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Impact Investing: Dr. Willem Schramade im Interview

Dr. Willem Schramade, Senior Portfolio Manager Impact Investing bei NN Investment Partners, erläutert wie sich Impact Investment von ESG unterscheidet und nach welchen Punkten NN Investment Partners beim Impact Investment vorgeht. Markets | 28.02.2019 20:28 Uhr
Willem Schramade, Senior Portfolio Manager Impact Investing, NN Investment Partners / © NN Investment Partners
Willem Schramade, Senior Portfolio Manager Impact Investing, NN Investment Partners / © NN Investment Partners
Advertorial

Das ESG-Segment und insbesondere Fonds aus diesem Bereich warten in der Regel mit einer Vielzahl von Kriterien auf, wodurch eine Standardisierung kaum möglich ist. Im Bereich des wirkungsorientierten Investierens, das viele Anleger sicherlich als Domäne von Stiftungen und Kirchen kennen, ist es sicherlich nicht anders. Was verstehen Sie unter dem Begriff Impact Investing im Rahmen des Fondsmanagements?

Dr. Willem Schramade: Wir investieren in Unternehmen, die die Welt zum Besseren verändern. Unser Ziel ist es, der gesellschaftlichen Aufgabe der Finanzwirtschaft wirklich gerecht zu werden, also Gelder so zu allokieren, dass sie im weiteren gesellschaftlichen Sinne eine produktive Wirkung entfalten. Daher definieren wir Impact Investing als Anlagen, die sowohl einen finanziellen als auch einen gesellschaftlichen Ertrag erzielen.

Für letzteren nehmen wir die Ziele für nachhaltige Entwicklung, auf Englisch Sustainable Development Goals, kurz SDG, der Vereinten Nationen als Messlatte. Diese Zielsetzung weicht durchaus von normalen ESG-Anlagen ab: Sie bedeutet erstens, dass Veränderungen und Innovation maßgeblich sind, und zweitens betrifft der Impact eher die Produktseite und nicht das Verhalten beziehungsweise die Führung eines Unternehmen. Ein klassisches Beispiel: Egal, wie gut ein Tabakkonzern seine Bauern behandelt: Aufgrund der Natur seiner Produkte bleibt der Impact negativ.

Wie groß ist der Markt des Impact Investing in Europa verglichen etwa mit dem ESG-Segment?

Dr. Willem Schramade: Impact Investing ist im Vergleich zum ESG-Segment allgemein immer noch ein recht kleiner Markt. Es gibt nur eine Handvoll Impact-Fonds im Aktienbereich mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt wenigen Milliarden Euro. Die Nachfrage ist jedoch sehr hoch. So hat sich z.B. der niederländische Pensionsfonds PGGM zum Ziel gesetzt, bis 2020 im Impact-Bereich 20 Milliarden Euro angelegt zu haben.

Nach welchen Kriterien managen Sie den NN (L) Global Equity Impact Opportunities?

Dr. Willem Schramade: Unsere erste Fragestellung lautet: Verändert ein Unternehmen und seine Produkte die Welt zum Besseren? Dazu prüfen wir, ob sie einen klaren Beitrag zu den SDGs leisten. Um die Bedeutung dieses Beitrags zu verstehen, wenden wir unsere drei Kriterien Materialität, Intentionalität und Transformation (M.I.T.) an.

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  • Materialität: Ist der Impact relevant für die Wertschöpfungstreiber, z. B. Umsatz, Gewinne, Investitionen und Risiko? Beeinflusst er die License to operate des Unternehmens?
  • Intentionalität: Ist der nachhaltige Impact eine bewusste Entscheidung und Teil der Unternehmensstrategie und/oder des Unternehmenszwecks?
  • Transformation: Treibt das Unternehmen mithilfe seines Geschäftsmodells, von Technologie oder Standards wesentliche positive Veränderungen voran? Denn bei Impact Investing geht es darum, die Welt zum Besseren zu verändern.

Nach Anwendung dieser drei Impact-Kriterien führen wir eine klassischere Analyse der Geschäftsmodelle, Finanzen und Bewertungen durch. Aus diesem Grund haben wir auch eine Aktie wie Tesla nicht in unserem Portfolio, trotz starker Ergebnisse bei den Kriterien M.I.T.

Die Investmentthemen des Fonds sind Prosperity, People und Planet. Was verbirgt sich hinter den Begriffen?

Dr. Willem Schramade: Die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind eine großartige Messlatte, um ein erstes Gefühl für den gesellschaftlichen Beitrag zu bekommen. Doch nicht alle dieser Entwicklungsziele sind gleichermaßen investierbar. Deshalb halten wir nach Lösungen Ausschau, die von börsennotierten Unternehmen in drei Bereichen bereitgestellt werden können: People (Grundbedürfnisse der Menschen), Planet (Umweltfragen) und Prosperity (Schaffung von Wohlstand für Menschen).

