA, kann das bei allem Leiden sogar politischen Rückenwind für das Regime bedeuten. Denke, dass das im Westen wohl bis zu einem gewissen Grad auch so ist. Wenn´s dann aber an den wohlerworbenen Wohlstand geht, dann würden wir hierzulande ganz schnell nach einer neuen Führung schreien und klein beigeben. Fürchte, da gibt´s auf mittlere Sicht nichts zu gewinnen für Freund Trump, aber da er ja auch eher ein Anhänger des Now-Casting sein dürfte und sich mit dem Erkennen komplexerer Zusammenhänge und deren Auswirkungen in der Zukunft anscheinend eher schwer zu tun scheint, wird´s ihm wohl nicht so wichtig sein…..

Jedenfalls hören sich die nächsten Monaten super spannend an. Etwa gleichzeitig treten die US Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft, gegen die sich Europa ja versucht entgegenzustellen, was gerade im internationalen Zahlungsverkehr interessant zu werden verspricht, und die US Midterms finden statt. Insbesondere in Zweiteres legen die Welt und auch die Marktteilnehmer große Hoffnungen, die von Impeachment bis hin zum Einlenken Richtung China reichen. Na schau mer mal, denke Zweifel sind angebracht… :-)

Kurz noch zurück nach Europa. Eigentlich wollt ich jetzt von unseren zwei Hauptsorgenkindern schreiben, nur es sind wahrscheinlich eher zehn oder mehr, aber sei´s drum, ich pick mir halt zwei raus, die ich für politisch besonders betrachtenswert halte: Polen und Ungarn. Die Italiener haben den Vorteil, dass sich dort normalerweise keiner lange hält… Nun was bei den beiden Ersteren interessant scheint, ist,  dass sich in Europa offensichtlich tatsächlich eine Fraktion gefunden hat, die ihnen ein Bisserl an den Kragen will. Gut so, würd ich mal sagen. Spannend ist das deshalb weil, was macht der Ungar? Er setzt sich in den Flieger nach Moskau um sich auszuweinen. Der Pole auf der anderen Seite will Fort Trump bauen…. Könnte es sein, dass nicht nur Russland politische Interessen jenseits seiner Landesgrenzen verfolgt? ;-) Blöd ist halt, dass man Wahlen in Diktaturen nicht via Facebook manipulieren kann…… und aus!

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH


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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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