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Gröschls Mittwochskommentar: 09/2020

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 26.02.2020 10:47 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto

Everything is fucked! A book about hope titelt Mark Manson in seinem neuen Buch. Scheint als ob der Markt nun doch auch drauf gekommen wäre, dass es langsam ein bisserl fad wird alle Problematiken, mit denen wir es so zu tun haben, zu ignorieren. Was zwar natürlich nicht unlogisch ist, aber doch wieder einmal überrascht hat, ist die Geschwindigkeit mit der hier Risikoanpassungen vorgenommen werden. Jetzt werden natürlich alle schreien: Ist eh klar, dass sind die Algos oder, eh klar, dass sind die ETFs. Hat wohl beides was für sich, nur fürchte ich, für den initialen Sell-Off taugt die erste Kategorie gar nicht und die zweite nur bedingt. Das beide die Bewegung, ist sie einmal gestartet, verstärken, steht außer Frage, aber angefangen haben sicher größere, diskretionäre Accounts… Nicht, dass das allerdings am Ende irgendeinen Unterschied macht. ;-)

Schuld dürfte abgesehen von den Marktteilnehmern das hinlänglich als Corona Virus bezeichnete SARS-CoV-2 Virus sein, wobei, wenn wir versuchen das Kind erstmal nicht mit dem Bade auszuschütten, noch nicht ganz klar ist, ob wir es tatsächlich mit einem schwarzen Schwan oder doch nur mit einem hässlichen Entlein zu tun haben. Die sozio-ökonomische Feedbackschleife die insbesondere in den USA zwischen Personal-Wealth und dem Aktienmarkt existiert, ist dabei natürlich wenig hilfreich. Klar ist inzwischen, dass eine Eindämmung des Erregers nicht (mehr) möglich ist. Erfreulicherweise haben sich aber bis dato, die chinesischen Daten, insbesondere was die Mortalitätsrate anbetrifft, zumindest als nicht völlig falsch erwiesen. Wir haben es also mit einer Erkrankung zutun, die sollte sie nicht mutieren, was weniger gut wäre, sich bezüglich ihrer Gefährlichkeit ungefähr in der Gegend einer „normalen“ Influenza bewegt und nicht bei SARS, MERS oder Ebola.

Das wiederum sollte, wenn sich die normale Saisonale Entwicklung fortsetzt, dazu führen, dass es zwar zu einer Vielzahl von Neuansteckungen kommt, die Mortalitätsraten unter den nicht-Risikogruppen aber relativ gering bleibt und das Virus sich mit Beginn der warmen Jahreszeit langsam aber sicher zurückzieht, das allerdings halt nur bis zum nächsten Winter. Also müssen wir wohl lernen mit einem weiteren Erreger zu leben, der immer wieder sein Unwesen treiben wird. 

Was wir uns natürlich jetzt fragen müssen ist: a) was (an Wirtschaftswachstum) wird uns das Ding tatsächlich kosten und b) wie nachhaltig wird der Schaden sein, der angerichtet worden ist bzw. wird es eine V-shaped Recovery geben. Noch ein Bisserl früh, um da schon eine Schätzung abzugeben, insbesondere, wenn man zu zweit im kleinen Wiener Bureau sitzt und die Heerscharen an Analytikern, die man normalerweise beschäftigt grad nicht zugegen sind. ;-) Sicher ist aber, dass wenn sich das Ding nicht doch noch als deutlich gefährlicher erweist als bisher angenommen, viel davon abhängen wird, wie intensiv die staatlichen Maßnahmen zu einer, wie es scheint leider wenig erfolgreichen, Eindämmung sein werden. Das Abriegeln kleiner Regionen in Nord-Italien mag kaum bis keine Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum haben, das Abriegeln von Staatsgrenzen, Einschränkungen des Reiseverkehrs bis hin zur Absage der Olympischen Spiel würden aber zu spüren sein.

Das alles kommt, wie jede Krise, natürlich zur Unzeit daher, blicken wir doch auf mehr als zehn Jahre billigstes Geld, steigende Aktienmärkte und fallende Zinsen zurück, in denen zwar die Probleme einzelner Sektoren adressiert wurden (nicht unbedingt gelöst ;-)), aber sich vieles einfach nicht wirklich richtig anfühlt (sorry für das esoterische Geschwaffel :)), oder kann irgendjemand tatsächlich glauben, dass zehnjährige, griechische Renditen bei rund  einem Prozent auch nur am Rande von fair gepreist sind. Glaub nicht, oder. Eventuell ist es also soweit sämtliche „irrational Exuberances“ (wer sich noch erinnern kann ;-)) zu bereinigen und das geht, wie immer wenn´s ernst wird, nur mit Blood, Sweat and Tears und zuallererst mit der Verabschiedung der Touristen aus den Märkten, wo sie nicht hingehören. Aber vielleicht ist auch übermorgen wieder alles gut und wir brauchen noch zwei Jahre…. Who knows.

Sollte es so weitergehen lohnt sich vielleicht auch wieder einmal ein Blick zu ausgewählten oder auswählenden Managern im Alt.Ucits Bereich, es muss ja nicht immer nur Aktienbeta sein! :)

Bevor wir schließen noch ein Frage in die Runde: In den letzten Tagen, war´s ja nicht nur er, aber allen voran unser Anschober Rudi, der mehrmals täglich auf verschiedensten Kanälen verkündet hat: Noch besteht kein Grund zur Panik! – Ruft er uns dann an, wenn´s soweit ist? :)

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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