Innerhalb dieser drei Felder identifizieren wir wiederum acht Lösungsbereiche. Davon hat jeder ein Universum von 100 bis 1.000 Aktien. Ein Lösungsbereich innerhalb von „People“ ist beispielsweise finanzielle Inklusion, die darauf abzielt, den aktuell zwei Milliarden Menschen ohne Bankkonto zu helfen – denn kein Bankkonto bedeutet, dass sie bislang keinen Zugang zu den grundlegenden Bereichen der Wirtschaft haben. In das Thema finanzielle Inklusion investieren wir beispielsweise über eine indonesische Bank, die im Bereich Mikrofinanzierung sehr aktiv ist, und über einen kenianischen Telekommunikationsanbieter, der bei mobilen Zahlungen für eine breite Masse von Menschen in der Region Pionierarbeit leistet.

Im Bereich „Planet“ investieren wir in Unternehmen, die erneuerbare Energien ermöglichen oder produzieren, in energieeffiziente Lösungen und in Unternehmen, die für Elektromobilität relevant sind. Beispiele für Anlagen im Bereich „Prosperity“ umfassen ein Softwareunternehmen mit Fokus auf gemeinnützige Organisationen und Bildungsunternehmen.

Wie weit fassen Sie das Anlageuniversum des Fonds und wie groß ist die Herausforderung, für alle Investmentthemen ausreichend lukrative Papiere zu finden?

Dr. Willem Schramade: Unser Universum besteht aktuell aus rund 2.200 Titeln. Wir haben dazu eine eigene Impact-Datenbank aufgebaut, die ihren Ausgangspunkt in den 15.100 Papieren der HOLT-Datenbank der Credit Suisse nimmt, zu denen wir unsere eigenen Impact-Bewertungen hinzugefügt haben. Nach der Analyse dieser Liste, bei der wir Branche für Branche und Unternehmen für Unternehmen durchgegangen sind, haben wir die 2.200 Impact-Titel anhand der Bewertung ihrer Aktivitäten identifiziert. Unsere vorläufige Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass diese Aktien attraktivere Eigenschaften aufweisen als das größere Aktienuniversum: Sie besitzen ein höheres Wachstum, einen höheren Cash Flow Return on Investment (CFROI) und geringere Risiken.

Die Herausforderung, interessante Aktien zu finden, hängt von der Impact-Lösung ab. In manchen Bereichen, wie zum Beispiel bei Gesundheitslösungen und dem Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft, haben wir über 500 Aktien ausfindig gemacht. In anderen Bereichen sind es zwischen 100 und 200. Da wir die 40 bis 50 Titel des Portfolios über acht verschiedene Lösungsbereiche streuen, benötigen wir jedoch nur einige wenige Aktien pro Bereich und können sehr wählerisch vorgehen.

Wie ist der Investmentprozess strukturiert, d.h. wie startet die Analyse der Portfoliokandidaten und wer entscheidet letztendlich über die Aufnahme in den Fonds?

Dr. Willem Schramade: Unser vierstufiger Prozess verläuft wie folgt:

  1. Screening: Hier ist der Ausgangspunkt die Frage nach dem Impact. Wenn das Unternehmen mit seinen Produkten keinen Impact erzielt, fällt es aus dem Raster. Unsere interne Datenbank spielt hierbei eine Schlüsselrolle.
  2. Fundamentalanalyse: Zur Bestimmung unserer Überzeugung stellen wir uns die Frage, wie attraktiv das Unternehmen in den folgenden vier Bereichen ist: Impact, ESG und Unternehmensleitung, Geschäftsmodell sowie Finanzen.
  3. Portfoliokonstruktion: Unter den Aktien, von denen wir am meisten überzeugt sind, wählen wir jene aus, die auch aus Diversifikations- und Liquiditätsgesichtspunkten passen, und legen dementsprechend die Positionsgrößen fest.
  4. Monitoring und Bewertung: Wir beurteilen die Unternehmensleistung sowohl im Hinblick auf die Finanzen und das operative Geschäft als auch auf den Impact – und wir engagieren uns aktiv im regen Dialog mit den Unternehmen, damit es Fortschritte erzielt. Das ist eine zeitaufwändige, aber sehr wertvolle Phase, da sie uns erlaubt, mit unserer Rückmeldung Einfluss auf das Unternehmen zu nehmen und unsere Überzeugung in Bezug auf die Aktie zu festigen – oder abzuschwächen, was auch passieren kann.

Die endgültige Investitionsentscheidung treffen die Portfoliomanager. Aber wir berücksichtigen die Überlegungen unserer ESG- und Sektor-Analysten.


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